Getrag integriert aktive Differenzialsperre in Doppelkupplungsgetriebe

 
Von Katrin Pudenz | Redaktion ATZonline.de
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22.10.2010 - 

Die neue aktive Differenzialsperre "eLSD" (electronically controlles limited slip differential) von Getrag wurde nun erstmals in ein Doppelkupplungsgetriebe integriert. Mit dem Powershift-Getriebe 7DCL750 sowie mit der darin integrierten aktiven Differenzialsperre wird der neue Ferrari 458 Italia ausgestattet.

Durch die Getriebeelektronik und die im Getriebe vorhandene Systemhydraulik wird die Differenzialsperre angesteuert. Dadurch soll sie in der Lage sein, die Fahrdynamik weiter zu optimieren. Aufgrund des Einsatzes eines Planetendifferenzials sowie einer Lamellenpaketanordnung nach dem Welle-Welle-Prinzip werde eine kompakte Bauweise bei niedrigen Kupplungsmomenten ermöglicht, erläutert der Zulieferer. Die Verwendung von Karbon-Reiblamellen und eine gemeinsame Nutzung des Getriebeölhaushaltes sollen eine hohe thermische Belastbarkeit gewährleisten.

Das Differenzial benötigt keine separate Aktuatorik und auch kein seperates Steuergerät (ECU, Electronic Control Unit): Das Doppelkupplungsgetriebe liefert den hydraulischen Druck zur Aktuierung, und die Regelstrategie der Differenzialsperre wurde in das Getriebesteuergerät integriert.