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Über dieses Buch

In weiteren 50 Unternehmensbeispielen wird vorgestellt, wie man in der Produktion Energie und Material einsparen kann. Das Projekt wurde in Baden-Württemberg mit der Unterstützung der Wirtschaftsverbände und der Landesregierung durchgeführt und ist ein Leitprojekt der Landesstrategie Ressourceneffizienz. Die Beispiele dienen gleichermaßen Mitarbeitern aus Unternehmen, Fachleuten und Hochschulangehörigen, die wissen wollen, wo man in der Praxis ansetzen kann, wenn Ressourceneffizienz umgesetzt werden soll.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung in das Thema

Frontmatter

1. Auswertung der Fallbeispiele

In den Jahren 2014 bis 2017 konnten sich Unternehmen in Baden-Württemberg mit ihren Praxisbeispielen um eine Aufnahme in die Initiative „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“ bewerben. Die Auswahl der Fallbeispiele aus den eingegangenen Bewerbungen erfolgte durch eine Fachjury. Dabei waren die Höhe der Einsparungen, der Innovationsgehalt der Maßnahme sowie deren Transferpotenzial entscheidende Auswahlkriterien. Insgesamt wurden 106 Praxisbeispiele von der Jury ausgewählt. In Band 1 und 2 sind davon 103 Fallbeispiele abgedruckt. In drei Fällen konnte keine Fallbeispielbeschreibung erstellt werden.

Mario Schmidt, Christian Haubach, Marlene Preiß, Hannes Spieth, Joa Bauer

2. Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Im 100-Betriebe-Projekt wurden Beispiele ausgewählt, durch die sowohl energetische als auch nicht-energetische Ressourcen eingespart werden. Insgesamt werden damit jedes Jahr neben den eigentlichen Rohstoffen auch Emissionen von ca. 350.000 t Kohlendioxid (CO2) vermieden. Dieser Wert ist sehr beachtlich und zeigt die Bedeutung der Ressourceneffizienz für den Klimaschutz.

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3. Roadmap Umwelttechnik und deren Bezüge zur Ressourceneffizienz

Um für die in Baden-Württemberg wichtige Branche der Umwelttechnik die aussichtsreichsten Zukunftstrends zu erfassen, hat Umwelttechnik BW im Jahr 2017 gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO und dem INEC der Hochschule Pforzheim eine „Roadmap Umwelttechnik“ erarbeitet.

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4. Effizienz, Ressourcen und der Reboundeffekt

Effizienz ist ein Begriff, der in Technik und Wirtschaft vielfältig eingesetzt wird. Er ist immer dann von Bedeutung, wenn etwas knapp ist und möglichst gewinnbringend oder nutzenstiftend eingesetzt werden soll. Man kann Effizienz als das numerische Verhältnis von Nutzen zu Aufwand verstehen. So ist es beispielsweise auch in der Richtlinie 4800 des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) zur „Ressourceneffizienz“ definiert: als „Verhältnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafür nötigen Aufwand“. Effizienz ist damit eine relative Größe. Sie bezieht sich stets auf eine Einheit einer Größe, z. B. der gleichen Menge Rohstoff oder Energie. Die umgekehrte Größe, Aufwand pro Nutzen, wäre dann die Intensität: Wie viel Energie oder Rohstoff wird für eine Nutzeneinheit benötigt?

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5. Lean Production und Ressourceneffizienz

Bei vielen Fallbeispielen des 100-Betriebe-Projekts, insbesondere in der Fertigungsindustrie, taucht ein Begriff immer wieder auf: Lean Production. Unternehmen, die sich mit der „schlanken Produktion“ befasst hatten, waren für Ressourceneffizienzmaßnahmen besonders aufgeschlossen. Und umgekehrt: Unternehmen, die an Ressourceneffizienzprojekten teilgenommen hatten, waren danach daran interessiert, nun auch das Thema Lean Production anzugehen. Tatsächlich gibt es eine große Schnittmenge zwischen „Lean“ und Ressourceneffizienz, sowohl bei den Zielsetzungen als auch bei den Methoden zur Implementierung im Unternehmen.

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Unternehmensbeispiele

Frontmatter

Lebensmittelindustrie

6. Ganz schön gerührt

Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG gehört mit ihrer bekannten Schokoladenmarke RITTER SPORT zu den erfolgreichsten Süßwarenunternehmen unserer Zeit in Familienhand. Insgesamt umfasst allein das 100 g Tafelsortiment von RITTER SPORT 28 Sorten. Hinzu kommen Minis, Großtafeln und Schokowürfel mit teilweise eigenen Sorten sowie speziell für (saisonale) Anlässe entwickelte Rezepturen.

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7. Durch MFCA zu höherer Ressourceneffizienz in der Apfelessigherstellung

Die Friedrich Feldmann GmbH & Co. KG produziert sowohl Gärungsessig als auch Apfelessig und ist Lieferant vieler Handelsunternehmen. Im Lebensmittelhandel führen kleine Gewinnspannen zu einem relativ hohen Kostendruck auf die Hersteller. Gleichzeitig bildet sich sowohl bei Verbrauchern als auch im Unternehmen ein wachsendes Bewusstsein für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen aus. Diese beiden Umstände führen dazu, dass ein sparsamer Umgang mit Ressourcen für das Unternehmen, sowohl aus Kostensicht als auch im Hinblick auf die Umweltbilanz seiner Produkte, von großer Bedeutung ist.

