Der neue Audi S3

 
02.08.2006 - 

Mit dem neuen Audi S3 schickt die sportliche VW-Tochter aus Ingolstadt die Top-Variante ihrer "Premium-Kompaktklasse" an den Start. 195 kW stark und mit dem permanenten Allradantrieb quattro bewegt sich der Kleinste aus der S-Familie der Marke auf dem Niveau eines Sportwagens. Der Zweiliter-Vierzylindermotor mit Benzin-Direkteinspritzung FSI und Turboaufladung lässt den Audi S3 in nur 5,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten und macht ihn (elektronisch abgeregelt) 250 km/h schnell.

Der 2.0 TFSI, der die Technologien Direkteinspritzung und Turboaufladung verbindet, erreicht sein Leistungsmaximum von 195 kW bei 6.000 1/min. Und schon bei 2.500 1/min stehen 350 Newtonmeter Drehmoment an der Kurbelwelle zur Verfügung, die laut Audi bis 5.000 1/min konstant bleiben. Was den Verbrauch des kompakten Sportlers angeht, so stehen die nach Werksangaben 9,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer für die "zukunftsweisende Effizienz" der von Audi konzipierten TFSI-Technologie.

Im Vergleich zum A3 wurde der Motor grundlegend weiterentwickelt. So baut der neue Turbo mit vergrößertem Turbinen- und Verdichterrad laut Audi 1,2 bar Ladedruck auf. Ein angepasster Ladeluftkühler senkt die Temperatur der verdichteten Luft effizient ab und erhöht somit die zur Verbrennung notwendige Luftmasse. Kolben mit stärkeren Bolzen und verstärkte, neu gelagerte Pleuel übertragen die hohen Kräfte auf die Kurbelwelle. Zudem wurde der Zylinderblock versteift, der Kopf besteht aus einer neuen, hoch warmfesten Legierung. Auch die Steuerzeiten der Auslassnockenwelle wurde, wie es heißt, der gesteigerten Leistung. Der Kraftstoff wird über Hochdruck-Einspritzventile direkt in den Brennraum gespritzt.

Der neue Audi S3 verfügt über ein neues, eng gestuftes manuelles Sechsganggetriebe. Im Hinblick auf sportlichere und präzisere Gangwechsel wurden die Schaltwege verkürzt. Wie alle S-Modelle von Audi treibt auch der neue S3 über den permanenten Allradantrieb quattro alle vier Räder an. Dabei verteilt eine elektronisch gesteuerte, zugunsten der Gewichtsbalance im Heck platzierte Lamellenkupplung die Momente bedarfsgerecht und sorgt auf diese Weise für mehr Grip und eine erhöhte Fahrsicherheit.

Das Fahrwerk des A3 mit Hilfsrahmen vorne und hinten, unteren Dreiecksquerlenkern vorne und einer Vierlenkerachse im Heck wurde verfeinert. Federn und Stoßdämpfer sind straffer abgestimmt, die Karosserie liegt 25 Millimeter tiefer als bei einem A3 mit Serienfahrwerk. Ferner senken Schwenklager und Querlenker aus Aluminium das Gewicht der Vorderradaufhängung. Schließlich sollen steifere Fahrwerkslager und eine sportlichere Kennlinie der elektromechanischen Lenkung noch mehr Dynamik und Präzision vermitteln.

Quelle: Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de