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Activating European Citizens’ Trust in Times of Crisis and Polarization

Towards a New Era of Representative Democracy

  • Open Access
  • 2026
  • Open Access
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Open-Access-Buch erklärt, warum repräsentative Demokratien politisches Vertrauen und Legitimität brauchen: Politisches Vertrauen ist ein entscheidendes, aber unterschätztes Element in den repräsentativen Demokratien Europas. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Bürgern und staatlichen Institutionen gewährleistet das Funktionieren demokratischer Systeme, senkt Transaktionskosten und erleichtert die Rechtfertigung politischer Entscheidungen. Ohne das Engagement einer kritischen Masse können demokratische Regierungen keine Legitimität in der Bevölkerung erlangen. Während ein stabiles Vertrauensverhältnis zwischen Bürgern und Staat durch politische Parteien in normalen Zeiten eine Voraussetzung für repräsentative Demokratien ist, ist es in Zeiten bedeutender demokratischer Veränderungen und Turbulenzen, d.h. wenn Demokratien im Wandel begriffen sind, noch wichtiger. Dementsprechend untersuchen die hier versammelten Beiträge das politische Vertrauen und die Legitimität in Europa anhand eines neuen konzeptionellen Rahmens - des ActEU-Konzeptdreiecks, das sich auf die politischen Einstellungen der Bürger, ihre politische Partizipation und die Repräsentation ihrer politischen Präferenzen stützt, um den Rückgang des politischen Vertrauens und der Legitimität in Europa abzubilden und zu beurteilen.

Inhaltsverzeichnis

  1. European Multi-Level Case Studies: Mapping Attitudinal, Behavioral and Representational Issues of Trust and Legitimacy Drawing on ActEU Survey Data

    1. Frontmatter

    2. Austria: Descriptive, Substantive, and Subjective Perspectives on Representation and Trust

      • Open Access
      Matilde Ceron, Ermela Gianna, Zoe Lefkofridi
      Tauchen Sie ein in die politische Landschaft Österreichs, um herauszufinden, warum das Vertrauen in die Demokratie trotz des institutionellen Fortschritts schwindet. Dieses Kapitel seziert drei entscheidende Dimensionen der Repräsentation - deskriptiv (wer im Parlament sitzt), substanziell (wessen Themen angesprochen werden) und subjektiv (wie sich die Bürger repräsentiert fühlen) - um ein verblüffendes Paradoxon aufzuzeigen: Während der österreichische Nationalrat in Bezug auf Geschlecht, LGBTQI + -Sichtbarkeit und Migrationshintergrund inklusiver geworden ist, hinkt die Wahrnehmung der Repräsentation den Bürgern weit hinterher. Entdecken Sie, wie parlamentarische Aktivitäten dem Klimawandel und der Gleichstellung der Geschlechter Vorrang vor Migrationsfragen einräumen, obwohl sich der öffentliche Diskurs häufig auf Letzteres konzentriert, und erkunden Sie, warum sich wirtschaftlich benachteiligte Gruppen mittleren Alters auf allen Regierungsebenen systematisch ausgeschlossen fühlen. Die Analyse deckt nicht nur auf, wer vertreten ist, sondern auch, wessen Vertrauen gewonnen oder verloren wird. Das Vertrauen in das Parlament erreicht seinen Höhepunkt bei lediglich 4,5 von 10, während Regierungsparteien Schwierigkeiten haben, sogar 4 zu erreichen. Das Kapitel schließt mit einer provokanten Frage: Kann Demokratie Bestand haben, wenn ihre Institutionen objektiv besser werden, aber die Bürger nicht überzeugt sind? Dies ist eine unverzichtbare Lektüre für jeden, der sich mit der Widerstandsfähigkeit europäischer Demokratien in einer Zeit populistischer Herausforderungen auseinandersetzt.
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    3. Czechia: Attitudinal, Behavioural, and Representational Trust and Legitimacy in the Czech Multi-Level Democracy