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Textilindustrie

8. Materialflusskostenrechnung in der Variantenfertigung

Die Junker-Filter GmbH ist am Filtermarkt als Unternehmen bekannt, das in der Lage ist, Sonderlösungen für komplexe filtrationstechnische Herausforderungen zu entwickeln und spezifische Lösungen in Kooperation mit Großanlagenbauern umzusetzen. Historisch resultiert hieraus sowohl eine enorme Vielfalt an Qualitäten als auch an Ausführungsvarianten. Darüber hinaus hat sich bei der Junker-Filter GmbH, bedingt durch die vielen verschiedenen Anwendungsgebiete, ein enormes Portfolio an technischen Textilien für die Filtration angesammelt.

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9. SMART-TEX

Die SATEMA – Corporate Fashion GmbH ist ein auf Veredelung und Konfektion von Textilien spezialisiertes Unternehmen, welches sich im globalen Wettbewerb mit Textilbetrieben in Asien, Nordafrika und Osteuropa befindet. Neben der maschinellen Konfektion verfügt SATEMA über umfangreiche Technologiekompetenz im Bereich Stick, Druck und Konfektionierung. Der Maschinenpark besteht aus Stick-, Näh- und Druckzentren verschiedener technologischer Reifegrade. Wesentliche Differenzierungsmerkmale von SATEMA im internationalen Wettbewerb sind Reaktionsschnelligkeit bei gleichzeitig sehr hohem Individualisierungsgrad der Endprodukte.

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10. Effizienz hat ihren Preis – Einsparungen durch höheren Einkaufspreis

SWU Special Yarns ist am Standort Waldkirch auf die Herstellung von Industriegarnen und -zwirnen spezialisiert. In den letzten 100 Jahren hat sich die Textilindustrie dramatisch verändert. So sank die Zahl der Beschäftigten, insbesondere in den Spinnereien, zwischen 1995 und 2006 um 64 % und der Umsatz verringerte sich um 20 %. Der globale Wettbewerbsdruck ist enorm. SWU Special Yarns konnte in diesem Umfeld, auch als KMU, wettbewerbsfähig bleiben, weil schon lange und kontinuierlich die Produktionsprozesse optimiert wurden. Um dem steigenden Kostendruck in der Textilbranche zu begegnen, wollte SWU Special Yarns weitere Möglichkeiten finden, bei gleichbleibend hoher Qualität Produktionskosten einzusparen.

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Holzindustrie

11. Wärmenutzungskonzept zur Trocknung von Rindenmulch als Brennstoff

Die Finkbeiner KG betreibt seit vielen Jahren am Standort Steinbis ein Säge- und Hobelwerk. Dort werden ca. 180.000 Festmeter Holz pro Jahr, das sind etwa 30 Lkw-Ladungen pro Tag, verarbeitet. Im Jahr 2015 wurde ein Heizkraftwerk in Betrieb genommen. Das Heizkraftwerk wird mit Spänen aus dem Sägewerk gespeist und liefert bis zu 1,4 MW elektrische Leistung. Der produzierte Strom wird ins Netz eingespeist.

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Papierindustrie

12. Abwasserreduzierung in der Papierindustrie mit Membranbioreaktor

Für Köhler Pappen sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit keine Schlagworte, sondern integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit. So verarbeitet das Unternehmen 95 % Altpapier. Durch die hohe Sortenvarianz, insbesondere durch stark gefärbte Pappen, werden hohe Anforderungen an den Wasserkreislauf und die Wasseraufbereitung gestellt.

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13. Spieglein, Spieglein an der Wand

Die Gaster Wellpappe GmbH & Co. KG ist auf die Herstellung und Verarbeitung von Wellpappe spezialisiert. Im Heidelberger Werk Pfaffengrund fertigt das Unternehmen Verpackungen aus Wellpappe. Das Produktportfolio reicht dabei von der einfachen Zwischenlage für Sauerkonserven, über Stegsätze und Einlagen für Kombiverpackungen, bis hin zur fertigen Faltschachtel, die vom Kunden mit einem einzigen Handgriff aufgerichtet werden kann.

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Chemische Industrie

14. Jedes Gramm zählt – Bedarfsgerechte Produktion bei DRACHOLIN

DRACHOLIN ist seit über 75 Jahren Spezialist für die Herstellung von Innen- und Fassadenfarben, Fertig- und Trockenputzen sowie Ofenund Spezialputzen. Im immer anspruchsvolleren Segment der Baustoffindustrie ist DRACHOLIN seit Beginn für die hervorragende Qualität bei Putzen und Farben bekannt. Als gefragter Lieferant für überwiegend regionale Unternehmen der Baubranche zeichnen sich die Produkte durch ihre Langlebigkeit und Farbechtheit aus.

