Sechsgang-Automatikgetriebe setzen sich weltweit durch

 
27.11.2006 - 

Der Getriebehersteller ZF gab letzte Woche am Rande eines Fachpresse-Workshops in Friedrichshafen bekannt, dass Sechsgang-Automatikgetriebe mittlerweile einen Anteil von 90 Prozent an der Gesamtproduktion von Getriebeautomaten haben. Von rund einer Million im Werk Saarbrücken produzierten Stufenautomaten entfallen nur noch rund 100.000 Einheiten auf Fünfgang-Automatikgetriebe.   Dr. Gerhard Wagner, für die Produktentwicklung zuständiges Mitglied der Geschäftsführung der ZF Getriebe GmbH, Kressbronn, zeigte sich davon überzeugt, dass die Sechsgangautomatik sich auch weltweit durchsetzen würde. In den USA sei ein Trend zu beobachten, dass Automobilhersteller direkt von der dominierenden Viergang- auf die Sechsgangautomatik umstellten.   ZF hatte erst vor wenigen Monaten mit der Produktion der zweiten Generation von Sechsgang-Automatikgetrieben begonnen. Diese neue Generation zeichnet sich durch neue Drehmoment-Wandler (Bild) aus, die durch verbesserte Torsionsdämpfung einen Betrieb mit geschlossener Wandlerkupplung in nahezu allen Betriebspunkten oberhalb des ersten Ganges erlauben. Bei einem Antriebsstrang mit Dieselmotor sei im Vergleich zur ersten Generation der Sechsgangautomaten eine Verbrauchseinsparung von bis zu sechs Prozent möglich. Die erste Applikation des Getriebes 6 HP 26 im BMW 335i Coupe wurde in der Oktober-Ausgabe der ATZ bereits beschrieben.

Künftige Getriebegenerationen von ZF könnten wieder mit Magnesiumgehäusen gefertigt werden. Der Zulieferer untersucht derzeit zwei Legierungen, die eine Gewichtseinsparung von rund drei Kilogramm ermöglichen. Motiv für diese Grundlagenuntersuchung ist vor allem der stark gestiegene Aluminiumpreis, der Magnesiumguss hinsichtlich der Kosten wieder konkurrenzfähig macht.

Quelle: Johannes Winterhagen | Redaktion ATZonline.de