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Über dieses Buch

Von der Arrondierung über Footloose Industry und Isolinien bis zur Zeitdistanzmethode: Die Sprache der Wirtschaftsgeografie ist von zahlreichen Fachtermini und Anglizismen geprägt. Einen ersten schnellen Überblick verschafft das vorliegende Nachschlagewerk. Anhand von 222 übersichtlichen Schlüsselbegriffen werden die Grundkonzepte und -theorien der Wirtschaftsgeografie erläutert. Die Erklärungen sind kompakt und verständlich formuliert und bieten somit Basiswissen für alle, die einen schnellen Einstieg suchen, sich für die Grundlagen der Wirtschaftsgeografie interessieren oder ihre vorhandenen Kenntnisse auffrischen möchten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

A

Zusammenfassung
Annahme einer Innovation durch verschiedene Individuen, z. B. die Annahme eines neuen Produkts durch einen Käufer. Dabei werden fünf Adoptorkategorien unterschieden.

B

Zusammenfassung
Zentrengerichteter Vorgang, bei dem periphere oder ländliche Räume zugunsten der Zentren Ressourcen abgeben. Backwash-Effekte können sich im Rahmen einer globalen, wie einer staatlichen oder regionalen Betrachtung einstellen.

C

Zusammenfassung
Vereinigung agrarexportierender Länder, in der sich Industrieländer und Entwicklungsländer für Verhandlungen zur Liberalisierung des internationalen Agrarhandels vor dem Hintergrund des GATT bzw. der World Trade Organization (WTO) zu einer gemeinsamen, starken Interessensvertretung zusammengeschlossen haben. Sie bezeichnen sich selbst als „nicht subventionierende” Freihändler und gelten als Wortführer in der Kritik an protektionistisch ausgerichteten Agrarpolitiken anderer Staaten, vor allem der gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP). Der Cairns Gruppe gehören Argentinien, Australien, Bolivien, Brasilien, Chile, Costa-Rica, Guatemala, Indonesien, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Neuseeland, Pakistan, Paraguay, Peru, Philippinen, Südafrika, Thailand und Uruguay an (Stand 2017).

D

Zusammenfassung
Teilbereich der Wirtschaftsgeografie, der mit der zunehmenden Tertiärisierung der Wirtschaft an Bedeutung gewinnt. Die Dienstleistungsgeografie befasst sich mit den räumlichen Strukturen und Entwicklungen im tertiären Sektor (Dienstleistungssektor). Untersucht werden Lokalisationsformen, Standortbedingungen, Organisationsformen und Raumwirksamkeit der Unternehmen dieses Wirtschaftssektors sowie das räumliche Verhalten von Beschäftigten und Kunden.

E

Zusammenfassung
In der relationalen Wirtschaftsgeographie verwendeter Begriff für die Einbettung ökonomischer Aktivitäten in soziokulturelle Beziehungssysteme bzw. eines Unternehmens in sein soziokulturelles Umfeld.

F

Zusammenfassung
Verfahren zur Beobachtung der Erdoberfläche, der Meeresoberfläche und der Atmosphäre aus Flugzeugen oder Raumfahrzeugen (Satelliten), welche zur Gewinnung von Informationen die von den Objekten ausgehende elektromagnetische Strahlung benutzen (Remote Sensing).

G

Zusammenfassung
Formale Regel für die Auswahl von realen Elementen bei der Abbildung in einer Wirtschaftskarte. Vereinfachungen, Weglassungen, Hervorhebungen von Einzelheiten und Zusammenfassungen durch Verwendung von Klassifikationen haben den Zweck, die Lesbarkeit des Kartenbildes und Identifizierbarkeit der dort dargestellten Sachverhalte zu verbessern.

H-I

Zusammenfassung
Teilbereich der Wirtschaftsgeografie, der sich mit den räumlichen Grundlagen und Auswirkungen des Handels (Außenhandel, Binnenhandel, Binnengroßhandel) und seiner regional differenzierten Betriebsformen beschäftigt. Im Zusammenspiel mit der Verkehrsgeografie ist die Untersuchung raumwirksamer Faktoren Funktion des Handels als zeitlicher, sachlicher und örtlicher Überbrücker zwischen Hersteller und Konsument und deren Standorten eine besonders bedeutende Aufgabe. Während die frühere Handelsgeografie in erster Linie die Angebotsseite untersuchte, befasst sich die moderne Handelsgeografie auch mit der Nachfrageseite, d. h. dem räumlich differierenden gruppen- und bevölkerungsspezifischen Versorgungsverhalten.

