PSA: Continental liefert Bordnetz-Modul für e-HDi Start-Stopp-Systeme

 
18.10.2010 - 

Der Automobilzulieferer Continental hat ein neues Bordnetz-Unterstützungsmodul genannt E-Booster, entwickelt. Mit diesem Modul will der Zulieferer die Voraussetzung schaffen, Start-Stopp-Systeme in Fahrzeugen komfortabler und effizienter zu machen. Zum Einsatz kommt das neue Modul in den Mikro-Hybrid-Systemen des französischen PSA Peugeot Citroën Konzerns. In den kommenden drei Jahren plant der Konzern, rund eine Million Fahrzeuge mit der neuen Mikro-Hybrid-Technik e-HDi verkaufen.

Um den hohen Spannungsbedarf beim automatischen Motorstart nach dem Abschalten des Dieselmotors, etwa an einer roten Ampel zu gewährleisten, setzt der Zulieferer in Zusammenarbeit mit dem US-Hersteller Maxwell auf Superkondensatoren. Diese liefern den  für den 400 Millisekunden dauernden Anlassvorgang notwendigen Strom. Die Dieselmotoren sind mit einem Start-Stopp-System der zweiten Generation ausgerüstet. Das System sorgt dafür, dass auch kleinste Standzeiten für das Abschalten des Motors genutzt werden um so den Verbrauch zu reduzieren. Bereits beim Rollen mit weniger als 20 Kilometer pro Stunde schaltet sich bei den Fahrzeugen mit Schaltgetriebe der Motor ab. Im normalen Verbrauchszyklus spart ein solches System rund fünf Prozent Kraftstoff. Bei hohen Fahranteilen im Stadtverkehr sinken Verbrauch und damit verbunden der CO2-Ausstoß um bis zu 15 Prozent, gibt der Zulieferer an. Die Mikrohybrid e-HDi-Technologie nutzt einen neuen 2,2 Kilowatt starken Starter-Generator, der als Lichtmaschine und Anlasser fungiert und 70 Prozent mehr Leistung bringt, so das Unternehmen. Um auch bei Minustemperaturen den Motorstart - mit 400 Millisekunden laut Zulieferer doppelt so schnell wie der normale Anlassvorgang - mit früherem Erreichen der Leerlaufdrehzahl zu gewährleisten, ist ein leistungsfähiges Bordnetz-Unterstützungsmodul notwendig, das die dafür erforderlichen hohen Stromspitzen liefert. Dieses Bordnetz-Modul garantiert auch, dass durch die Stromentnahme während des Startvorgangs andere Verbraucher wie Radio, Scheinwerfer oder Scheibenwischer nicht in ihrer Funktion beeinträchtig werden. Die Elektronik in diesem E-Booster steuert die Wiederaufladung der Superkondensatoren während der Rekuperation, wenn also das Fahrzeug schon beim leichten Loslassen des Gaspedals oder beim Bremsen Energie zurückgewinnt und der Generator gleichzeitig als Motorbremse wirkt.

Um die hohen Spannungsspitzen für den Startvorgang nicht aus der normalen Fahrzeugbatterie zu ziehen - was deren Lebensdauer beeinträchtigen würde -, setzt der Zulieferer auf Superkondensatoren als Energiespeicher. Diese Ultra-Capacitors sind in der Lage, hundertmal mehr Energie zu liefern wie ein normaler Kondensator und immerhin das Zehnfache einer Batterie, heißt es. Hergestellt werden die Super- oder Ultra-Caps vom amerikanischen Hersteller Maxwell. Sie sollen in 0,3 bis 30 Sekunden voll aufgeladen sein und versprechen eine Lebensdauer von einer halben Million Ladezyklen.

Quelle: Katrin Pudenz | Redaktion ATZonline.de