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21. Internationales Stuttgarter Symposium

Automobil- und Motorentechnik

  • 2021
  • Buch

Über dieses Buch

Band II
In einer sich rasant verändernden Welt sieht sich die Automobilindustrie fast täglichmit neuen Herausforderungen konfrontiert: Der problematischer werdende Rufdes Dieselmotors, verunsicherte Verbraucher durch die in der Berichterstattungvermischte Thematik der Stickoxid- und Feinstaubemissionen, zunehmendeKonkurrenz bei Elektroantrieben durch neue Wettbewerber, die immer schwierigerwerdende öffentlichkeitswirksame Darstellung, dass ein großer Unterschiedzwischen Prototypen, Kleinserien und einer wirklichen Großserienproduktion besteht.Dazu kommen noch die Fragen, wann die mit viel finanziellem Einsatz entwickeltenalternativen Antriebsformen tatsächlich einen Return of Invest erbringen, wer dienotwendige Ladeinfrastruktur für eine Massenmarkttauglichkeit der Elektromobilitätbauen und finanzieren wird und wie sich das alles auf die Arbeitsplätzeauswirken wird.Für die Automobilindustrie ist es jetzt wichtiger denn je, sich den Herausforderungenaktiv zu stellen und innovative Lösungen unter Beibehaltung des hohenQualitätsanspruchs der OEMs in Serie zu bringen. Die Hauptthemen sind hierbei,die Elektromobilität mit höheren Energiedichten und niedrigeren Kosten der Batterienvoranzutreiben und eine wirklich ausreichende standardisierte und zukunftssichereLadeinfrastruktur darzustellen, aber auch den Entwicklungspfad zum schadstofffreienund CO2-neutralen Verbrennungsmotor konsequent weiter zu gehen. Auch dasautomatisierte Fahren kann hier hilfreich sein, weil das Fahrzeugverhalten dann –im wahrsten Sinne des Wortes - kalkulierbarer wird.Dabei ist es für die etablierten Automobilhersteller strukturell nicht immer einfach,mit der rasanten Veränderungsgeschwindigkeit mitzuhalten. Hier haben Start-upseinen großen Vorteil: Ihre Organisationsstruktur erlaubt es, frische, unkonventionelleIdeen zügig umzusetzen und sehr flexibel zu reagieren. Schon heute werdenStart-ups gezielt gefördert, um neue Lösungen im Bereich von Komfort, Sicherheit,Effizienz und neuen Kundenschnittstellen zu finden. Neue Lösungsansätze,gepaart mit Investitionskraft und Erfahrungen, bieten neue Chancen auf dem Weg derElektromobilität, der Zukunft des Verbrennungsmotors und ganz allgemein für dasAuto der Zukunft.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. E/E-Architecture

    1. Frontmatter

    2. Mercedes “S-Class” Powernet Architecture

      Michel Weber, Thomas Mundinger, Ferdinand von Kageneck, Marius-Florin Buciuman, Fridolin Häuser
      Der Fachbeitrag behandelt die revolutionäre Powernet-Architektur der Mercedes-Benz S-Class, die eine systematische Optimierung der elektrischen Versorgungssysteme im Fahrzeug darstellt. Im Mittelpunkt steht die Integration von 12V und 48V Systemen, die durch den Einsatz eines integrierten Startergenerators und eines effizienten DC/DC-Konverters eine maximale Verfügbarkeit und Effizienz elektronisch gesteuerter Funktionen gewährleisten. Die 48V Powerpack, ein zentrales Element dieser Architektur, vereint Batterie und DC/DC-Konverter in einem kompakten Design und ermöglicht eine optimale Energieverteilung. Weitere Innovationen wie das 48V Chassis E-ACTIVE BODY CONTROL und die Reduzierung der Abhängigkeit von der 12V Batterie tragen zur Effizienzsteigerung und Gewichtsreduktion bei. Die Einführung von neuen, kundenorientierten Fahrzeugzuständen und die Nutzung von Partial Networking zur Energieoptimierung zeigen, wie Mercedes-Benz die Zukunft der Automobiltechnik gestaltet. Diese Innovationen bieten nicht nur mehr Komfort und Sicherheit, sondern auch eine beispiellose Effizienz und Zuverlässigkeit der elektrischen Systeme.
    3. A Cross-domain System Architecture Model of Dynamically Configurable Autonomous Vehicles

