Neues Katalysatorkonzept reduziert Rußfiltervolumen

 
Von Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de
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23.08.2006 - 

ArvinMeritor Emissions Technologies hat ein neuartiges Katalysatorkonzept entwickelt. Nach Angaben des US-amerikanischen Zulieferers ermöglicht es Automobilherstellern weitreichende Freiheiten bei der Auslegung komplexer Abgassysteme und hilft, Dieselpartikelfilter (DPF) in puncto Größe und Regenerationsfrequenz zu optimieren. Auch der Einsatz alternativer Filtermaterialien soll dadurch vereinfacht werden.

Das Konzept sieht den Ersatz des motornahen Diesel-Oxidationskatalysators (DOC) durch einen so genannten SootCapacitor (SC) vor. Das Prinzip des SC beruht nach Angaben der Entwickler auf der Kopplung der Katalysatorfunktion des DOC mit einer Rußreduzierung im Abgas. Ermöglicht werde dies durch den Einsatz katalytisch beschichteter Metallschäume, die einen Teil des Rußes filtern und mittels Stickstoffdioxid eliminieren. Gleichzeitig werden die gasförmigen Emissionen, wie bei Einsatz eines Standard-Katalysators, reduziert. Mit Hilfe ausgedehnte Messreihen und Simulationen und schließlich durch Optimierung der Porenstruktur und der Schaumgestaltung sei es ferner gelungen, das normalerweise hohe Gegendruckniveau eines porösen Materials deutlich zu senken. Es liege nun auf dem Niveau eines herkömmlichen Wabensubstrates.

Zu den wichtigsten Vorzügen des neuen Konzepts zählt ArvinMeritor, dass der Hauptfilter im Unterbodenbereich verbleiben kann und nicht motornah platziert werden muss, um die Rußoxidation durch NO2 optimal nutzen zu können. DeNOx-Komponenten können nach Angaben des Zulieferers optimal zwischen SootCapacitor und dem Dieselpartikelfilter integriert werden. Zudem könne der Hauptfilter kleiner dimensioniert werden, da er weniger Ruß speichern muss. Schließlich müsse der DPF seltener thermisch regeneriert werden, was sich positiv auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt.