Honda hebt ab

 
07.08.2006 - 

Honda bringt ein kleines, sechs- bis siebensitziges Flugzeug auf den wachsenden US-amerikanischen Markt für sehr leichte Jets. Der völlig neu entwickelte HondaJet verfügt als Ergebnis von 20 Jahren Forschung in Luft- und Raumfahrt über zwei patentierte, über den Tragflächen montierte Triebwerke, Tragflächen und Rumpfnase mit so genanntem natürlichen Quellfluss (NFL) sowie einen aus Verbundmaterial bestehenden Rumpf. Um die FAA- und Produkt-Zertifizierung zu erhalten, will Honda ein weiteres Unternehmen in den USA gründen. Die FAA ist die US-amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde (Federal Aviation Administration). Ziel ist es, die Typenzertifizierung in drei bis vier Jahren zu erhalten und dann mit der Produktion in den USA zu beginnen.

Nach Angaben von Satoshi Toshida, Generaldirektor von Honda Motor, ist die Luftfahrt schon seit über 40 Jahren ein Traum von Honda. Und bei der Verwirklichung solle das erste Leichtflugzeug derselben Philosophie entsprechen wie die anderen Produkte der Japaner: ein bequemes und effizientes Beförderungsmittel, das den Menschen das Leben angenehmer macht. Wesentliche Elemente wie Tragflächen und Rumpfnase wurden unterstützt durch ausgiebige Analysen und Windkanaltests entwickelt. Dabei schafften die Flugzeug-Konstrukteure laut Honda einen extrem niedrigen Luftwiderstandsbeiwert, vergleichsweise günstigen Treibstoffverbrauch und eine höhere Fluggeschwindigkeit als herkömmliche Maschinen dieser Klasse.

Im Jahr 1959 startete Honda seine Geschäftsaktivitäten in Nordamerika durch die Gründung seiner ersten Niederlassung in Übersee, der American Honda Motor Co. 1979 begann Honda mit der Fertigung von Motorrädern in Amerika, drei Jahre später dann mit der amerikanischen Automobilproduktion. In den Bereichen Planung, Herstellung und Marketing beschäftigt der japanische Hersteller derzeit 28.000 amerikanische Angestellte. Honda baut gegenwärtig Produkte in 13 Fertigungsanlagen in Nordamerika und besitzt drei große Forschungs- und Entwicklungszentren in den USA.

Quelle: Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de