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19.12.2013 | Abwasser | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Metropolen in Zukunft mit Wasser umgehen

Autor:
Matthias Schwincke

Demografischer Wandel findet nicht nur in der Provinz statt. Auch in Großstädten verläuft die Bevölkerungsentwicklung je nach Stadtteil sehr unterschiedlich. Diese Entwicklung stellt auch Wasserwirtschaftsbetriebe vor große Herausforderungen.

Die Bevölkerungsentwicklung in Großstädten ist sehr unterschiedlich. Während manche Stadtteile boomen, wächst in anderen der Leerstand und der Verfall. Diese Entwicklung stellt auch kommunale Wasserwirtschaftsbetriebe vor große Herausforderungen. Der Grund: Die Infrastrukturen für die Wasserver- und Abwasserentsorgung lassen sich nicht kurzfristig auf den neuen Bedarf umstellen.

In drei Großstadtregionen arbeiten Forscher daher an nachhaltigen Lösungen für wasserwirtschaftliche Probleme. Im Rahmen des Forschungsprojekts netWORKS 3 werden in ausgewählten Wohngebieten in Frankfurt am Main und Hamburg verschiedene neue Systemlösungen simuliert, bewertet und umgesetzt. Im Vordergrund stehen dabei u.a.

  • die Rückgewinnung von Wärme aus Abwasser,
  • die Nutzung der gewonnenen Wärme zum Heizen und
  • die Aufbereitung und anschließende Verwendung von Grauwasser.

In Berlin startete im Oktober 2013 das Verbundforschungsprojekt KURAS. Hier soll gezeigt werden, wie durch intelligent gekoppeltes Regenwasser- und Abwassermanagement die zukünftige Abwasserentsorgung, die Gewässerqualität, das Stadtklima und die Lebensqualität in der Stadt verbessert werden kann.

Welche Technikoptionen und Systemkonzepte für städtische Gebiete in Frage kommen, beschreibt Springer-Autor Ulrich Förstner im Buchkapitel "Abwasser" unter der Überschrift "Integrierte Wasserwirtschaft". Ein gelungenes Beispiel für ein intergriertes Energie- und Abwasserentsorgungskonzept ist dabei die Siedlung Flintenbreite in Lübeck.

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