dSpace automatisiert Testprozesse von Instrumententafeln

 
Von Caterina Schröder | Redaktion ATZonline.de
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03.12.2007 - 

dSpace hat seinen Hardware-in-the-Loop-Simulator (HIL) um ein kamerabasiertes System erweitert, mit dem Systemlieferanten und OEMs Funktionen von Instrumententafeln automatisiert verifizieren können. Durch die Kombination aus Echtzeitsimulator und Kamera-System ist die automatische Instrumentenüberwachung in der Lage, zwischen 20 und 50 Frames pro Sekunde zu erfassen. Die dafür notwendigen Testsequenzen haben die Software-Spezialisten mit der Testautomatisierungs-Software AutomationDesk entwickelt.

Während des Testprozesses werden die Algorithmen zur Bildverarbeitung auf einem digitalen Signalprozessor (DSP) ausgeführt, der in der Kamera integriert ist. Der Prozessor interpretiert die Nadelpositionen und Warnleuchten, liest Meldungen der LCD-Anzeige aus und generiert daraufhin die Signale, die über die RS232-Schnittstelle sowie über die digitalen Ausgänge an den Simulator weitergeleitet werden. Mit Hilfe von Simulink-S-Funktionen dekodiert, konvertiert und skaliert der Simulator die Kamera-Signale. Anschließend visualisiert die Experimentierumgebung ControlDesk diese Informationen in einem fotorealistischen Armaturenbrett mit animierten Nadeln, Schaltern und Event-Handling.

Als nächsten Entwicklungsschritt plant dSpace, die Testmöglichkeiten dieser kombinierten Lösung auf weitere Fahrerinformationssysteme wie Navigation, Klimaanlage, Heads-up-Display und Kollisionswarnung auszuweiten.