A3CC: Sabic präsentiert Sportwagen von Chery auf der K 2010

 
29.10.2010 - 

Sabic Innovative Plastics zeigt auf der K2010 in Düsseldorf das neue A3CC-Sportcoupé von Chery. Bei der Entwicklung des Autos wurden die Kunststoff Noryl GTX, Xenoy und Stamay verwendet. Aus dem Kunststoff Noryl GTX sind die vorderen Kotflügeln sowie die Tankklappe gefertigt, die leichten vorderen und hinteren Energieabsorber werden aus Xenoy hergestellt und der Unterboden aus dem langglasfaserverstärkten Polypropylen-Verbundwerkstoff (LGFPP) Stamax.

Laut Chemieunternehmen ist Chery ist der erste chinesische Automobilhersteller, der den leitfähigen Noryl-GTX-Kunststoff für einen in Massenfertigung produzierten Kotflügel nutzt. Der Ersatz von Karosserieteilen aus Stahl durch den Kunststoff ermögliche es dem chinesischen Hersteller, das Gewicht der Kotflügel um mehr als 50 Prozent im Vergleich zu Stahl zu verringern (1,37 Kilogramm gegenüber 2,80 Kilogramm) und dabei gleichzeitig die Aufprallfestigkeit zu erhöhen. Der Kunststoff kann im Online-Verfahren gleichzeitig mit der Metall-Rohkarosserie (BIW) lackiert werden, wodurch keine weiteren Bearbeitungsschritte erforderlich sind. Des Weiteren erfordert dieser leitfähige Kunststoff keine Grundierung vor dem Lackieren.

Die Tankklappe wird üblicherweise vom Zulieferer des Bauteils geformt und lackiert, wodurch die Möglichkeit von Farbunterschieden zur Karosserie besteht. Durch die Herstellung dieses Teil aus dem Kunststoff Noryl-GTX ist es nun laut Chemieunternehmen möglich, das Teil gleichzeitig mit dem Rest der Rohkarosserie zu lackieren.

Die vordere Stoßstange des A3CC enthält einen Energieabsorber aus Xenoy sowie einen Unterboden aus dem LGFPP-Verbundwerkstoff Stamax. Diese Komponenten, die den Anforderungen der Fußgängerschutzrichtlinie der Europäischen Union (EU) 2003/102/EG Phase II zum Unterschenkelaufprall sowie den Anforderungen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) für Aufprallversuche bei langsam fahrenden Fahrzeugen entsprechen, bilden ein konformes Stoßstangensystem. Das System der hinteren Stoßstange enthält ebenfalls einen Energieabsorber aus Xenoy und erfüllt die Anforderungen der EWG und der StVZO hinsichtlich Schädigungen langsam fahrender Fahrzeuge.

Quelle: Katrin Pudenz | Redaktion ATZonline.de