      • Open Access
      Jan Kovář
      Dieses Kapitel seziert die komplexe Landschaft des politischen Vertrauens und der politischen Vertretung in Tschechien während der Wahlen zum Europäischen Parlament 2024, einer Zeit, die von intensivem politischen Diskurs und zunehmender Polarisierung geprägt war. Die Analyse zeigt eine auffällige Hierarchie des Vertrauens: Kommunale Institutionen genießen das höchste Vertrauen, während das Vertrauen auf regionaler, nationaler und EU-Ebene abnimmt, wobei die nationale Regierung die geringsten Zustimmungsraten aufweist. Überraschenderweise widersetzen sich jüngere Bürger den Erwartungen, indem sie größeres Vertrauen in die nationalen und EU-Institutionen zum Ausdruck bringen als ältere Generationen, die mit der Wirtschaftspolitik und dem Umgang mit Themen wie Einwanderung und Klimawandel besonders unzufrieden sind. Die Studie untersucht auch das Gefühl, repräsentiert zu sein, und zeigt, dass sich die Menschen auf regionaler Ebene und zumindest auf EU-Ebene am stärksten repräsentiert fühlen, wobei sich ältere Bürger auf allen Regierungsebenen durchweg weniger repräsentiert fühlen. Das Vertrauen in Politiker folgt einem ähnlichen Muster: Kommunalpolitiker genießen das höchste Vertrauen und EU-Politiker das niedrigste, während Bürger mit Universitätsausbildung durchweg ein höheres Vertrauensniveau aufweisen. Das Kapitel untersucht weiter den Zusammenhang zwischen Vertrauen und politischer Partizipation und stellt fest, dass ein geringeres Vertrauen in kommunale und regionale Institutionen mit einer geringeren Wahlbeteiligung auf diesen Ebenen korreliert, obwohl dieser Trend bei nationalen Wahlen nicht zutrifft. In den strittigen Fragen der Migrations- und Umweltpolitik deuten die Daten auf keine massenhafte Polarisierung der Einstellungen hin, wobei die Einstellungen eher normal verteilt sind, als die extremen Trennlinien aufzuzeigen, die in Sicherheits- und Wirtschaftsdebatten zu beobachten sind. Das Kapitel schließt mit einer Abbildung dieser Vertrauensdynamik in der breiteren politischen Landschaft, wobei hervorgehoben wird, wie wirtschaftliche Unzufriedenheit und EU-bezogene Politik das Engagement der Bürger und die institutionelle Legitimität in Tschechien verändern.
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    4. France: Attitudinal, Behavioural and Representational Trust and Legitimacy in the French Multi-Level Democracy

      • Open Access
      Max-Valentin Robert, Felix-Christopher von Nostitz
      Tauchen Sie ein in eine akribische Untersuchung der politischen Landschaft Frankreichs Anfang 2024, wo vorgezogene Wahlen und ein hängendes Parlament die Wahrnehmung von Unsicherheit und Polarisierung verstärkt haben. Dieses Kapitel seziert das Einstellungs-, Verhaltens- und Repräsentationsvertrauen in die französische Demokratie und enthüllt, wie demografische Faktoren wie Alter, Bildung und Geschlecht sich überschneiden, um die Einstellungen zu Institutionen und gesellschaftlichen Fragen zu prägen. Entdecken Sie, warum jüngere und hochgebildete Bürger tendenziell größeres Vertrauen in Politiker und Institutionen aufweisen, während ältere und weniger gebildete Gruppen größere Skepsis an den Tag legen - insbesondere bei kontroversen Themen wie Einwanderung, Klimawandel und Gleichstellung der Geschlechter. Die Analyse deckt auffällige Muster auf: Das Vertrauen in nationale Politiker sinkt unter denjenigen mit extremen Ansichten zur Einwanderungs- oder Klimapolitik, während der Konsens in Fragen der Gleichstellung der Geschlechter in allen Bevölkerungsgruppen stark bleibt. Durch die Linse des ActEU Survey bildet das Kapitel die Bruchlinien der Polarisierung ab und zeigt, wie Bildungsabschlüsse oft über dem Alter liegen, wenn es darum geht, abweichende Meinungen zu verbreiten, und wie sich diese Trennlinien durch Frankreichs mehrstufiges Regierungssystem ziehen. Egal, ob Sie die Erosion demokratischer Legitimität verfolgen oder versuchen, die Wurzeln gesellschaftlicher Fragmentierung zu verstehen: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte, datengestützte Untersuchung des Vertrauens in eine der wichtigsten Demokratien Europas.
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    5. Germany: Attitudinal, Behavioural, and Representational Trust and Legitimacy in the German Multilevel Democracy