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15. Neuer Wasserstoffverbund reduziert CO2-Emissionen

Evonik stellt in Rheinfelden unter anderem AEROSIL® her, das sich in vielen Produkten des Alltags findet, z. B. in Zahnpasta, Farben und Lacken oder auch LED-Lampen. AEROSIL® verbessert die Eigenschaften dieser Produkte und macht sie in vielen Fällen energiesparender, wie z. B. als Bestandteil von wärmedämmenden Türen in Kühlschränken. AEROSIL® ist ein weißes Pulver und chemisch gesehen eine Art Sand, der in einem Verbrennungsprozess hergestellt wird. Produziert wird diese sogenannte pyrogene Kieselsäure aus Wasserstoff, der chemischen Verbindung Chlorsilan sowie entfeuchteter Luft. Bisher wurde bei Evonik der hierfür benötigte Wasserstoff mit Erdgas hergestellt. Dabei entstehen allerdings spezifische CO2-Emissionen.

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16. Energetische und stoffliche Verwendung von Abfall-Kondensat – ein Beitrag zur Nachhaltigkeit

Die FUCHS SCHMIERSTOFFE GMBH stellt Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten in vier deutschen Werken her. Am Standort Mannheim sollte ein neues Prüffeldgebäude mit 1.200 m2 Nutzfläche für 10 bis 15 zusätzliche Prüfstände zur mechanischen Erprobung von Schmierstoffen erbaut werden. Dabei sollte auch ein besonderes Augenmerk auf den zukünftigen nachhaltigen Betrieb des Gebäudes gelegt werden. Maßnahmen wie Gebäudedämmung, LED-Beleuchtung und Lüftungsanlagen mit maximaler Wärmerückgewinnung waren eingeplant.

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17. Cube it Simple - Verpackungsalternative für Verlegewerkstoffe

Die Uzin Utz AG aus Ulm ist auf die Herstellung bauchemischer Produktsysteme für die Verlegung von Bodenbelägen aller Art spezialisiert. In seiner Nachhaltigkeitsstrategie hat das Unternehmen den effizienten Umgang mit Ressourcen als ein wesentliches Ziel definiert. Um dieses Ziel zu erreichen, wird im Unternehmen beständig nach Ansatzpunkten zur Steigerung der Ressourceneffizienz gesucht.

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Pharmazeutische Industrie

18. Licht ohne Schatten – Feedback durch softwaregesteuerte Beleuchtung

Die Boehringer Ingelheim GmbH & Co. KG, ein forschungsorientiertes Pharmaunternehmen, unterhält im oberschwäbischen Biberach an der Riß ihren größten Forschungs- und Entwicklungsstandort. An Industriestandorten gibt es viele Ansatzpunkte, um den Energieverbrauch zu reduzieren. So setzte Boehringer Ingelheim in den vergangenen 15 Jahren eine Vielzahl an technischen Maßnahmen um, wodurch der Energiebedarf am Standort Biberach pro Quadratmeter Nutzfläche um über 30 % reduziert werden konnte. Die mit Abstand größte Einsparung wurde im Bereich Gebäude- und Anlagentechnik realisiert, insbesondere durch Anpassung der Betriebsweise der Lüftungs-, Wärme-, Kälte- und Elektrotechnik.

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19. Continuous Manufacturing Technology – ein neuer Prozessfluss in der nachhaltigen Arzneimittelproduktion

Pfizer, einer der weltweit größten Pharmakonzerne, hat im Jahr 2009 einen global gültigen Nachhaltigkeitsplan verabschiedet. Dieser enthält u. a. auch eine verbindliche Zielsetzung bezüglich CO2-Emissionen, Wasserverbrauch und Abfallvermeidung. Das Freiburger Werk nimmt innerhalb des Pfizer-Konzerns eine Vorreiterrolle ein. Einer langfristig angelegten Strategie folgend wurden seit Ende der 1990er Jahre konsequent nachhaltige Technologien implementiert. Dazu gehören geothermische Heizung und Kühlung von Gebäuden, Photovoltaik, die Verwendung von Biomasse zur Energieerzeugung und zahlreiche innovative Techniken wie die adiabate Kühlung von Laborbereichen und eine Pilotanlage zur Trocknung von Prozessluft mittels Sonnenenergie. Vervollständigt wird das Gesamtkonzept durch eine entsprechende Gebäudetechnik mit einem Online-Monitoring der Energieströme.

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Gummi- und Kunststoffindustrie

20. Dünnwandtechnologie im technischen Kunststoffspritzguss

Die Hans Fleig GmbH ist auf die Konstruktion und Herstellung von Spritzgießwerkzeugen spezialisiert. Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählt dabei der technische Kunststoffspritzguss für weltweit agierende Partner aus der Automobil-, Elektronik-, und Lebensmittelindustrie sowie der Medizintechnik.

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21. Geschlossener Wertstoffkreislauf

Seit über 50 Jahren bietet die Joma-Polytec GmbH ihren Kunden ein breites Produktportfolio an technischen Kunststoffteilen und anspruchsvollen Problemlösungen in den Bereichen Kunststofftechnik, Extrusion und hydromechanische Pumpentechnik. Die gefertigten Produkte kommen weitestgehend in der Bau-, Automobil- und Medizinindustrie zum Einsatz.

