Pilotprojekt: Bosch errichtet Diensteplattform für E-Mobilität

 
11.10.2010 - 

Eine softwarebasierte Diensteplattform für Elektromobilität sowie die dazu erforderlichen Lade- und Kommunikationsinfrastruktur soll nun die Bosch-Gruppe errichten. Für dieses Pilotprojekt hat die Gruppe kürzlich in Singapur den Zuschlag erhalten. Kunden sollen Fahrer oder Vermieter von Elektrofahrzeugen sein. Durch die internetbasierte "eMobility Solution" finden die Fahrer nicht nur freie Ladesäulen, sondern können auch Ladevorgänge im Voraus reservieren, was insbesondere in Megacitys mit begrenzter Zahl an Stellplätzen und damit Ladestationen von großer Bedeutung ist. Die E-Mobility Solution sei offen und flexibel ausgelegt, so dass auch weiterführende Geschäftsmodelle oder Mehrwertdienste, wie die Buchung spezieller Öko-Tarife oder die Routenplanung mit alternativen Transportsystemen integriert werden könnten, erklärt das Unternehmen.

Die Lösung des deutschen Zulieferers basiert auf der "Visual Rules"-Software, teilt das Unternehmen mit. Diese Software ermögliche es Fachanwendern, Geschäftsregeln IT-gestützt und eigenständig zu definieren und anzupassen. Damit werde auch weiteren Unternehmen ermöglicht, sich mit ihren Geschäftsmodellen in die Lösung zu integrieren. Das können beispielsweise Betreiber von Parkhäusern oder Gebäudekomplexen sein. Diese Lösung ist leicht an bestehende Daten- und Energienetze zu adaptieren, so dass innerhalb der bereits vorhandenen Infrastruktur einer Stadt der Aufbau eines E-Mobilitätsnetzes individuell erfolgen kann. Die Diensteplattform ist bewusst offen ausgelegt. Auf diese Weise können sich auch konkurrierende Unternehmen - beispielsweise Stadtwerke - beteiligen oder die Ladesäulen anderer Anbieter integriert werden. Damit werde ein offener Wettbewerb um kreative Dienstleistungen rund um die Elektromobilität gezielt gefördert, heißt es weiter.

Quelle: Katrin Pudenz | Redaktion ATZonline.de