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28.03.2018 | Abgasnachbehandlung | Nachricht | Onlineartikel

Neuer ACCT-Kat reduziert NOx auch bei niedrigen Temperaturen

Autor:
Patrick Schäfer

Forscher der Loughborough University in Großbritannien haben ein neues Abgasnachbehandlungssystem für Dieselfahrzeuge entwickelt. Es soll NOx-Emissionen schon bei niedrigen Temperaturen reduzieren.

ACCT steht für "Ammonia Creation and Conversion Technology". Das System basiert auf der SCR-Technologie, die leicht modifiziert wurde. Das Loughborough-System soll gegenüber aktuellen SCR-Katalysatoren den Vorteil bieten, auch bei niedrigen Temperaturen arbeiten zu können. Das ermögliche laut der Forscher die Reduktion von NOX-Emissionen in der gesamten Zeit eines WLTP-Zyklus.

ACCT nutzt unter anderem Abwärme, um Adblue in eine neue Lösung umzuwandeln, die schon bei niedrigen Temperaturen Ammoniak produziert. Die Dosierung soll gut kontrollierbar sein und schon bei zwischen 50 und 100 Grad Celsius effektiv NOX-Emissionen reduzieren. Dies soll in einer Kammer vor dem Katalysator passieren und so keine Ablagerungen bilden, die zu Schäden an der Abgasreinigungsanlage führen könnten. In einem ersten Test soll das System fast 100 Prozent der Stickoxide eliminiert haben.

ACCT soll bald in Serie gehen

Laut der Forscher, die bereits seit 2010 an der Reduktion von Stickoxiden arbeiten, ist die Technologie auch auf den Heavy-Duty-Bereich skalierbar und leicht zu integrieren. Sie wurde im Dezember 2016 zum Patent angemeldet. Die Markteinführung wird derzeit vorbereitet, das System soll in den nächsten zwei Jahren Serienreife erlangen.

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