Bertrandt eröffnet neues Airbagprüflabor

 
21.10.2010 - 

Der Entwicklungsdienstleister Bertrandt hat heute ein neues Airbagprüflabor eröffnet. Auf rund 500 Quadratmeter werden dort Komponenten und Systeme mit Fokus auf Insassenschutz getestet. Und zwar von der Versuchsdurchführung über die Freigabe bis zur abschließenden Serienüberwachung.

Mit den neuen Airbagprüflabor trage der Dienstleister dazu bei, das Leben von Verkehrsteilnehmern nach dem so genannten "Point of no Return" zu schützen, erläutert Hans-Gerd Claus, Technischer Niederlassungsleiter, die grundsätzliche Intention der Investition. Der "Point of no Return" beschreibt den Zeitpunkt, nach dem ein Unfall nicht mehr vermieden werden kann, die Unfallfolgen mit geeigneten Maßnahmen der passiven Sicherheit jedoch möglichst gering gehalten werden sollen, erklärt das Unternehmen. Hierzu führt der Dienstleister im neuen Labor Versuche mit Schwerpunkt Insassenschutz durch. Zur Ausstattung gehören Klimakammern, beispielsweise für Airbagstandversuche. Unter Extremtemperaturen wird dabei die Funktionalität von Airbags geprüft und sichergestellt. Aufgrund der Versuche fließen gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen in den Entwicklungsprozess ein. Durch eine Vielzahl von Zündkanälen können Schussversuche auch simultan durchgeführt werden. Des Weiteren führt das Team Fahrzeugsicherheit "Out-of-Position"-Versuche durch, bei denen der Insasse eine von der normalen Sitzposition abweichende Körperhaltung einnimmt und der Airbag sich nicht mit voller Leistung entfalten darf. Videotechnik ergänzt das neue Prüflabor und ermöglicht, das Airbag-Entfaltungsverhalten genauestens zu untersuchen. Darüber hinaus ermöglicht das neue Labor das Testen von Komponenten aktiver Schutzsysteme, die in der Passiven Sicherheit relevant sind, wie Gurtstraffer, aktive Kopfstütze, aktiver Überrollbügel, Batterietrennung oder aufstellende Haube.

Quelle: Katrin Pudenz | Redaktion ATZonline.de