Für Radlader und Teleskopstapler: Vierzylinder-Reihenmotor von Deutz

 
28.10.2010 - 

Deutz hat einen neuen Vierzylinder-Reihenmotor entwickelt. Der TCD 3.6 L4 erreicht durch eine gezielte Kombination von Hubraum, Einspritztechnologie und Abgasnachbehandlung bei einer Drehzahl von 2300 1/min bis 2600 1/min über den gesamten Leistungsbereich von 50 Kilowatt bis 95 Kilowatt einen Drehmomentverlauf mit maximal 460 Newtonmeter. Ein modernes Common-Rail-Einspritzsystem, frontseitiger Rädertrieb und optional erhältliche Ausgleichswellen sollen laut Unternehmen für geringe Geräuschemissionen, minimale Vibrationen und hohe Laufruhe unter allen Arbeitsbedingungen sorgen. Der Vierzylinder ist turbogeladen, wassergekühlt, mit oder ohne Ladeluftkühler und externer, gekühlter Abgasrückführung. Insbesondere für kompakte Radlader, Teleskopstapler und andere mittelschwere Bau- und Umschlagmaschinen lasse sich mit einer einzigen Motorinstallation die gesamte Gerätepalette bedienen.

Ganz im Sinne des Downsizing-Trend stellt der TCD 3.6 L4 nach Ansicht des Herstellers eine ideale Ablösung bisheriger 4,0- bis 4,5-l-Motoren im Leistungsspektrum bis 95 Kilowatt dar. Moderne Common-Rail-Einspritztechnologie in Kombination mit gekühlter Abgasrückführung und optimierter Verbrennung ermöglichen hohe Anfahr- und Spitzendrehmomentverläufe, die sich in schneller Lastannahme und Gerätebeschleunigung widerspiegeln. Neben der Abgasnachbehandlungsstandardlösung, die mit einem Partikeloxidationskatalysator den Leistungsbereich bis 95 Kilowatt abdeckt, ist eine reine Dieseloxidationskatalysatorlösung bis 56 Kilowatt erhältlich. Für die Leistungsbreite von 50 Kilowatt bis 95 Kilowatt kann optional ein geschlossener Dieselpartikelfilter mit vorgeschaltetem Oxidationskatalysator und elektronischer Drosselklappe gewählt werden.

Neben niedrigem Kraftstoffverbrauch, niedrigem CO2-Ausstoß sowie langen Ölwechselintervallen von 500 Stunden wurde mit dem Einsatz eines wartungsfreien Ventiltriebs spezieller Fokus auf die Minimierung der Betriebskosten gelegt. Auch die offenen Partikelfilterlösungen, die mithilfe niedriger Partikelrohemissionen des Basismotors zum Einsatz kommen konnten, erhöhen die Geräteverfügbarkeit bei gleichzeitig niedrigen Wartungskosten. Für Märkte mit geringeren Anforderungen an die Abgasqualität werden baugleiche Motorvarianten ohne Abgasreinigungssystem verfügbar sein, so dass mit dem TCD 3.6 L4 weltweit unterschiedliche Ansprüche erfüllt werden können.

Quelle: Katrin Pudenz | Redaktion ATZonline.de