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22. Energie- und Ressourceneffizienz durch Mehrfachnutzung hochwertiger Rohstoffe

Die puren gmbh aus Überlingen zählt zu den Pionieren der Polyurethan-(PUR)-Hartschaumtechnologie. Das Unternehmen produziert für unterschiedliche Branchen und Anwendungsbereiche Konstruktionsdämmstoffe und Funktionswerkstoffe aus PUR-Hartschaum und Polyisocyanurat-Hartschaum (PIR).

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Verarbeitung von Steinen und Erden

23. Schonung von Kiesressourcen – Beton mit rezyklierter Gesteinskörnung

Einerseits wird in Baden-Württemberg, vor allem im Ballungsraum Stuttgart, viel gebaut, andererseits werden etliche Gebäude abgerissen. Dabei entsteht Bauschutt aus unterschiedlichen Materialien – darunter auch mineralischer Bauschutt. Dieser ist zu schade zum Deponieren, zumal Deponieflächen knapp sind. Durch entsprechende Aufbereitung dieses Materials entsteht die sogenannte rezyklierte Gesteinskörnung, die als Zuschlagstoff im Beton verwendet werden kann. Diese rezyklierte Gesteinskörnung ersetzt bei der Betonherstellung teilweise Primärrohstoffe wie Kies und Splitt. In diesem Fall spricht man dann von R-Beton, was für „ressourcenschonenden Beton“ steht.

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Metallverarbeitende Industrie

24. Intelligentes Wärmepumpensystem hält die Luft rein und schont Ressourcen

Die Albert Rechtenbacher GmbH mit Sitz in Bopfingen auf der Ostalb ist Experte für Oberflächentechnik, d. h. Oberflächenveredelung bzw. Oberflächenbehandlung. Das Leistungsspektrum reicht von der Klavierlackbeschichtung über Nanobeschichtung, Nasslackbeschichtungen für die Automobilindustrie, Softlackbeschichtungen, die in der Medizintechnik zum Einsatz kommen, bis hin zur Pulverbeschichtung für den Stahl- und Metallbau.

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25. Untersuchung und Bewertung von Optimierungsmaßnahmen mit Hilfe der Materialflusskostenrechnung

Die international normierte Methode der Materialflusskostenrechnung bzw. Material Flow Cost Accounting (MFCA) kann als Analyse- und Bewertungsmethode für Ineffizienzen und zur Identifizierung von Effizienzpotenzialen im Produktionsprozess dienen. Mit Materialverlusten geht immer eine Verringerung der Wertschöpfung einher, da hierfür neben den Rohstoffen auch Energie und Personal eingesetzt wurden. Darüber hinaus kommt noch eine mögliche (Zusatz-) Beanspruchung von Produktionskapazitäten hinzu.

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26. Von der Handarbeit zur Serienproduktion – Ressourcenoptimierung durch Kopplung von zwei CNC-Bearbeitungszentren an ein automatisiertes Palettenzugriffslager

Die Erwin Wimmer GmbH aus Abstatt ist auf die hochqualitative Lohnfertigung im Maschinen- und Werkzeugbau spezialisiert. Der Maschinenpark des Unternehmens erlaubt die Komplettfertigung von Dreh- und Frästeilen in allen Auflagen, die im Maschinenbau, Schiffbau sowie der Pharma- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen.

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27. Optimierung von Werkzeugmaschinen – neue Wege zur Ressourceneffizienz

Die Firma EZU-Metallwaren GmbH & Co. KG ist auf die Herstellung von Präzisionsdrehteilen und die Be- und Verarbeitung von Tiefziehteilen und Rohlingen spezialisiert. Drehteile von EZU-Metallwaren sind in nahezu allen Branchen zu finden, wobei die wichtigsten Kunden mit einem Anteil von 80 % aus der Automobilindustrie stammen. Bei Lenkungen, Getrieben, Airbags, Tank- und Riemenspannsystemen sowie in der Common-Rail- und Einspritztechnologie ist EZU-Metallwaren ebenso versiert wie im Nocken- und Zusatzaggregatebau. Bei EZU-Metallwaren werden heute täglich ca. 500.000 Präzisionsdrehteile und bearbeitete Rohlinge einer komplexen, maschinellen Vollprüfung (100%-Kontrolle) unterzogen.

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28. Nachhaltige Investition in Shuttle-Technologie

Schon Ende der 1970er Jahre hatte sich die Unternehmensgruppe fischer entschieden, mit dem Global Distribution Center (GDC) einen zentralen Auslieferstandort in Waldachtal zu errichten. Das GDC dient als Nachschublager für alle fischer Landesgesellschaften und Importeure in über 100 Ländern sowie als Auslieferungslager für Kunden in Deutschland und Frankreich. Seit seiner Gründung haben sich die Anforderungen an das GDC stetig verändert. So lässt sich bei den Kundenaufträgen ein Trend hin zu kleineren Losgrößen und variablerem Orderverhalten erkennen. Die höhere Frequenz in der Logistik erfordert ein hohes Maß an Agilität, um alle Kundenwünsche in entsprechender Qualität und Zeit erfüllen zu können.