      Tarık Şahin, Christian Raulf, Volkan Kızgın, Tobias Huth, Thomas Vietor
      Der Beitrag beleuchtet die zukünftigen Mobilitätskonzepte, die durch hochgradig automatisierte und flexible Fahrzeuge geprägt sein werden. Dynamisch konfigurierbare autonome Fahrzeuge (DCAV) bieten autonomes Fahren und Anpassungsfähigkeit an wechselnde Nutzungsszenarien. Die Herausforderung bei der Entwicklung dieser Fahrzeuge liegt in der hohen Komplexität des Entwicklungsprozesses, die durch die Vielfalt und Veränderlichkeit der Nutzeranforderungen sowie die interne Vielfalt des Systems verursacht wird. Model-based Systems Engineering (MBSE) wird als Ansatz vorgestellt, um diese Komplexität zu bewältigen. Der Beitrag präsentiert ein cross-domain Systemarchitekturmodell, das die Entwicklung von DCAV unterstützt. Es wird gezeigt, wie dieses Modell verschiedene Perspektiven auf unterschiedlichen Systemebenen bietet und die Transparenz und Handhabbarkeit von Entwicklungsdaten in multidisziplinären Engineering-Umgebungen verbessert. Die Anwendung des MBSE-Ansatzes ermöglicht eine strukturierte Dokumentation, Handhabung und Kommunikation von Entwicklungsdaten, was besonders in der Entwicklung komplexer Systeme wie DCAV von Vorteil ist.
    4. Analysis and Modeling of Future Electric/Electronic Architectures for Modular Vehicles Concepts

      Marc Schindewolf, Houssem Guissouma, Eric Sax
      Der Beitrag untersucht die zukünftigen elektrischen/elektronischen Architekturen (E/E-A) für modulare Fahrzeugkonzepte. Es werden die Haupttrends der Elektromobilität, des automatisierten und vernetzten Fahrens sowie der Over-The-Air-Updates analysiert. Diese Trends erfordern eine Anpassung der bestehenden E/E-A, um die spezifischen Anforderungen modularer Fahrzeuge zu erfüllen. Ein service-orientiertes Architekturmodell wird vorgestellt, das eine flexible und sichere Integration der verschiedenen Module und Funktionen ermöglicht. Besondere Herausforderungen liegen in der Energiekopplung, der dynamischen Anpassung der Fahrfunktionen und der Sicherheit der Kommunikationsschnittstellen. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion der Vorteile des service-orientierten Ansatzes im Vergleich zu klassischen signal-orientierten Architekturen und skizziert zukünftige Forschungsrichtungen.
  3. Hydrogene + Methane

    1. Frontmatter

    2. Redefining the Requirements for Hardware Development and Simulation for DI-H2 Combustion Engines

      Thomas Ebert, Gidion Maniezki, Roberto-Fabio Nobile
      Der Beitrag behandelt die Notwendigkeit, die Anforderungen für die Entwicklung und Simulation von Hardware für H2-Verbrennungsmotoren im schweren Nutzfahrzeugbereich neu zu definieren. Mit dem Hintergrund der zunehmenden Klimaveränderung und den strengeren Umweltvorschriften der EU, insbesondere im Hinblick auf CO2-Emissionen, wird die Bedeutung von emissionsfreien Antriebstechnologien hervorgehoben. Der Fokus liegt auf der H2-Direkteinspritzung (H2-DI), die als vielversprechende Alternative zu Batterie-Elektrofahrzeugen (BEV) und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen (FCEV) diskutiert wird. Die spezifischen Herausforderungen und Vorteile der H2-DI-Technologie werden detailliert analysiert, einschließlich der Unterschiede in der Injektionsstrategie und den Anforderungen an die Injektorsysteme. Die Studie zeigt, dass H2-DI-Systeme aufgrund ihrer höheren spezifischen Leistung und Effizienz besonders attraktiv für den schweren Nutzfahrzeugbereich sind. Die Untersuchungen umfassen experimentelle und numerische Analysen zur Optimierung der Injektorsysteme, einschließlich der Betrachtung von Strömungsdynamik und thermischer Management. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass H2-DI-Motoren eine realistische und wirtschaftliche Lösung für die Reduzierung von CO2-Emissionen im schweren Nutzfahrzeugbereich darstellen.
    3. Review of State of the Art and Future Options of Hydrogen Storage Systems for Internal Combustion Engines with Direct Fuel Injection for Use in Heavy Duty Vehicles

