dSpace entwickelt TargetLink 2.2 weiter

 
30.11.2006 - 

Die dSpace GmbH, Paderborn, wird ihren Seriencode-Generator TargetLink 2.2 zum Jahresende 2006 mit neuen Funktionen ausstatten. Von besonderer Bedeutung sei dabei die Unterstützung des modellbasierten Entwurfs für Autosar-Steuergeräte. Dadurch schlage TargetLink nun "eine Brücke vom Funktionsmodell zur Autosar-Software-Komponente". Hierzu wurde neben zusätzlichen Target-Optimierungen die breite Unterstützung verschiedener Prozessoren weiter ausgebaut.

Autosar (AUTomotive Open System ARchitecture) ist eine Entwicklungspartnerschaft innerhalb der Automobilindustrie, die sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam ein standardisiertes Elektrik/Elektronik-Architektur-Konzept zu entwickeln.

Künftig soll Target-optimierter Code auch auf den Prozessoren der Freescale MPC5500-Familie für eine noch höhere Effizienz sorgen. Bereits in frühen Entwicklungsphasen unterstützt TargetLink laut dSpace mittels Processor-in-the-Loop-Simulation (PiL) die Prüfung und Absicherung des Seriencodes - ab der Version 2.2 auch die Prozessoren TriCore TC1766 und TC1796 von Infineon sowie den S12X von Freesale. Der von TargetLink erzeugbare C-Sprachumfang wird durch neue Code-Generierungsoptionen wie zusätzliche Zugriffsfunktionen auf Strukturen und Bitfelder erweitert. Umfangreiche Signal-Vererbungsmechanismen reduzieren nach Angaben des Elektronik-Spezialisten den Spezifikationsaufwand zur Umwandlung eines Modells in effizienten Code, Signalbusse erweitern die Modellierung.

Als Neuheiten von TargetLink 2.2 im Hinblick auf die Integration in den Entwicklungsprozess listet der Anbieter folgende Neuerungen auf: Die Navigation zwischen Modellblöcken und zugehörigen Code-Mustern sei nun in beide Richtungen per Mausklick möglich, was Code- und Modell-Reviews erleichtere. Ferner wurde die Anbindung von TargetLink-Modellen an Requirements-Management-Tools durchgängig gestaltet. Das eigene Werkzeug zur Datenhaltung in TargetLink (Data Dictionary) wurde weiter ausgebaut und ermöglicht nun, beispielsweise mehrere Objekte gleichzeitig zu bearbeiten oder darzustellen.

Quelle: Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de