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Über dieses Buch

In 150 Experimenten geht Serge Ciccotti, Psychologieprofessor an der Universität Südbretagne und Autor französischer Psychologiebestseller, unterhaltsamen Fragen zum menschlichen Erleben und Verhalten nach, die auf überraschende Weise uns den wissenschaftlichen Spiegel vorhalten: Warum erscheint uns die Barbiepuppe als schön? Was bringt uns zum Lachen? Oder warum können wir im Stimmengewirr einer Party hören, was unser Gesprächspartner sagt? Und warum liegt es immer am Lehrer, wenn wir die Prüfung nicht bestehen?

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz

Zusammenfassung
Glauben Sie, Sie sind in den Augen der anderen seit Ihrer Beförderung einige Zentimeter größer geworden? So erstaunlich es auch scheinen mag, man muss das bejahen, wenn man den Arbeiten von Dannenmaier und Thumin (1964) glauben darf.
Serge Ciccotti

2. Urteile, Attributionen und Erklärungen

Zusammenfassung
Finden Sie nicht, dass wir in unserem Alltag zuweilen ein wenig „überinterpretieren“? Was das betrifft, so haben die Forscher festgestellt, dass Menschen übertrieben oft Zusammenhànge zwischen gleichzeitig stattfindenden Ereignissen vermuten oder sogar welche erfinden, zum Beispiel: „Es ist doch klar, dass er sich mir gegenüber kühl gegeben hat, schließlich stammt er aus dem Norden“ oder: „Am Steuer sind Frauen gefàhrlicher als Mànner“. Indessen belegt die Statistik, dass das Risiko, bei einem Unfall umzukommen, für Frauen 2,6-mal niedriger liegt als das für Männer.9
Serge Ciccotti

3. Selbstbild und Selbstdarstellung

Zusammenfassung
Stellen Sie sich vor, Herr X sitzt am Steuer seines Wagens, neben ihm seine Frau. Er fährt bei dichtem Verkehr auf der Überholspur der Autobahn. Plötzlich reißt er das Lenkrad nach rechts herum, weil ihm einfällt, dass er an dieser Stelle von der Autobahn abfahren muss.
Serge Ciccotti

4. Schemata (Stereotype, Heuristiken), Urteile und Verhalten

Zusammenfassung
Gehen Ihnen manchmal Gedanken durch den Kopf wie: „Klar doch, dass er Stockfisch mag, schließlich ist er Portugiese“, „Es ist einfach so, dass Frauen verschwenderischer sind als Männer“ oder: „Sportler sind nicht gerade Intelligenzbestien“? Kurzum, merken Sie selbst, dass Sie zuweilen verallgemeinern und auf Stereotype24 zurückgreifen, wenn Sie jemanden beurteilen? Selbst wenn Sie jetzt nein sagen, sollten Sie das Folgende lesen; es könnte Sie betreffen.
Serge Ciccotti

5. Soziale Einflüsse, Macht und Manipulation

Zusammenfassung
Glauben Sie, dass die kleinen Süßigkeiten, die man Ihnen im Restaurant nach der Mahlzeit anbietet, Ihr Verhalten beeinflussen können? Nach den einschlägigen Forschungsergebnissen zu dieser scheinbar so unschuldigen Geste spricht vieles für eine positive Antwort.
Serge Ciccotti

6. Motivation, Emotion und Persönlichkeit

Zusammenfassung
Verändert sich unsere Persönlichkeit mit der Zeit, oder bleibt sie lebenslang gleich? Sind wir mit 20, 30 oder 40 Jahren immer noch dieselben? Hat der Volksglaube Recht, wonach alles sehr früh entschieden ist und nach dem 30. Lebensjahr keine Persönlichkeitsveränderungen mehr möglich sind? Viele Fragen, auf die Srivastava und Mitarbeiter (2003) Antworten suchten.
Serge Ciccotti

7. Einige Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Zusammenfassung
Setzen Frauen Tratsch wie eine Präzisionswaffe ein? Man sagt ihnen nach, sie seien Expertinnen im Lästern und zugleich verletzbarer durch üble Nachrede als Männer.
Serge Ciccotti

Zusammenfassung

Zusammenfassung
Heute interpretieren zahlreiche psychologische Forschungsarbeiten ihre Befunde im Licht der Evolutionstheorie. Sie ist zumindest jenseits des Atlantiks das vorherrschende Modell, da der Darwinismus (natürliche Auslese und sexuelle Auslese) es heutzutage erlaubt, Sachverhalte in verschiedenen Fachgebieten (Genetik, Biologie, Zoologie, Psychologie etc.) zu erklären und so zu fachübergreifender Theoriebildung beizutragen. Dieses „neue“ Paradigma erlaubt es, zahlreiche Forschungsergebnisse einfach zu erklären und Verhalten vorherzusagen. Unser Handeln, unsere Wahrnehmung und Urteilsbildung unterlagen und unterliegen vielfältigen Selektionsdrücken. Ich möchte das am Beispiel des Einschlafens verdeutlichen. Wenn Sie müde sind, gähnen Sie, Sie recken und strecken sich, Sie haben einen steifen Nacken, manche kratzen sich etc. Kurzum, bei der Mehrzahl von uns treten gleichartige Anzeichen auf, und niemand fällt unvermittelt vom Wachzustand in den Schlummer (bis auf den pathologischen Fall der Narkolepsie). Diese Anzeichen bildeten sich durch evolutionäre Selektion heraus. Sie machen uns darauf aufmerksam, dass der Schlaf unmittelbar bevorsteht, und sie sind ein Erbe unserer gemeinsamen Vorfahren, das heißt derer, die sich fortpflanzen und die Gene, die diese Verhaltensweisen steuern, an uns weitergeben konnten.
Serge Ciccotti

Backmatter

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