Land Rover präsentiert neuen Defender

 
Von Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de
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23.08.2006 - 

Land Rover hat seinen Defender für das Modelljahr 2007 überarbeitet. Der allradgetriebene "echte" Geländewagen erhielt einen neuen 2,4-Liter-Common-Rail-Turbodiesel mit mehr Leistung, verbesserter Laufruhe und einer höheren Durchzugskraft. Ein neues Sechsgang-Schaltgetriebe soll den Fahrkomfort erhöhen und das Leistungsvermögen im Gelände verbessern. Innen zeige die neue, besser integrierte Instrumententafel Fortschritte in Richtung Qualitätsanmutung und Ergonomie. Nahezu völlig unverändert hat, und das aus gutem Grund, das unverwechselbare Design des Defender die Modellpflege der Briten überstanden.

Die Höchstleistung des neuen 2,4-Liter-Diesel liegt bei 90 kW, wobei über 90 Prozent der Leistung im Drehzahlbereich von 2.200 bis 4.350 1/min bereitstehen. Er erzeugt bereits bei 2.000 1/min ein maximales Drehmoment von 360 Newtonmetern. Als "Weltauto" bietet Land Rover den Defender auch mit einer anderen Motorabstimmung an, die schwefelhaltigeren Diesel schwankender Qualität kompensiert.

Neben einem aus Gusseisen gefertigten Block verfügt der neue Defender-Diesel über einen 16-Ventil-Zylinderkopf aus Leichtmetall mit einer Common-Rail-Einspritzung von Denso. Elektromagnetische Einspritzdüsen erlauben eine exakte Steuerung und tragen damit nach Angaben des Herstellers wesentlich zur Reduzierung des Verbrennungsgeräuschs bei. Ferner sorge ein neuer Garrett-Turbolader mit variabler Turbinengeometrie für ein spürbar besseres Ansprechverhalten des Triebwerks.

Das neu entwickelte Sechsgang-Schaltgetriebe verfügt über eine größere Gangspreizung als frühere Einheiten, während der kürzer übersetzte erste Gang die Kriechgeschwindigkeit senkt. Der Drehomentzuwachs verbessere zudem die Beschleunigung in den einzelnen Gängen und erlaube im Vergleich zum bisherigen Getriebe eine um 20 Prozent längere Übersetzung des neuen sechsten Gangs. Daraus resultiere ein Plus an Laufruhe, Komfort und nicht zuletzt Wirtschaftlichkeit. Schließlich sollen individuell an jeden Gang angepasste Kennfelder eine noch exaktere und progressivere Drosselklappensteuerung gewährleisten. Und um ein Absterben des Triebwerks auch in extremen Situationen zu unterbinden, haben die Motorenspezialisten von Land Rover das "Anti-Stall"-System verbessert.

Beim Design beschränken sich die Modifikationen auf ein Minimum. Lediglich ein neues Profil der Motorhaube weist von außen auf den Modelljahrgang 2007 hin. "Das zeitlose Exterieur des Defender ist ein Synonym für funktionales Design", schwärmt Defender Design Director Dave Saddington. "Vor diesem Hintergrund haben wir das Äußere des Defender nur sehr geringfügig verändert - ganz im Gegensatz zum Innenraum. Hier wollten wir die Heizung ebenso verbessern wie die Ergonomie und die Instrumente. Dies alles gab uns die Möglichkeit, ein komplett neues Armaturenbrett zu entwickeln. Das neue Armaturenbrett ist besser integriert, robuster und wesentlicher funktioneller als die bisherige Einheit - dabei aber ohne Einschränkungen im Einklang mit dem Charakter des Defender."