Hochleistungsklebstoffe im Automobilbau

 
Von Caterina Schröder | Redaktion ATZonline.de
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30.11.2006 - 

Spezielle Klebetechniken mit leistungsfähigen Klebstoffen gewinnen im Automobilbau zunehmend an Bedeutung. Derzeit kommen bei Pkw der Ober- und Mittelklasse teilweise dreimal so lange "Klebelinien" wie noch vor wenigen Jahren zum Einsatz und helfen damit, Gewicht einzusparen. Besonders die so genannte Strukturverklebung, bei der die Klebetechnologie die Karosserie zusätzlich versteift, ist bei wichtigen Autoteilen wie Dach oder Türen auf dem Vormarsch. So trägt zum Beispiel das Einkleben der Front- und Heckscheibe zur höheren Steifigkeit von Karosserien und damit zur größeren Gestaltungsfreiheit bei.

Neben der Fahrzeugstabilität können Klebeverbindungen auch die Crash-Sicherheit verbessern, da sie Fügeteile ohne strukturelle Schäden, wie sie beim Nieten oder Schweißen durch die höheren mechanischen beziehungsweise thermischen Belastungen auftreten können verbinden. Die fortschreitende Robotertechnik und neue Hochleistungsklebstoffe unterstützen den vermehrten Einsatz von Klebetechniken zusätzlich. Als problematisch erweist sich jedoch die Empfindlichkeit moderner Klebstoffe gegenüber Lagerung oder Transport. Um die notwendige Langzeitstabilität solcher High-Performance-Kleber zu erreichen, werden ihnen Zusatzstoffe beigemischt. So sollen beispielsweise die Dynasylan-Spezialsilane des Spezialchemiekonzerns Degussa vor zu hoher Umgebungsfeuchtigkeit schützen und beim Transport von zusammengefügten, jedoch noch nicht ausgehärteten Klebestellen die volle Klebeleistung sichern.