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27.10.2017 | Abgasnachbehandlung | Nachricht | Onlineartikel

Neuer Stickoxid-Katalysator Denox arbeitet ohne Zusätze

Autor:
Patrick Schäfer

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich arbeiten gemeinsam mit Partnern an einem neuen Katalysator für Dieselfahrzeuge. Er soll die NOX-Emissionen ohne weitere Zusätze senken.

Der neue Stickoxid-Speicherkat basiert auf Materialien für keramische Hochtemperaturbrennstoffzellen (SOFC). Durch Veränderungen eines Kathodenwerkstoffes wollen die Wissenschaftler des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung (IEK-1) einen NOx-Speicher schaffen, mit dessen Hilfe sich die Stickoxide in einem Kreislaufsystem abbauen lassen.

Dabei sollen alle Funktionalitäten des Denox-Katalysators in einem Raum gebündelt werden, anstatt sie wie bislang üblich hintereinander anzuordnen. Im ersten Schritt werden die Stickoxide im Katalysator eingelagert. Mithilfe der neuen Katalysatormaterialien werden diese bei der erreichten Höchstmenge durch eine kurzzeitige Änderung der Motoreinstellung in Ammoniak umgewandelt. Auch dieser wird gespeichert, um anschließend im normalen Fahrbetrieb in harmlosen Stickstoff umgewandelt zu werden.

Neuer Denox-Kat könnte in drei Jahren serienreif sein

"Wir stehen mit unserer Forschung noch ganz am Anfang. Aber wenn alles gut läuft, werden wir innerhalb von drei Jahren einen Prototyp fertigstellen, der von den beteiligten industriellen Partnern direkt für die Integration in neue Fahrzeugmodelle übernommen werden kann", erklärt Dr. Jürgen Dornseiffer vom Forschungszentrum Jülich. Die Forscher arbeiten gemeinsam mit der RWTH Aachen und den Industriepartnern Ford, Deutz, Sasol, FEV, Umicore sowie Clariant am Projekt Denox, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

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