      Richard Trott, Ingo Friedrich
      Der Beitrag untersucht den aktuellen Stand und zukünftige Optionen von Hydrogenstoragesystemen für Verbrennungsmotoren mit Direkteinspritzung in schweren Nutzfahrzeugen. Es wird die Verwendung von Wasserstoff als emissionsfreier Kraftstoff für schwere Nutzfahrzeuge diskutiert und die Vorteile von Wasserstoffverbrennungsmotoren im Vergleich zu Brennstoffzellen beleuchtet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Effizienzsteigerung durch hohen Einspritzdruck und den Methoden zur Druckerzeugung. Verschiedene Technologien zur Druckerzeugung, wie elektrische, pneumatische oder gasbetriebene Kompressoren, sowie Kryopumpen und Wärmeübertrager, werden analysiert. Die Auswirkungen dieser Technologien auf die Effizienz und den Gesamtwirkungsgrad der Fahrzeuge werden detailliert untersucht. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Forschungsrichtungen und die Notwendigkeit einer umfassenden Analyse der Gesamtkosten und des Lebenszyklus der verschiedenen Technologien.
    4. Significance of Synthetic Methane for Energy Storage and CO2 Reduction in the Mobility SectorDimopoulos

      Florian Kiefer, Karin Schröter, Panayotis Dimopoulos Eggenschwiler, Christian Bach
      Der Beitrag beleuchtet die Signifikanz von synthetischem Methan für die Energiespeicherung und CO2-Reduktion im Mobilitätssektor. Es wird die Herausforderung der Reduktion von Treibhausgasemissionen im Energie- und Transportsektor diskutiert und Lösungen wie die Elektrifizierung des Individualverkehrs und die Substitution fossiler Brennstoffe durch biogene und synthetische Energieträger vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bewertung der Power-to-Gas-Technologien Power-to-Hydrogen und Power-to-Methane, wobei letzteres als SNG bekannt ist. Die Studie vergleicht die Verfügbarkeit, Lagerung und Handhabung der Brennstoffe sowie die Flexibilität und Effizienz der Systeme. Besonders hervorgehoben wird die detaillierte Analyse der technischen und energetischen Aspekte der Methanproduktion und die Bewertung verschiedener Reaktorkonzepte. Die Ergebnisse zeigen, dass synthetisches Methan aufgrund seiner höheren Speicherdichte und bestehender Infrastruktur Vorteile bietet, aber auch höhere CO2-Emissionen im Vergleich zu Wasserstoff aufweist. Die Studie schließt mit einer Analyse der Auswirkungen auf die CO2-Emissionen eines Fahrzeugfuhrparks und zeigt, dass die Substitution von 25% der Fahrzeuge mit SNG-betriebenen Fahrzeugen zu einer Reduktion der CO2-Emissionen um 17,6% führt.
  4. Test II

    1. Frontmatter

    2. Concept for the Automatic Generation of Individual Test Sequences Verified by Artificial Intelligence Algorithms.

      Ralf Lutchen, Andreas Krätschmer, Hans Christian Reuss
      Das Kapitel behandelt ein innovatives Konzept zur automatischen Generierung von Testsequenzen für Fahrzeug-ECUs, die durch KI-Algorithmen verifiziert werden. Es wird die zunehmende Komplexität der Fahrzeugentwicklung aufgrund der steigenden Anzahl von Funktionen und Control Units (ECUs) thematisiert. Das vorgestellte Konzept zielt darauf ab, die hohe Anzahl an Testsequenzen zu reduzieren und die Durchlaufzeit zu optimieren. Durch die Nutzung von KI-Algorithmen können globale Testprozeduren automatisch erstellt und an die spezifischen Anforderungen der Fahrzeuge angepasst werden. Dies ermöglicht eine effizientere und genauere Diagnose, ohne dass Experten vor Ort sein müssen. Weiterhin wird die Notwendigkeit einer sicheren Datenverwaltung und -speicherung diskutiert, insbesondere durch den Einsatz von Blockchain-Technologien. Die Anwendung von KI zur Optimierung der Testsequenzen und zur personalisierten Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzer wird ebenfalls detailliert beschrieben. Das Kapitel schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Anwendungen und Verbesserungen, die durch die Implementierung dieser Technologien möglich werden.
    3. Acceleration of ECU-Development by Using Connected Mixed Reality Environments

