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23.05.2016 | Abwasser | Interview | Onlineartikel

"Entnahme von Spurenstoffen aus dem Abwasser im Fokus"

Autor:
Prof. Dr. -Ing. Heidrun Steinmetz
Interviewt wurde:
Dr.-Ing. Steffen Metzger

ist Leiter des Kompetenzzentrums Spurenstoffe Baden-Württemberg (KomS), das sich als Plattform zum Wissens- und Technologietransfer sowie zum Erfahrungsaustausch rund um das Thema "Spurenstoffe im Abwasser" versteht.

Im Interview mit WASSER UND ABFALL erklärt Dr. Steffen Metzger Ziele und Aktivitäten des Kompetenzzentrum Spurenstoffe. Es bündelt Wissen und Betriebserfahrungen zu Spurenstoffen im Abwasser.

Wasser und Abfall: Herr Dr. Metzger, Sie leiten das Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg seit seiner Gründung vor 4 Jahren. Was war der Anlass zur Gründung des Kompetenzzentrums?

Steffen Metzger: Vor dem Hintergrund zunehmender Bestrebungen, organische Spurenstoffe aus dem Ablauf kommunaler Kläranlagen zu eliminieren, wurden in den vergangenen Jahren auf Basis der Erkenntnisse aus halbtechnischen Untersuchungen mehrere Kläranlagen in Baden-Württemberg um eine Reinigungsstufe zur gezielten Spurenstoffelimination erweitert. Bislang kommen in allen Fällen Verfahren mit Einsatz von Pulveraktivkohle zur Anwendung. Da es sich hierbei um Techniken handelt, mit welchen bei der kommunalen Abwasserreinigung, mit Ausnahme weniger Fälle, quasi "Neuland" betreten wird, soll das KomS primär den Betreibern als eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung stehen, die bei auftretenden Fragestellungen kontaktiert werden kann. Dies kann beispielsweise bereits während der Phase der Inbetriebnahme der Stufe oder aber auch später der Fall sein, wenn betriebliche Probleme auftreten.

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Welche weiteren Zielsetzungen verfolgt das Kompetenzzentrum?

Da es bislang keine Anforderungen an die einzuhaltenden Ablaufkonzentrationen bzw. eine Mindestentnahme an Spurenstoffen gibt, soll anhand der bestehenden Anlagen überprüft und dokumentiert werden, welche Leistung mit den Verfahren zur Spurenstoffelimination erlangt werden kann, welche der technischen Komponenten sich im Alltagsbetrieb bewähren und wie die Verfahren verbessert und kosteneffizient betrieben werden können. Das KomS bildet dabei die Plattform in Baden-Württemberg zur Bündelung des Wissens als auch zum Austausch der Erfahrungen. Zugleich wird mit der Einrichtung des KomS das Ziel verfolgt, die Betreiber von Kläranlagen aktiv bei der Implementierung und dem Betrieb von Verfahren zur gezielten Spurenstoffelimination zu unterstützen. Die Aufklärung und Bewusstseinsbildung zum Thema "Spurenstoffe und deren Auswirkung auf die Umwelt" stellen ein weiteres Aufgabenfeld dar. So werden im KomS verschiedene Interessensgruppen – aus Kommunen, Zweckverbänden, Forschung, Industrie und Verwaltung – gezielt zusammengeführt.

Wie ist das Kompetenzzentrum organisiert?

Das KomS ist eine Kooperation zwischen drei unabhängigen Partnern: Die Universität Stuttgart und die Hochschule Biberach bringen ihre wissenschaftliche Kompetenz und ihr technologisches Wissen in die Optimierung und Weiterentwicklung der Verfahrenstechniken sowie in die Dokumentation und Auswertung der Messergebnisse ein. Der DWA-Landesverband Baden-Württemberg übernimmt schwerpunktmäßig das breite Spektrum an organisatorischen Aufgaben sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Dank seiner gewachsenen Verbindungen und Strukturen kann er hier die Brücke zu den Kommunen und den kommunalen Verbänden bauen. Die handelnden Akteure des KomS werden vom Beirat des KomS begleitet, welcher sich als organisatorisches Lenkungsgremium versteht. Dieser setzt sich aus je einem Vertreter der drei Kooperationspartner sowie zwei Vertretern des Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg zusammen, welches zugleich die Einrichtung des Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg finanziell unterstützt.

Lesen Sie das vollständige Interview "Das Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg hat die Entnahme von Spurenstoffen aus dem Abwasser im Fokus“ mit Dr. Steffen Metzger in Wasser und Abfall | Ausgabe 05/2016.

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