Anorganisches Kernbindersystem macht Zylinderköpfe leichter und fester

 
14.10.2010 - 

Honsel hat den Gießprozess für Aluminium-Zylinderköpfe von Dieselmotoren weiter optimiert. Dazu werden anorganische Binder für die Herstellung der Sandkerne in der Gussform eingesetzt. Anders als konventionelle, organische Binder sollen anorganisch gebundene Kerne zur Verbesserung des Gussteils beitragen.

Anorganische Binder für Sandkerne von Gussformen bestehen aus Natriumsilikaten, die Wasser anlagern. Durch Wärmezufuhr wird das Wasser verdampft und so der Kernsand ausgehärtet. Im Vergleich mit den bisher verwendeten Sandkernen mit organischen Kunstharzbindern sollen Sandkerne mit anorganischen Bindern Vorteile bezüglich Maßhaltigkeit und Gefügequalität der Gießbauteile bieten. Bei der Konstruktion des Bauteils können daher mit diesen Bindern geringere Reserven der Wandquerschnitte eingeplant werden, so dass sich das Bauteilgewicht bei hoher Festigkeit reduzieren lässt. Denn anders als organische Binder bleiben anorganische Binder auch bei thermischer Beanspruchung während des Gießens stabil, so dass die Sandkerne immer ihre Form behalten und die Maße des Bauteils genauer eingehalten werden. Darüber hinaus zerfallen anorganische Binder im Gegensatz zu organischen während des Gießvorgangs nicht. Daher kommt es auch nicht zu Gasentwicklung - und im ungünstigen Fall - zu Porositäten durch Blaseneinschlüsse in den Bauteilwänden, die die Bauteilfestigkeit verringern.

Quelle: Christiane Brünglinghaus | Redaktion ATZonline.de