      Franz Dengler, Bruno Eichler, Abduelkerim Dagli
      Der Fachbeitrag behandelt die Herausforderungen und Lösungen in der Entwicklung von Steuergeräten (ECUs) in der Automobilindustrie. Mit der zunehmenden Bedeutung von Softwarefunktionen wie autonomes Fahren und der Notwendigkeit, neue Funktionen in kürzeren Zyklen zu entwickeln, wird die traditionelle V-Modell-basierte Teststrategie als unzureichend angesehen. Der Einsatz von Connected Mixed Reality (CMR) bietet eine innovative Lösung, die es ermöglicht, Testumgebungen flexibel zu konfigurieren und sowohl reale als auch simulierte Komponenten zu integrieren. Diese Ansätze ermöglichen eine erhebliche Beschleunigung der Entwicklungs- und Testprozesse, während gleichzeitig die Qualität und Effizienz gesteigert werden. Der Beitrag beschreibt detailliert die Vorteile von CMR-Umgebungen, einschließlich der Möglichkeit, Testsetups automatisch zu konfigurieren und zu verwalten, sowie die Integration von Cloud-basierten Simulationen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Softwarelösung NovaCarts Virtual geschenkt, die real- und cloudbasierte HiL-Simulationen ermöglicht und somit die Entwicklungszyklen erheblich verkürzt. Der Beitrag schließt mit einer Betrachtung der zukünftigen Entwicklungen und der Möglichkeiten, die CMR-Umgebungen für die Automobilindustrie bieten.
    4. Automized Testing - Support of the Testcase Generation & Assessment Using Systems Engineering

      Peter Ebner, Michael Maletz Schneider, Richard Schneider, Martin Ringdorfer, Gerald Teuschl
      Das Kapitel behandelt die Herausforderungen und Lösungen zur Automatisierung der Testgenerierung und -bewertung in der Powertrain- und Fahrzeugentwicklung. Mit der Einführung von Elektrifizierung und leistungsstarken E/E-Architekturen steigt die Komplexität der Systeme, während gleichzeitig der Zeit- und Kostendruck zunimmt. AVL präsentiert einen Ansatz basierend auf Systems Engineering, der bereits in der frühen Entwicklungsphase beginnt und durch systematische Sammlung und Beschreibung von Anforderungen und technischen Lösungen die Effizienz und Effektivität der Verifizierungs- und Validierungsphase erhöht. Besondere Aufmerksamkeit wird der Verwendung von SysML zur automatischen Generierung von Testfällen und der Integration von Data Science Methoden zur kontinuierlichen Überwachung der Systemreife geschenkt. Die Einführung von Over-the-Air (OTA) Updates und die Notwendigkeit, Testprogramme in verschiedenen Entwicklungsphasen zu unterstützen, werden ebenfalls detailliert behandelt. Der Beitrag zeigt, wie eine strukturierte und konsistente Beschreibung des Produkts und der Verifizierungs- und Validierungsprogramme die Automatisierung der gesamten Testphase ermöglicht und die Systemreife kontinuierlich überwacht.
  5. Vehicle Attributes II

