Virtuelle Instrumente in der Praxis: 15. Technologie- und Anwenderkongress

 
Von Jörg Christoffel | Redaktion ATZonline.de
Anzeige
28.10.2010 - 

Der zweitägige VIP-Kongress 2010 in Fürstenfeldbruck ist modularen und skalierbaren Plattformen für Prüf- und Messaufgaben gewidmet. National Instruments (NI) als Entwickler der Tool-Basis veranstaltet das Treffen am 27. und 28. Oktober unter dem Motto "Virtuelle Instrumente in der Praxis" zusammen mit 30 ausgewählten Produktpartnern und Systemintegratoren. Die Zahl von rund 600 angemeldeten Teilnehmern passt zu dem, was Michael Dams, Director Central Europe NI, in seiner Eröffnungsrede sagte: Die Krise von 2009 scheint überwunden. Im Anschluss an den Anwenderkongress findet ein Dozenten- und Ausbildertag statt, der den Stellenwert des dringend erforderlichen Nachwuchses in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) widerspiegelt.

Gastredner Johannes Lackmann, Geschäftsführer des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (ZRE), wies darauf hin, dass der traditionelle Appell an die Technikbegeisterung des Nachwuchses allein nicht mehr reiche. Vielmehr sei es nötig, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen viel stärker in das Berufsbild von Ingenieuren einzubeziehen. Als Paradebeispiel nannte er die Herausforderungen in der Automobilindustrie und namentlich die Elektromobilität.

Mit neun Vorträgen bildete der Automobilbereich denn auch einen der Branchenschwerpunkte der NI-Tagung. Bei den Präsentationen reichte das Anwendungsspektrum der eingesetzten NI Hard- und Software (etwa LabView) von hochdynamischen Prüfständen für aktive Prüflinge über die Effizienzsteigerung bei Fahrdynamiktests bis hin zum Robotertestsystem für die haptische und optische Prüfung von Bedienelementen. Raman Jamal, Technical Director Central Europe bei NI, sagte voraus, virtuelle Instrumentierung auf Basis des offenen Standards PXI werde im Automobilbereich weiter an Bedeutung gewinnen. Als Beispiel für aktuelle Themen nannte er die Einbindung von Entwicklungsmodellen in die Messtechnik.

(Bild: Systec)