Bestechungs-Affäre: Faurecia-Chef Lévi tritt zurück

 
03.08.2006 - 

Pierre Lévi ist von seinem Amt als Chef des französischen Automobilzulieferers Faurecia zurückgetreten. Dies teilte das Unternehmen gestern, 2. August 2006, nach der Sitzung des Verwaltungsrates mit und gab als Grund die gegenwärtigen staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen in Deutschland an.

Die Staatanwaltschaften Frankfurt und München haben Ermittlungsverfahren unter anderem gegen Mitarbeiter des französischen Unternehmens eingeleitet, die im Verdacht stehen, Schmiergelder an einzelne Einkäufer mehrerer Automobilhersteller gezahlt zu haben. Nachdem die Volkswagen AG Ende Juli Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt gestellt hat, sind vermehrt Spekulationen über einen Rücktritt Lévis aufgekommen. Dieser soll gegenüber der Staatsanwaltschaft schriftlich erklärt haben, über die Praktiken seiner Mitarbeiter informiert gewesen zu sein. Bis zur Neubesetzung seiner Positionen im September hat der Verwaltungsrat Jean-Claude Hanus zum einstweiligen Vorsitzenden des Verwaltungsrates und den derzeitigen Finanzvorstand Frank Imbert zum Geschäftsführer berufen.

Quelle: Caterina Schröder | Redaktion ATZonline.de