Daihatsu Trevis - Mini auf Japanisch

 
Von Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de
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18.08.2006 - 

Mit dem Daihatsu Trevis präsentiert der älteste Automobilhersteller Japans einen neuen Kompaktwagen für den europäischen Markt. Das Design des 3,40 Meter langen Trevis, der in Japan bereits unter dem Namen "Mira Gino" unterwegs ist, weist einige Parallelen zum Mini von BMW auf, wollen die Japaner doch in puncto Emotionalität und Lifestyle ähnliche Effekte erzielen wie der ehemals britische Kleinwagenklassiker. Ganz im Trend liegen dürfte neben einem Einstiegspreis unter 10.000 Euro in jedem Fall der spritzige 1.0-Liter-Dreizylindermotor des kompakten Viertürers, der laut Daihatsu weniger als fünf Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer verbraucht.

Der neue Daihatsu Trevis ist 1.475 Millimeter breit und 1.500 Millimeter hoch. Hinzu kommen ein vergleichsweise langer Radstand von 2.375 Millimeter und sehr kurze Überhänge. Der Innenraum misst 1.850 Millimeter und bietet vier Passagieren angesichts eines Sitzreihenabstands von 840 Millimetern genügend Beinfreiheit. Sein Kofferraum ist nach VDA-Norm 167 Liter groß.

Der Dreizylindermotor mit exakt 989 Kubikzentimetern Hubraum verfügt über zwei oben liegende Nockenwellen, zwölf Ventile und die variable Ventilsteuerung DVVT (Dynamic Variable Valve Timing). Er leistet 43 kW bei 6.000 1/min. Sein maximales Drehmoment von 91 Newtonmetern liegt bei 4.000 1/min an. Er beschleunigt in 12,2 Sekunden von null auf Tempo 100 und seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. In Kombination mit dem serienmäßigen 5-Gang-Schaltgetriebe verbraucht der Trevis nach Werksangaben lediglich 4,8 Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer. Seine CO2-Emissionen betragen 114 g/km.

Als Option bietet Daihatsu den Trevis auch mit einem 4-Stufen-Automatikgetriebe an. Damit beschleunigt er aus dem Stand auf 100 km/h in 15,0 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Sein Kraftstoffverbrauch hier liegt bei 5,9 Litern Normalbenzin auf 100 Kilometer und seine CO2-Emissionen betragen 140 g/km.

Der aktiven und passiven Sicherheit kommt im A-Segment zum einen wegen der kleinen Abmessungen und zum anderen wegen der zumeist jungen Käuferschicht eine besondere Bedeutung zu. Der kompakte Japaner verfügt serienmäßig über ein elektronisches Vierkanal-Antiblockiersystem mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD) und Bremsassistent. Ebenfalls zur Serienausstattung gehören Fahrer- und Beifahrerairbag sowie höhenverstellbare Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern.

Im Hinblick auf die passive Sicherheit verwendeten die Konstrukteure bei der Karosserieentwicklung hoch feste Stähle in verschiedenen Stärken. Dadurch konnten trotz niedrigen Gewichts (790 Kilogramm leer) eine gute Verwindungssteifigkeit und ein guter Insassenschutz erzielt werden. Die optimierte Karosseriestruktur zeige ein definiertes Verformungsverhalten bei eventuellen Unfällen und leitet die Aufprallenergie weiter, wobei der Sicherheitsraum der Passagiere nach Angaben der Konstrukteure erhalten bleibt. Dasselbe gelte auch für den Seitenaufprall. Hier sollen Karosseriestruktur und Seitenaufprallschutz in den Türen den Insassen ausreichend Schutz bieten