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29. Optimierung der Materialeffizienz im Produktionsprozess eines Drahtwälzlagers

Zu den Hauptprodukten der Franke GmbH zählt ein hochdynamisches Drahtwälzlager für eine medizintechnische Anwendung. Drahtwälzlagern liegt ein einfaches, aber geniales Prinzip zugrunde. Einzelne Laufringe aus Draht sind mit einer Laufbahn versehen, die exakt an den Durchmesser der Wälzkörper angepasst ist. Der Abrollvorgang erfolgt dadurch nicht unmittelbar zwischen Wälzkörper und umschließender Konstruktion, sondern reibungsarm auf den vier offenen Laufringen. Dieses Konstruktionsprinzip ermöglicht die freie Gestaltung der umschließenden Konstruktion bezüglich Geometrie und Werkstoffwahl.

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30. MIA – Material- und Informationsflussanalyse

Die Kernkompetenz der mittelständischen Grieshaber GmbH & Co. KG sind spanend hergestellte Präzisionsteile aus Nichteisenmetallen und rostfreien Stählen.

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31. Hochtemperatur- Wärmerückgewinnung aus Härteöfen

Der Zahnrad- und Getriebespezialist IMS Gear betreibt an seinem Standort in Donaueschingen eine der weltweit modernsten Härtereien. Dort werden die unterschiedlichen Bauteile in Härteöfen Wärmebehandlungen unterzogen, um die Werkstoffeigenschaften zu optimieren. Bisher wurde die an den Härteöfen entstehende Abwärme ungenutzt an die Raumluft abgegeben und ging somit verloren. In der Härterei werden neben den Öfen vier Reinigungsanlagen zum Reinigen der Teile betrieben, die elektrisch beheizt werden müssen. Der hierfür nötige Strombedarf beläuft sich jährlich auf rund 1.000 MWh. Da es IMS Gear wichtig ist, sowohl Maßstäbe bei der Qualität seiner Prozesse und Produkte als auch in punkto Nachhaltigkeit und Effizienz zu setzen, widmete sich das Unternehmen der Frage, ob und wie sich die Abwärme der Öfen für das Beheizen der Reinigungsanlagen nutzen lässt. Das Ziel des Projekts war es, die Lösemittel-Reinigungsanlagen ohne eine zusätzliche elektrische Beheizung mit der vorhandenen Prozessabwärme betreiben zu können.

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32. Gesteigerte Ressourceneffizienz mit neuen Laserbearbeitungsmaschinen von Trumpf

Die Roland Deeg GmbH ist auf die Bearbeitung von Blechen spezialisiert. Das Leistungsspektrum reicht dabei vom Laserschneiden, Biegen, Zerspanen und Schweißen bis hin zur Montage. Die Kunden kommen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobilindustrie. Dem Unternehmen ist es wichtig, über den Tellerrand des Lohnfertigens hinauszublicken und Kundenwünsche nicht einfach nur zu erfüllen, sondern zusammen mit den Kunden Lösungen und Verbesserungen zu entwickeln.

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33. Ressourceneffizienz durch Produktentwicklung am Beispiel des Toleranzausgleichselements

Springfix Befestigungstechnik produziert am Standort Salach Komponenten, die vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Ein wichtiges Produkt in diesem Markt sind Toleranzausgleichselemente (TAE). Diese Elemente sind verstellbar und ermöglichen durch Ausdrehen einen Toleranzausgleich zweier Anbauteile bei der Montage eines Kraftfahrzeugs. Es werden dadurch Spaltmaße angepasst und Toleranzschwankungen, bspw. zwischen Scheinwerfer und Karosserie, ausgeglichen. Der geschätzte weltweite Jahresbedarf an Toleranzausgleichselementen liegt derzeit bei rund 12 bis 15 Mio. Stück.

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34. Effizienzsteigerung einer Rückkühlanlage

Die Wieland-Werke AG am Standort Ulm ist auf die Herstellung von Halbfabrikaten aus Kupfer und Kupferlegierungen spezialisiert. Die Produktpalette umfasst u. a. Bänder, Bleche, Stangen, Rohre und Gleitlager, die in unterschiedlichen Branchen zum Einsatz kommen. Bei ihrer Herstellung werden Umform- und Wärmeprozesse eingesetzt. Um die nicht nutzbare Restwärme innerhalb dieser Prozesse abzutransportieren, nutzen die Wieland-Werke Rückkühlanlagen. Diese verfügen über zwei Kühlkreisläufe. Das Wasser des Primärkreislaufs kühlt den Prozess ab. Das nun warme Wasser des Primärkreislaufs überträgt mittels eines Wärmetauschers die aufgenommene Energie an das Kühlwasser des Sekundärkreislaufs. Die Rückkühlanlagen laufen ganzjährig auf Sommerbetrieb, damit sie an heißen Sommertagen die volle Kühlleistung erbringen können. Mit Hilfe eines Frequenzumrichters könnten einzelne Komponenten der Rückkühlanlagen auf die Wetterlage der jeweiligen Jahreszeit abgestimmt werden.

