ContiTech auf der IAA Nutzfahrzeuge 2006

 
Von Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de
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09.08.2006 - 

Auf der 61. Internationalen Automobil-Ausstellung für Nutzfahrzeuge (IAA) in Hannover präsentiert ContiTech vom 21. bis zum 28. September 2006 sein Spektrum an Technologien für die Branche. Unter dem Motto "Wirtschaftliche Mobilität" zählen neue Schlauchleitungen für die SCR-Technologie sowie mehr Komfort für Berufskraftfahrer zu den Highlights am Messestand, an dem auch die Continental-Divisionen Automotive Systems und Reifen vertreten sind.

ContiTech Fluid Technology hat vor dem Hintergrund recht strenger Abgasnormen für Nutzfahrzeuge ein beheizbares Schlauchleitungsmodul auf EPDM-Basis speziell für die SCR-Technologie (Selective Catalytic Reduction) entwickelt. Mit dem SCR-Verfahren wird Stickoxid (NOx) mit Hilfe einer Harnstofflösung in Wasserdampf und Stickstoff umgewandelt. Flüssige Harnstofflösung, die Lkw künftig in einem separaten Tank mitführen können, wird dabei durch eine Schlauchleitung über eine Dosiereinheit an das Einspritzsystem des Katalysators übergeben. ContiTech hat mehrere Heizdrähte in die EPDM-Ummantelung der Reduktionsmittelleitung integriert. Dadurch können sowohl der Schlauch als auch das Medium erwärmt und gegen das Einfrieren des Harnstoffs im Winter gesichert werden.

In puncto Komfort setzt der Zulieferer bei Nutzfahrzeugen edle Oberflächenmaterialien von Benecke-Kaliko für den Innenraum, Dämpfungs- und Dichtmodule für Motorraum und die Kabine sowie intelligente Luftfedersysteme ein. Neben den Achsluftfedern nutzt ContiTech auch bei Kabinen- und  Sitzlagerungen die Vorteile der Luft. Aktuelles Beispiel ist die Luft-Feder-Dämpfer-Technologie von ContiTech Air Spring Systems. Damit wird die Nachschwingung, etwa bei holprigen Straßen, deutlich minimiert. Diese Technologie biete eine quasi adaptive Dämpfung, das Dämpferöl wird durch das Medium Luft ersetzt.

Schließlich stellt der Zulieferer auf der Messe ein neues Baukastenkonzept für Luftfedersysteme vor, mit dem Kunden bereits in der Erstausrüstung verschiedene Komponenten modular zu einem kompletten und individuellen System zusammenstellen können. Hierbei können verschiedene Kolben, Puffer, Pufferstützen oder Bördel-, Kopf- und Klemmplatten mit unterschiedlichen Luftfederbälgen kombiniert werden. "Am Ende steht dann eine individuelle, praktisch maßgeschneiderte Lösung, die den Entwicklungsaufwand eines Federungssystems optimiert", wirbt Holger Brüning, Sales Manager bei ContiTech Air Spring Systems.