K

Zusammenfassung
Umstrittener, auf den US-amerikanischen Politologen S. Huntigton (1993) zurückgehender Begriff. Dieser vertritt die These, dass sich durch zunehmenden Fundamentalismus die Konflikte zwischen den Gesellschaften einzelner, religiös geprägter Kulturräume (Kulturerdteil, Kultur) verschärfen. Nach Beendigung des Kalten Krieges geraten nichtwestliche Gesellschaftssysteme durch die allgemein beobachtbaren Tendenzen der Globalisierung in tiefe kulturelle Krisen, während Entwicklungsmodelle, Werte und Normen der westlichen Welt an Bedeutung gewinnen.

L

Zusammenfassung
Zentraler Begriff des Thünen-Modells (Thünenschen Ringe); Form der Differenzialrente, die auf einem Ertragsvorteil von marktnäheren Böden bzw. Standorten im Verhältnis zu marktferneren beruht. Bei räumlich als homogen angenommenen Produktionskosten resultiert die Lagerente aus den unterschiedlichen Transportkosten zum Markt.

M

Zusammenfassung
In der Landwirtschaft Zusammenschluss von Landwirten mit dem Ziel, Landmaschinen- und -geräte gemeinsam nutzen zu können. Der Maschinenring ermöglicht auf diese Weise einen geringeren Kapitaleinsatz beim einzelnen Betrieb und sorgt gleichzeitig für eine bessere Auslastung der vorhandenen Maschinen.

N

Zusammenfassung
Standorttyp der Montanindustrie. Seit den 1960er-Jahren besteht, vor allem in rohstoffarmen Industrieländern wie z. B. Italien und Japan, der Trend, Hüttenwerke an der Küste zu errichten, weshalb man auch von „nassen Hütten“ spricht. Die Gründe dafür liegen im zurückgehenden Koksanteil beim Hochofenprozess und in der verstärkten Verwendung hochprozentiger Importerze.

P

Zusammenfassung
Region, die wirtschaftlich relativ passiv ist. Sowohl der Stand der Wirtschaft als auch die Entwicklung derselben bleiben hinter den Standards des Zentrums zurück. Aufgrund seiner ökonomischen Rückständigkeit wird der periphere Raum vom Zentrum dominiert.

R

Zusammenfassung
Quantitative, meist sekundärstatistische Analyse der räumlichen Ordnung von Sachverhalten, welche als Verteilungsmuster von Objekten, deren Interaktionen und verortete Flächennutzungen betrachtet und beschrieben werden. Ein weiterer Ansatz ist mithilfe einer qualitativen Analyse über primärstatistische Erhebungen und Auswertungen möglich.

S

Zusammenfassung
Behavioral Man; Menschenbild, das davon ausgeht, dass der Mensch nicht ökonomisch rational handelt, sondern sich entsprechend seinen Bedürfnissen und deren bestmöglichen Befriedigung verhält. Subjektive Empfindungen über den zur Bedürfnisbefriedigung empfundenen Aufwand spielen eine bedeutende Rolle; wird dieser als zu groß angesehen, bleibt das Bedürfnis unbefriedigt.

T

Zusammenfassung
Einrichtung zur Ansiedlung technologie- und forschungsintensiver Unternehmen. In der Regel ist der Technologiepark eine hochschulnahe Standortgemeinschaft und verfügt häufig über eine gemeinsam nutzbare Infrastruktur (z. B. zentrale Dienste wie Poststelle, Besprechungsräume, EDV-Anlagen, Management-Beratung). Die Trägerschaft kann öffentlich-rechtlicher oder privater Natur sein. Durch Kontakte zu Hochschulen erhalten auch kleinere Unternehmen Zugang zu forschungsgestützter Beratung und wissenschaftsorientierter Kooperation.

U

Zusammenfassung
Prozess der Ausbreitung und Diffusion städtischer Lebens- und Verhaltensweisen, wie z. B. Haushaltsstrukturen, Konsummuster, berufliche Differenzierung, Wertvorstellungen der Stadtbewohner, und die daraus resultierenden Raumstrukturen. Im Vergleich zum Begriff der Verstädterung, der nur auf demografische und siedlungsstrukturelle Aspekte abstellt, beinhaltet die Urbanisierung zusätzlich sozialpsychologische und sozioökonomische Komponenten. Durch ausgeprägte Land-Stadt-Wanderungen, natürliches Bevölkerungswachstum und Eingemeindungen kommt es zur raschen Einwohnerzunahme im Verdichtungsraum.

W

Zusammenfassung
Begriff: Faktoren, die in einer Region das wirtschaftliche Wachstum (verstanden als die Erhöhung des realen Einkommens mittels der Erhöhung des potenziellen Outputs und der potenziellen Nachfrage) beeinflussen. Sie können zur Erklärung von ungleicher Entwicklung und regionalen Disparitäten dienen.

Z

Zusammenfassung
Verfahren im Rahmen der Standortwahl. Gemessen wird die Entfernung in Gehminuten sternenförmig um den Standort eines Handelsgeschäfts. Man erhält sogenannte Isochronen, deren Entfernung zum Standort jeweils gleich groß ist. Methode zur Bestimmung des Einzugsgebietes.
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