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Feinmechanische Industrie

35. REProMag – Ressourceneffiziente Produktion von Magneten

Die 1904 gegründete Firma OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Ispringen im Nordschwarzwald gehört zu den führenden Herstellern komplexer, im Metallpulverspritzgussverfahren gefertigter Bauteile. Seit dem Jahr 1996 werden für die Branchen Automotive, Luftfahrt, Telekommunikation und Feinmechanik kleinste, hochkomplexe Metallbauteile in Serie hergestellt, die herkömmlich nicht oder nur unwirtschaftlich herstellbar wären. OBE setzt mit dieser Technologie stetig neue Maßstäbe, z. B. mit der Entwicklung spezieller Materialien für die Technologie des Metallpulverspritzgusses (Metal Injection Moulding, MIM).

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Softwareentwicklun

36. Nachhaltiges Bürogebäude – Ökologie + Ökonomie + Mitarbeiterfreundlichkeit

Vector Informatik ist der weltweit führende Anbieter von Werkzeugen, Softwarekomponenten und Dienstleistungen zur Entwicklung von Automobilelektronik. Der bisherige Unternehmensstandort in Stuttgart-Weilimdorf kam bei dem schnell wachsenden Unternehmen an seine Kapazitätsgrenzen, so dass eine Erweiterung notwendig wurde. Neben Büroräumen sollten auch eine Kantine für den Standort sowie ein großer Schulungsbereich in das neue Gebäude integriert werden. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den vorhandenen Gebäuden konnte in dem bestehenden Gewerbegebiet eine Fläche für den Neubau erworben werden. Dieser Neubau sollte zusammen mit den vorhandenen Gebäudeteilen einen modernen und attraktiven Campus bilden und Entwicklungsmöglichkeiten für das zukünftige Unternehmenswachstum bieten.

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Elektroindustrie

37. Ressourcenminimierung durch Teilautomation

Als Systemlieferant hat sich die ANSMANN AG auf die Entwicklung und Fertigung individueller und mobiler Stromversorgungen spezialisiert. Mehr als 20 Jahre Erfahrung machen ANSMANN zum Experten rund um Akkus, Akkupacks, Primärbatterien, Ladegeräte und Netzteile. ANSMANN entwickelt auf Kundenwunsch alle Komponenten, die Hard- und Software sowie die Mechanik und übernimmt die Zertifizierung der Systeme. Unter anderem ist ANSMANN für Gerätehersteller in den Bereichen Antriebssysteme, Medizintechnik und Gartengeräte tätig.

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38. EEP und EEP2 – Energieeffizienz im Siemens Industriepark Karlsruhe und im Siemens-Werk Rastatt

Der effiziente Umgang mit Ressourcen und das Eingrenzen von Umweltbelastungen, z. B. der CO2-Emissionen, zählen zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Umweltschutz, Energieeffizienz und damit ein optimierter Einsatz der Ressourcen sind wichtige Themen, auch für einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Produktionsbetrieb. Die Siemens AG hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu wirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde von Siemens das Energieeffizienzprogramm (EEP) ins Leben gerufen. Das EEP deckt gebäude- und produktionsspezifische Einsparpotenziale auf und setzt zielgerichtet individuelle Maßnahmen um. Im Rahmen des EEP2-Programms, der Fortführung des EEP, werden von 2015 bis 2020 konzernweit 100 Mio. Euro für die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen bereitgestellt, mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß um 80.000 t pro Jahr zu reduzieren.

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39. Ätzmittelrecycling und Kupferrückgewinnung in einer alkalischen Ätzlinie

Die Würth Elektronik Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Niedernhall (Hohenlohe) umfasst drei Unternehmensbereiche. Der Unternehmensbereich Würth Elektronik Circuit Board Technology (CBT) hat sich als einer der führenden Leiterplattenhersteller Deutschlands etabliert. Das Produktportfolio reicht von Mustern und Prototypen über mittlere Serien bis hin zu großen Volumina. Aus einer Hand finden Elektronikentwickler alle gängigen sowie viele innovative Leiterplattentechnologien bis hin zu Systemlösungen. Täglich passieren über 120 neue Leiterplattendesigns die Fertigungen.

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Maschinenbau

40. Entwicklung eines Seilantriebs mit geteilten Kunststoffseiltrommeln für Spezialmaschinen in der Wasserentnahme

Die Aqseptence Group GmbH in Karlsruhe ist ein global anerkannter Hersteller von Ausrüstungen zur mechanischen Wasseraufbereitung. Für Kläranlagen, Kraftwerke, Meerwasser-Entsalzungsanlagen sowie Pumpstationen konstruiert, fertigt und montiert die Aqseptence Group GmbH Systeme und Komponenten.

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41. Ressourcen- und energieeffiziente Neuentwicklungen mit Hilfe der Software bw!MFCA

Die Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG entwickelt und produziert Filteranlagen und Komponenten für nahezu alle Industriebereiche. Die Verwendung unterschiedlicher Filtertechnologien und das umfassende Abscheiderprogramm ermöglichen den breiten Einsatz der Produkte in vielen industriellen Anwendungsbereichen. Für die Rückschlagklappe ProFlap, die in Entstaubungsanlagen der explosionstechnischen Entkopplung eines Abscheiders von der angeschlossenen Rohr leitung dient, war aufgrund geänderter Prüfvorschriften eine Neuzertifizierung erforderlich.

