Hagenmeyer: "Getriebe haben ihr Schattendasein beendet"

 
05.12.2007 - 

Auf dem CTI-Symposium "Innovative Fahrzeug-Getriebe" erklärte gestern (3. Dezember 2007) Tobias Hagenmeyer, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung von Getrag, das Schattendasein der Getriebe für beendet, zumal sich zurzeit ein Bewusstseinswandel abzeichne. War die Getriebewelt bis vor fünf Jahren noch klar in die zwei Felder Automatikgetriebe für USA und Handschaltgetriebe für Europa unterteilt, steht dank Volkswagen und Getrag mit den neuen Doppelkupplungsgetrieben eine neue Bauart für alle Märkte der Triade zur Verfügung. Die Doppelkupplungsgetriebe sparten nicht nur Kraftstoff und CO2, sondern vernachlässigten dabei auch nicht den vom Endkunden gewünschten Fahrspaß.

Durch die Vielfalt von Handschaltgetrieben, automatisierten Handschaltgetrieben, Automatikgetrieben und stufenlosen Getrieben CVT werden laut Hagenmeyer neue Strategien erforderlich. Nicht jeder OEM könne diese Vielfalt selbst entwickeln und produzieren. Immer noch würden 80 Prozent der Getriebe inhouse und nur 20 Prozent von Zulieferern hergestellt. Bei der notwendigen globalen Aufstellung der OEM warb er dafür, Getriebeentwicklung und -fertigung den spezialisierten Zulieferern zu überlassen. Nur so könne der OEM mit neuer Technik frühzeitig am Markt sein, um sich vom Wettbewerb abzuheben.

Mit dem internationalen Symposium bestehe laut Hagenmeyer für die Getriebeexperten endlich eine Plattform, vielfältig über Getriebethemen zu berichten und in dieses Thema in die Öffentlichkeit zu rücken. Die sechste Tagung in Berlin wird vom Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Ferit Küçükay, TU Braunschweig geleitet. Rund 1000 Teilnehmer aus 18 Ländern erfahren noch bis 7. Dezember 2007, was sich Neues in der Getriebewelt ereignet. Dazu stehen 90 Vortragende und 81 Aussteller zur Verfügung.

Quelle: Michael Reichenbach | Redaktion ATZonline.de