Kia veröffentlicht erste Details zum neuen Opirus

 
Von Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de
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04.08.2006 - 

Der koreanische Autobauer Kia hat mit dem neuen Opirus die Speerspitze seiner Modellpalette grundlegend überarbeitet. Das im Vergleich zum Vorgänger etwas "elegantere und leichtere Kia-Flaggschiff" wurde nach Angaben der Koreaner primär in puncto Fahrkomfort, Handling und Sicherheitsausstattung optimiert, das Gewicht sei reduziert worden. Die Fünf-Meter-Limousine, die am 28. September ihr Debüt auf dem Pariser Autosalon (Mondial de L'Automobile) feiern wird, kommt im Januar 2007 mit einem stärkeren und zugleich sparsameren 3,8-Liter-V6-Ottomotor auf den europäischen Markt.

Das neue 3,8-Liter-V6-Triebwerk löst den bisherigen 3,5-Liter-Motor ab. Mit 196 kW bei 6.000 1/min leistet der Vollaluminium-Motor über 30 Prozent mehr als der Vorgängermotor. Sein Drehmoment beträgt jetzt 353 Newtonmeter bei 4.500 1/min - das entspricht einer Steigerung von nahezu 20 Prozent. Der neue Motor beschleunigt den um 122 Kilogramm leichter gewordenen Opirus laut Kia in 7,5 Sekunden auf Tempo 100 (bisher 9,2 Sekunden) und erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Trotz der deutlich höheren Leistung konnte der Durchschnittsverbrauch im Mix nach Werksangaben um 4,4 Prozent auf 10,9 Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden. An der Fünfstufen-Automatik mit manueller Schalt-Option (H-matic) hat der Hersteller festgehalten.

Was die Änderungsarbeiten an der Karosserie angeht, sprechen die Koreaner von mehr als nur einem Facelift. Die Insassensicherheit wurde durch Veränderungen an der Karosserie erhöht, darunter Verstärkungen der vorderen Spritzwand, der Querträger im Kabinenboden, der Türschweller und der B-Säulen. Erhöhten Schutz bei einem Seitenaufprall sollen neue, größere Seitenairbags in den Vordersitzen bieten, die sowohl den Beckenbereich als auch Rumpf und Brustkorb abschirmen.

Das verbesserte Handling des Fronttrieblers führen die Fahrwerksspezialisten auf die neue Radaufhängung vorn und hinten, die breitere Spur (plus 15 mm vorn, plus 30 mm hinten) sowie die breiteren 17-Zoll-Reifen (235/55) zurück. Während das Konzept der Vorderradaufhängung - doppelte Querlenker, die sich an einem Hilfsrahmen abstützen - beibehalten wurde, wurde der L-förmige untere Lenkarm umgedreht und er erhielt eine breitere Basis. Die Lenkung wurde im Hinblick auf eine Reduzierung der Vibrationen tiefer positioniert und der Nachlaufwinkel vergrößert. Hinten stützen sich am quer liegenden Hilfsrahmen jetzt separat befestigte Stoßdämpfer und Schraubenfedern ab, während das obere Gelenk "in-wheel" konzipiert ist: ein kompaktes Kia-System, das einen Teil der Aufhängung im Radinneren unterbringt, um den Kofferraum möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die neue Radaufhängung  wiegt 34 Kilogramm weniger als die bisherige.

Beim Opirus 2007 wurde auch das elektronisch geregelte Dämpfungssystem (ECS) beibehalten, allerdings die Software neu abgestimmt. Ein reaktionsschneller Rechner wertet permanent Daten über die Geschwindigkeit und eventuelle Straßenunebenheiten aus. Dementsprechend kann das System laut Kia die Härte aller vier Stoßdämpfer einzeln anpassen, um die Karosserie in Kurven, beim Bremsen und Beschleunigen möglichst waagerecht zu halten.