Interaktion und Dialog? Eine quantitative Inhaltsanalyse der Aktivitäten deutscher Parteien bei Twitter und Facebook während der Landtagswahlkämpfe 2011


Zeitschriftenartikel: Publizistik   Ausgabe 02/2013  Seite 201-220
Autor(en): Prof. Dr. Andreas Elter
Quelle: Springer Fachmedien Wiesbaden (2013)

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Zusammenfassung

Seit der Bundestagswahl 2009 versuchen auch in Deutschland alle Parteien Social-Media-Angebote auf- und auszubauen, um auf diese Weise neue Wählergruppen zu erschließen. Diese Entwicklung findet nicht nur auf Bundesebene statt, sondern auch in den deutschen Ländern. Die vorliegende Studie untersucht die Entwicklung der Social-Media-Kommunikation nach 2009 auf Ebene der Bundesländer – konkret in Bezug zu allen sieben Landtagswahlen des Jahres 2011, also in den Ländern Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Trotz der Heterogenität der Untersuchungsergebnisse lässt sich als deutlicher Trend erkennen, dass auf Landesebene Parteien erst kurz vor der Wahl in den Social Media aktiv werden. Die politische Ausrichtung einer Partei macht keinen Unterschied bei deren Social-Media-Aktivität. Zwischen den einzelnen Bundesländern sind jedoch zum Teil erhebliche Differenzen feststellbar. Darüber hinaus ist bei allen Parteien eine Tendenz zur Mobilisierung zu erkennen, mit der sie teilweise auch Partizipation und Interaktion befördern – jedoch keinen regelmäßigen Dialog mit den interessierten Bürgern herstellen können.