    1. Frontmatter

    2. A Hybrid Approach using an Adaptive Waypoint Generator for Lane-changing Maneuver on Curved Roads

      Qianwei Yang, Qihang Shi, Mustafa Saraoğlu, Klaus Janschek
      Der Fachbeitrag beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Lösungen für sichere und komfortable Fahrmanöver auf gekrümmten Straßen für autonome Fahrzeuge. Ein zentrales Thema ist die Entwicklung eines hybriden Ansatzes, der eine adaptive Wegpunktgenerierung und ein diskretes Verhaltensmodell kombiniert. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Sicherheit und den Komfort bei Fahrmanövern zu optimieren, insbesondere bei komplexen Straßengeometrien wie Kurven. Die Verwendung des Frenet-Koordinatensystems und die Integration von Modellen zur Trajektorienplanung und Verhaltenssteuerung sind wesentliche Bestandteile der Lösung. Der Beitrag untersucht auch die Anpassung der Steuerungsparameter, um die Genauigkeit der Fahrzeugsteuerung zu verbessern und ein sicheres und komfortables Fahrerlebnis zu gewährleisten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Evaluierung der Sicherheit und des Komforts durch die Verwendung von Kostenfunktionen, die verschiedene Sicherheitsmetriken berücksichtigen. Die vorgestellten Methoden und Algorithmen werden durch Simulationen und Fallstudien validiert, die die Effektivität und Vorteile des hybriden Ansatzes demonstrieren. Insgesamt bietet der Beitrag innovative Lösungen und tiefgehende Analysen, die das Verständnis und die Entwicklung sicherer und komfortabler Fahrmanöver für autonome Fahrzeuge vorantreiben.
    3. New Approach to Friction Estimation with 4WD Vehicle

      Smiljana Todorovic, Sven Müller, Jochen Kiebler, Jens Neubeck, Andreas Wagner
      Der Beitrag behandelt die Entwicklung von AI-Algorithmen zur Schätzung der Reibungskoeffizienten bei 4WD-Elektrofahrzeugen. Diese Algorithmen sind entscheidend für die Sicherheit und Effizienz autonomer Fahrzeuge. Der Fokus liegt auf der Nutzung von Machine-Learning-Techniken, insbesondere auf Basis von Gleitkurven, um verschiedene Fahrbahnbeläge zu klassifizieren und die maximale Reibungskraft zu bestimmen. Die Forschung wurde auf einer realen Testplattform durchgeführt, die speziell für die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien konzipiert wurde. Die Ergebnisse zeigen vielversprechende Ergebnisse und weisen auf zukünftige Anwendungen und Verbesserungen hin.
    4. How to Upgrade Vehicles? Release Planning in the Automotive Industry

      Tarık Şahin, Luca Köster, Tobias Huth, Thomas Vietor
      Der Beitrag untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten des Fahrzeug-Upgradings in der Automobilindustrie durch Release Planning. Mit der zunehmenden Integration von Software und Elektronik in modernen Fahrzeugen ändern sich die Paradigmen der Produktentwicklung. Traditionelle Release-Strategien, die auf mechanischen Architekturen basieren, werden durch softwareorientierte Ansätze ersetzt. Der Beitrag analysiert die aktuellen Praktiken des Release Planning in der deutschen Automobilindustrie und vergleicht diese mit innovativen Ansätzen wie denen von Tesla. Zudem werden Best Practices aus anderen Branchen, insbesondere der Softwareentwicklung, vorgestellt. Diese Ansätze zeigen, wie durch systematische und proaktive Planung von Produktupgrades der langfristige Wert von Fahrzeugen gesichert werden kann. Der Beitrag schließt mit Empfehlungen für die Implementierung von Release Planning in der Automobilindustrie, um den wachsenden Komplexitäten und Dynamiken der Märkte gerecht zu werden.
  6. E-Powertrain

