Leistungselektronik + Antriebe

Regenerative Energien: Ein großformatiger Energiespeicher macht Mut

Energiespeicher für die Energiewende
Quelle: Next Energy
Aus 4.700 Lithium-Ionen-Batteriezellen dient als großformatiger Energiespeicher.
21.07.2013 - 

Der Erfolg Erneuerbarer Energien hängt auch von der Möglichkeit ab, den erzeugten Strom über einen längeren Zeitraum zu speichern. Rund 4.700 Lithium-Ionen-Batteriezellen sollen künftig das Energiespeicherproblem lösen.

Von Andreas Burkert | Redaktion Springer für Professionals

Regenerative Energien stehen, im Rahmen des menschlichen Zeithorizonts, praktisch unerschöpflich zur Verfügung. Erneuerbare Energiequellen gelten vor diesem Hintergrund als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik. Doch auch wenn sie eine höhere Energieeffizienz aufweisen – gegenüber fossiler Stromerzeugung. Sie bereiten den Energieversorgern große Sorgen. Denn insbesondere das meteorlogische Energieangebot, zu denen Martin Kaltschmitt und Britta Reimers in „Erneuerbare Energien“ die solarthermisch, photovoltaisch, windtechnisch und wassertechnisch erzeugte Energie zählen, produzieren je nach Wetterlage mal mehr, mal weniger Strom.

Mit einem großformatigen Elektrizitätsspeicher, wie er soeben am Steag-Kraftwerksstandort Fenne in Völklingen, Saarland, in Betrieb genommen, wollen Wissenschaftler künftig dieses Dilemma umgehen. Das Lithium-Elektrizitäts-Speicher-System (LESSY) soll helfen, die vor allem bei erneuerbaren Energien leicht entstehende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von elektrischer Energie zu schließen.

Energiepuffer zur Netzstabilisierung

Der Speicher beruht auf der Lithium-Ionen-Batterietechnik, die speziell für die Elektromobilität entwickelt wurde. Das System ist ausgelegt auf 4.700 Lithium-Ionen-Batteriezellen mit einer Speicherkapazität von rund 700 Kilowattstunden und einer Leistung von annähernd einem Megawatt.

Die Funktion des Hochleistungselektrizitätsspeichers besteht darin, einen Puffer für den Fall zu bilden, wenn mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Der Speicher kann so zur Netzstabilisierung beitragen und ist in einem Seecontainer untergebracht. Der jetzt anlaufende Testbetrieb soll zeigen, ob Lithium-Ionen-Speicher-Systeme diese Funktion zuverlässig erfüllen können.

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