VW interpretiert Scirocco-Idee neu

 
25.08.2006 - 

Am Donnerstag, 24. August 2006, hat VW im Hangar 2 des Flughafens Berlin-Tempelhof die Sportwagenstudie "Iroc" vorgestellt. Dass dieses Design-Konzept ein Vorbote des neuen Scirocco ist, der im Jahr 2008 aus Portugal kommen wird, verrät bereits sein Name: Iroc ist exakt der mittlere Bestandteil der Modellbezeichnung "Sc-Iroc-co". Ebenso wie der erfolgreiche Vorgänger, vor mehr als 30 Jahren von Giorgetto Giugiaro gestylt, soll auch der Iroc durch seine Formen einen stilistischen Wendepunkt markieren.

Bei dem Neuen handelt es sich jedoch nicht wie beim Ur-Scirocco um ein klassisches Coupé, sondern um einen reinrassigen Sportwagen. Er ist 4.240 Millimeter lang, 1.800 breit sowie 1.400 Millimeter hoch und nutzt mit kurzen Überhängen den Radstand von 2.680 Millimetern effizient für das Raumangebot im Inneren aus. Zudem besitzt der Iroc ein extrem langes Dach und ein vergleichsweise steiles Heck. Dadurch ergibt sich besonders im Fond ausreichend Platz für zwei Erwachsene und reichlich Gepäck.

Angetrieben wird der Iroc von einem 155 kW starken Vierzylinder-TSI-Motor, intern Twincharger genannt. In diesem Jahr wurde erstmals ein TSI-Motor, der zurzeit zu dem effizientesten Vierzylinder-Ottomotoren überhaupt zählt, in einem Golf GT eingesetzt. Er ist durch die Kombination von Kompressor und Turbolader gekennzeichnet, wobei der Kompressor die für Ottomotoren mit Turboaufladung typische Anfahrschwäche kompensiert. Der Turbolader hingegen sorgt bei höheren Drehzahlen für das Plus an Leistung. Grundsätzlich sei für den Iroc ein großes Spektrum aufgeladener Ottomotoren denkbar, das bei einer Leistung deutlich unter 110 kW beginnen könnte, teilte Volkswagen gestern mit. Jeder theoretisch im Iroc einsetzbare Motor müsse dabei lediglich eines garantieren: nämlich Fahrspaß.

Quelle: Thomas Jungmann | Redaktion ATZonline.de