    1. Frontmatter

    2. Data-Enhanced Battery Simulator for Testing Electric Powertrains

      Philipp Gesner, Richard Jakobi, Philipp Klein, Ivo Horstkötter, Bernard Bäker
      Der Beitrag beschäftigt sich mit der Entwicklung eines datenbasierten Batteriesimulators zur Testung von Elektroantrieben. Die Transformation hin zu nachhaltiger Mobilität erfordert die Erfüllung strenger Emissionsziele, was die Automobilindustrie dazu zwingt, ihre Fahrzeugflotte zu elektrifizieren. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Entwicklung effizienter und kosteneffektiver Batterien, die die Leistungsfähigkeit von Elektrofahrzeugen bestimmen. Der Fokus des Beitrags liegt auf der Verbesserung von Multi-Physics-Modellen und der Ersetzung realer Batterien in Testumgebungen durch den Einsatz von Power Electronics. Diese Methode reduziert Kosten, beschleunigt Tests und erhöht die Sicherheit. Der Simulator besteht aus drei Hauptmodellen: dem elektrischen Verhalten, dem thermischen Verhalten und den Softwarefunktionen des Batteriemanagementsystems (BMS). Diese Modelle sind stark miteinander verknüpft und definieren die Spannungsausgabe und die Betriebsgrenzen der Batterie unter allen Lastbedingungen. Ein datenbasierter Ansatz verspricht eine genauere und realistischere Simulation, insbesondere durch die Kompensation von Schwächen in bestehenden physikalischen Modellen. Der Beitrag stellt einen hybriden Ansatz vor, der die Vorteile physikalischer Modelle mit der Präzision von maschinellem Lernen kombiniert. Dies ermöglicht eine realistischere Abbildung des Batterieverhaltens und erhöht die Zuverlässigkeit der Simulationen. Die Ergebnisse zeigen, dass der datenbasierte Ansatz in der Lage ist, die Genauigkeit der Batteriesimulation erheblich zu verbessern, was insbesondere in der Entwicklung und dem Testen von Elektroantrieben von großer Bedeutung ist.
    3. The FKFS High-Performance Electric Powertrain Test Bench

      Alfons Wagner, Andreas Krätschmer, Hans Christian Reuss
      Das FKFS hat einen neuen Hochleistungs-Elektroantriebs-Prüfstand (HEP) entwickelt, der speziell für die Anforderungen der Elektromobilität konzipiert wurde. Der Prüfstand ist Teil eines neu eingerichteten Antriebslabors und ermöglicht umfassende Tests und Forschung für elektrische Antriebssysteme. Die Entwicklung des HEP basiert auf einem V-Modell, das eine systematische und interaktive Vorgehensweise bei der Entwicklung und dem Testen von Antriebssystemen gewährleistet. Der Prüfstand ist mit modernsten Technologien ausgestattet, darunter hochdynamische Permanentmagnet-Synchronmaschinen und leistungsstarke Batteriesimulatoren. Besondere Merkmale des HEP sind seine Flexibilität und die Möglichkeit, sowohl einzelne Komponenten als auch komplette Antriebssysteme zu testen. Zudem wird die Nutzung von KI-Methoden zur Optimierung der Testbench-Technologie erforscht, was die Effizienz und Genauigkeit der Tests weiter verbessern soll. Der HEP spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung von Antriebssystemen für autonome und hochautomatisierte Fahrzeuge, bei denen spezielle Anforderungen an Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit bestehen.
    4. AI-Based Diagnostic Tool for Offline Evaluation of Measurement Data on Test Benches

      Andreas Krätschmer, Ralf Lutchen, Hans Christian Reuss
      Dieser Fachbeitrag behandelt die Anwendung von AI-Methoden zur Fehlerdiagnose auf Prüfständen für Antriebsstränge. Es wird ein AI-basiertes Diagnosetool vorgestellt, das automatisch Fehler in Messdaten erkennt und analysiert. Das Tool lernt aus fehlerfreien Messdaten und kann so Abweichungen in fehlerhaften Daten schnell und präzise identifizieren. Es wird detailliert auf die Struktur und Funktionsweise des Diagnosetools eingegangen, sowie auf die verwendeten AI-Methoden und die Vorbereitung der Messdaten. Die Modularität des Tools ermöglicht eine flexible Anpassung an verschiedene Teststrategien und Komponenten des Prüfstands. Durch die automatisierte Fehleranalyse kann die Effizienz und Zuverlässigkeit der Prüfstandnutzung erheblich gesteigert werden. Der Beitrag hebt sich durch die innovative Kombination von AI und Automobiltechnik aus und bietet praktische Lösungen für aktuelle Herausforderungen in der Fahrzeugentwicklung.
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Titel
21. Internationales Stuttgarter Symposium
Herausgegeben von
Prof. Dr. Michael Bargende
Prof. Dr. Hans-Christian Reuss
Prof. Dr. Andreas Wagner
Copyright-Jahr
2021
Electronic ISBN
978-3-658-33521-2
Print ISBN
978-3-658-33520-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-33521-2

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    Bildnachweise
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