Nissan investiert in China

 
27.07.2011 - 

Dongfeng, das chinesische Joint-Venture von Nissan, möchte umgerechnet rund 5,3 Milliarden Euro investieren. Damit plant das Joint-Venture eine Absatzsteigerung von derzeit rund 1,3 Millionen Fahrzeugen auf mehr als 2,3 Millionen Einheiten bis zum Jahr 2015, erklärt Automobilhersteller Nissan. Im Laufe der kommenden fünf Jahre werde das Unternehmen rund 30 neue Fahrzeuge einführen und dabei auch den Start eines rein elektrisch angetriebenen Null-Emissions-Fahrzeugs für den chinesischen Markt unter der neuen Marke Venucia vorbereiten.

In einem neuen Business Plan strebt Dongfeng gegenüber 2010 einen Zuwachs von einer Million Einheiten auf mehr als 2,3 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2015 an, heißt es weiter. Damit einher gehe eine Steigerung des Marktanteils auf zehn Prozent. Im Jahr 2012 soll das erste Fahrzeug der neuen Marke von Dongfeng-Nissan, Venucia, vom Band laufen. Insgesamt ist die Einführung von fünf Modellen der neuen Marke geplant; der Absatz soll bis 2015 auf 300.000 Einheiten pro Jahr steigen. "Die starke Partnerschaft zwischen Nissan und der Dongfeng Motor Corporation ist die treibende Kraft für das Wachstum in China innerhalb der letzten acht Jahre", sagt Carlos Ghosn (Bild), Präsident und CEO von Nissan. "Die in dem neuen Business Plan aufgeführten Investitionen in Kapazitäten, Produkte und Innovationen werden China dauerhaft als größten globalen Markt für Nissan etablieren."

Im Hinblick auf das erhöhte Absatzvolumen wird Dongfeng eine neue Fertigungsanlage in Changzhou zur Produktion von leichten Nutzfahrzeugen errichten, teilt Nissan mit. Zudem soll im Frühjahr 2012 eine zweite Produktionsanlage in Huadu den Betrieb aufnehmen; darüber hinaus werde noch in diesem Jahr ein Nutzfahrzeugwerk in Shiyan eingeweiht. Die bestehenden Produktionsstätten sollen erweitert werden; dazu zähle auch der Bau eines zweiten Werks in Zhengzhou. Insgesamt werde die derzeitige Produktionskapazität von 1,2 Millionen Einheiten zunächst auf 1,5 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2012 erhöht; bis 2015 soll dann eine Jahreskapazität von 2,3 Millionen Einheiten erreicht werden. Ebenfalls geplant sei der Bau neuer Motoren- und Getriebewerke.

Quelle: Katrin Pudenz | Redaktion ATZonline.de