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42. Wärme zum Nulltarif - Energieeinsparungen durch Abwärmenutzung bei Druckluftstationen

Die ALMiG Kompressoren GmbH mit Sitz in Köngen ist einer der führenden Anbieter intelligenter Druckluftsysteme. Diese sind durch ihre Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz ein wichtiger Produktions- und Ertragsfaktor für jeden Kunden. Ein in diesem Zusammenhang bisher unterschätztes Energieeinsparpotenzial bietet die Wärmerückgewinnung. Während bereits immer mehr Kunden die Vorteile von drehzahlgeregelten Schraubenkompressoren zu schätzen wissen, machen sich nur wenige Gedanken über weitere Synergieeffekte ihrer Druckluftstation. Die Nutzung der Abwärme ist hier ein wichtiger Ansatzpunkt, weil die bei der Drucklufterzeugung aufgenommene Energie vollständig in Wärmeenergie umgewandelt wird. Diese Energie wird noch allzu häufig ungenutzt in die Abluft abgegeben, obwohl sie weitere Anwendung finden kann, z. B. als Unterstützung für Gebäudeheizungen oder als Kaltwasservorheizung. Rund 72 % der im Druckluftkompressor entstehenden Wärme gehen an das Öl des Ölkühlers über und bieten sich zur Wärmerückgewinnung an.

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43. Energetische Sanierung der technischen Gebäudeausrüstung

Die Mayer & Cie. GmbH & Co. KG ist der weltweit führende Hersteller von Rundstrickmaschinen. Das Portfolio umfasst 50 Rundstrickmaschinentypen, auf denen Stoffe für die Automobilindustrie, Heimtextilien, Sport-, Nacht- oder Badebekleidung hergestellt werden können. Von der Entwicklung bis zum Verpacken der Maschine deckt der Standort Albstadt alle Prozesse eines modernen Maschinenbauunternehmens ab.

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44. Roboterunterstützte Automatisierung erhöht Flexibilität

Die SFA GmbH & Co. KG aus Aichstetten ist auf die CNC-Fräs-/Drehbearbeitung und den Sondermaschinenbau spezialisiert. Die Sondermaschinen werden komplett von der Konstruktion über die Mechanik und Elektrik von SFA entwickelt und aufgebaut. Die entsprechende Softwareentwicklung und der Service werden ebenfalls angeboten.

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45. Einfach gezielt abschalten – Energiewertstromanalyse macht Werkzeugmaschinen effizienter

Als global agierender Technologiekonzern sieht sich Voith in der Verantwortung, an allen Standorten weltweit effizient mit Ressourcen und Energie umzugehen. Dabei verbindet das Unternehmen ökologisches Handeln mit ökonomischen Prinzipien und leistet so nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern schafft zugleich einen messbaren wirtschaftlichen Mehrwert. Der Energieverbrauch ist dabei eine der wesentlichen Stellgrößen. So verbrauchte Voith an seinen Standorten weltweit im Geschäftsjahr 2015/16 452.294 MWh Energie und emittierte dabei 150.537 t CO2-Äq. Die daraus resultierenden Energiekosten betrugen 40,3 Mio. Euro

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46. Eine selbstlernende Organisation senkt Materialverluste

Die in Rammingen beheimatete Wiedenmann GmbH zählt zu den führenden Herstellern hochwertiger Maschinen für Rasenpflege, Schmutzbeseitigung und Winterdienst. Das Unternehmen kauft jährlich Stahl sowie Kaufund Normteile im Wert von rund 6,5 Mio. Euro ein, von diesem eingekauften Material gingen bislang ca. 5 % als Produktionsabfall verloren.

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Automobilindustrie

47. Energieeffiziente Druckluft aus dem Container

Der amerikanische Automobilzulieferer Cooper Standard Automotive GmbH produziert an seinem deutschen Standort in Schelklingen Brems- und Kraftstoffleitungen. Für die Metallbearbeitung und die Biegeautomation ist Druckluft ein unerlässlicher Energieträger und kommt in entsprechend großen Mengen zum Einsatz. Bis zum Jahr 2016 erfolgte die Druckluftversorgung im Rahmen eines Contractingmodells eines Kompressorenherstellers. Den auslaufenden Contractingvertrag nahm das Unternehmen zum Anlass, die bisherige Druckluftversorgung auf den Prüfstand zu stellen.

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48. Innovative Trockenabscheidung für Spritzlacke

Am Standort Gaggenau fertigt die Daimler AG u. a. Getriebe und Achsen für Nutzfahrzeuge, überwiegend im mittleren bis schweren Geländeeinsatz. Für diesen Einsatz sind hohe Korrosionsschutzanforderungen notwendig, um die Aggregate für die gesamte Lebensdauer zu schützen. Den wichtigsten Bestandteil zur Erfüllung dieser Anforderungen stellt die Beschichtung dar. Um diese Anforderungen auch in Zukunft nachhaltig erfüllen zu können und um aktuelle und zukünftige Umweltvorschriften einzuhalten, wurde eine Ersatzbeschaffung der Lackieranlage erforderlich.

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49. Startstrombegrenzer ersetzt das Stützkonzept

Vielen Autofahrern ist bereits aufgefallen, dass beim Starten eines Fahrzeugs die Beleuchtung kurzzeitig dunkler wird. Möglicherweise können sogar das Radio, das Navigationsgerät oder weitere elektrische Funktionen über einen gewissen Zeitraum ausfallen. Technisch ist dieses Phänomen auf den kurzzeitig hohen Strombedarf des Starters zurückzuführen, der die Batteriespannung abfallen lässt.

Mario Schmidt, Christian Haubach, Marlene Preiß, Hannes Spieth, Joa Bauer

50. Weniger ist mehr – Fahrweisenoptimierung in der Lackiererei

Porsche hat sich für den Bereich Umwelt und Energie das strategische Ziel gesetzt, die Umweltauswirkungen der Produktion bis zum Jahr 2025 um 45 % gegenüber dem Jahr 2014 zu reduzieren. Die Reduzierung basiert auf den Umweltindikatoren Abfall, CO2, Energie, VOC (Volatile Organic Compounds) und Wasser. Um langfristig und nachhaltig Ressourcen einzusparen, setzt Porsche an den Produktionsstandorten seit dem Jahr 2014 eine interne Ressourceneffizienzstrategie um. Mit der verbindlichen Integration dieser Strategie entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Porsche kontinuierlich eigene Lösungen zur Etablierung von Ressourceneinsparungen in der Produktion. Des Weiteren dienen die Effizienzprogramme als Qualitätssicherungsmaßnahmen, da durch die konsequente Suche nach Optimierungen die einzelnen Prozesse und Abläufe in der Produktion nachhaltig verbessert werden können.

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51. Nutzung von Trocknerabwärme zur Energieeinsparung

Bei der Herstellung von Kraftfahrzeugen ist die Lackierung der Karosserien der energieintensivste Arbeitsschritt. Um die aus den Lacken entweichenden Lösemittel, die als VOC (Volatile Organic Compounds)-Emissionen auftreten, abzuführen und abzuscheiden, erfordern die Spritzkabinen einen hohen Luftdurchsatz sowie eine aufwendige Abluftreinigung. Beides resultiert in einem hohen Bedarf an elektrischer Energie. Man bekommt einen Eindruck vom notwendigen Energieaufwand für den Betrieb der Abluftreinigungsanlage in der Lackiererei von Porsche, wenn man deren drei Verfahrensschritte Absorption, Desorption und Kondensation näher betrachtet.

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52. Ressourceneffizienz unter Hochdruck – Pressen mit Servoantrieb

Die voestalpine Automotive Components Dettingen GmbH beliefert alle namhaften Automobilhersteller mit einbaufertigen Stanzund Umformteilen sowie Baugruppen und Sicherheits-/Aufprallschutzkomponenten. Von kleinen Verstärkungsteilen bis hin zu B-Säulen und Bodenteilen – mit mechanischen und hydraulischen Pressenlinien erzeugt voestalpine in Dettingen/Erms Verstärkungsteile und Baugruppen für Karosserien und Powertrain-Anwendungen. Der Fokus liegt dabei auf kaltumgeformten Strukturteilen und Baugruppen aus Stahl und Aluminium, die dem automobilen Anspruch nach überlegener Sicherheit und Leichtbau im Fahrzeug gerecht werden.

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Herstellung sonstiger Waren

53. Einführung eines Cuttingsystems für die Zuschnittoptimierung bei Trampolinkomponenten

Die Eurotramp-Trampoline Kurt Hack GmbH ist seit über 50 Jahren auf die Herstellung qualitativ hochwertiger Trampoline für verschiedene Anwendungen spezialisiert. Für Sportgeräte und insbesondere auch Trampoline besteht international ein hoher Wettbewerb mit entsprechendem Preisdruck auf deutsche Hersteller. In den zurückliegenden Geschäftsjahren war zudem eine starke Verteuerung von Rohstoffen (Schaumstoffe, Planenmaterialien, technische Gewebe, Stahlprodukte usw.) zu beobachten.

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54. NOA! Noch Optimalere Abläufe!

Das Wangener Unternehmen NOCH ist seit über 100 Jahren der Spezialist für den Modell-Landschaftsbau, vorzugsweise im Bereich Modelleisenbahn. Gleichermaßen ist NOCH mittlerweile auch mit seinen speziellen Herstellungsverfahren im Sektor Werbe-Displays beheimatet.

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Recyclingindustrie

55. Alternativer Brennstoff für die Zementindustrie

Die Zementindustrie gehört zu den energieintensivsten Branchen. Die notwendige Energie wird bei der Zementherstellung im Wesentlichen für das Sintern des Zementklinkers aufgewendet. Dazu werden traditionell fossile Brennstoffe, wie Steinkohle, Braunkohle, Petrolkoks und in geringem Umfang auch schweres Heizöl, als Primärenergieträger verwendet. Geänderte rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben jedoch dazu geführt, dass zunehmend alternative Brennstoffe eingesetzt werden. Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen (EBS) gewährleistet vor diesem Hintergrund die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Zementherstellung und verringert die starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

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