      • Open Access
      Giuseppe Carteny, Daniela Braun, Hannah Wuillemet, Arnika Henrich
      Im Jahr 2024 bewegte sich Deutschland durch eine turbulente politische Landschaft, die von Regierungsinstabilität, Skandalen der extremen Rechten und wachsenden sozialen Spannungen geprägt war, während es sich gleichzeitig mit Klimakatastrophen und ziviler Mobilisierung auseinandersetzte. Dieses Kapitel taucht in den Kern dieser Herausforderungen ein, indem es untersucht, wie Vertrauen - Haltung, Verhalten und Repräsentation - in Deutschlands mehrstufiger Demokratie funktioniert. Sie werden feststellen, dass das Vertrauen nicht einheitlich ist, sondern je nach Governance-Ebene erheblich variiert: Lokale Institutionen genießen das höchste Vertrauen, gefolgt von nationalen Gremien, wobei die EU-Institutionen hinterherhinken. Die Daten zeigen ein auffälliges Muster: Vertrauen ist eng mit ideologischen Haltungen verwoben, insbesondere in den Bereichen Einwanderung, Gleichstellung der Geschlechter und Klimapolitik. Diejenigen, die Einwanderung als wirtschaftlich vorteilhaft betrachten, für Geschlechtergerechtigkeit eintreten und den Klimawandel als politisches Instrument ablehnen, neigen dazu, Politikern und Institutionen mehr Vertrauen entgegenzubringen. In der Zwischenzeit untersucht das Kapitel, wie Vertrauen bürgerschaftliches Engagement beeinflusst, und zeigt, dass höheres Vertrauen mit einer erhöhten Wahl- und Protestbeteiligung korreliert, wenn auch nicht einheitlich auf allen Ebenen. Ein Schlüsselfaktor ist das Paradoxon der Polarisierung: Da Vertrauen zunehmend parteiisch wird, besteht die Gefahr, dass sich die gesellschaftlichen Gräben vertiefen und die demokratische Legitimität potenziell untergraben wird. Für Fachleute, die die Unterströmungen verstehen wollen, die das politische Klima in Deutschland prägen, bietet diese Analyse eine datengestützte Linse in die Kräfte, die Vertrauen, Repräsentation und Partizipation in einer Zeit beispielloser Spaltung antreiben.
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    6. Greece: Attitudinal, Behavioral, and Representational Trust and Legitimacy in the Greek Multilevel Democracy

      • Open Access
      Alexandros Christos Gkotinakos, Eftichia Teperoglou
      Tauchen Sie ein in die komplexe politische Landschaft Griechenlands, wo geringes Vertrauen in die nationalen Institutionen mit einem hohen Maß an unkonventionellem politischem Engagement einhergeht. Dieses Kapitel seziert das Paradoxon, indem es drei zentrale Dimensionen untersucht: Einstellungsvertrauen, verhaltensbezogene Partizipation und Wahrnehmung von Repräsentation. Entdecken Sie, wie sich die Griechen - durch Proteste, Streiks und direkten Kontakt mit Politikern - trotz der weit verbreiteten Unzufriedenheit mit der Reaktion ihrer Regierung weit über den europäischen Durchschnitt hinaus an der Politik beteiligen. Erforschen Sie die auffallenden demografischen Unterschiede bei der Beteiligung, wobei jüngere, gebildetere Bürger Konfrontationstaktiken bevorzugen, während ältere Gruppen zu symbolischen Aktionen wie dem Boykott von Produkten neigen. Enthüllen Sie die tiefe Ernüchterung über die Vertretung auf allen Regierungsebenen, von der EU bis hin zu den Regionalregierungen, und wie dies ein einzigartiges Vertrauensparadox anheizt: Die Griechen vertrauen der EU mehr als ihren eigenen nationalen Institutionen - ein Trend, der sich dem umfassenderen europäischen Muster widersetzt. Analysieren Sie die unerwartete Beziehung zwischen Vertrauen und Wahlverhalten, in der gewöhnliche Nichtwähler häufig größeres Vertrauen in die Regierung zum Ausdruck bringen als häufige Wähler, und stellen Sie damit herkömmliche Annahmen in Frage. Und schließlich sehen Sie, wie Schlüsseleinstellungen in der Politik - in Bezug auf Einwanderung, Geschlechtergleichstellung und Umwelt - das Vertrauen in den Staat prägen und zeigen, dass einwanderungsfreundliche Haltungen mit höherem Vertrauen korrelieren, während starke Unterstützung für die Gleichstellung von Umwelt und Geschlecht zu Enttäuschungen führen kann. Vollgepackt mit Datenvisualisierungen und vergleichenden Einsichten bietet dieses Kapitel einen umfassenden Blick auf die politische Psyche Griechenlands, wo Krisenerbe, institutionelles Versagen und EU-Integration miteinander verflochten sind, um ein politisches Umfeld zu schaffen, das seinesgleichen in Europa sucht.
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    7. Italy: Multilevel Trust Divide Between Disaffection and European Confidence

      • Open Access
      Giuseppe Carteny, Gianluca Piccolino
      Tauchen Sie ein in Italiens komplexe politische Vertrauenslandschaft, in der die traditionelle Ernüchterung über die nationalen Institutionen im krassen Gegensatz zum Vertrauen in die lokale und europäische Regierungsführung steht. Dieses Kapitel seziert den steilen Rückgang der Wahlbeteiligung, die Volatilität der politischen Parteien und die beispiellose Stabilität der Regierung Meloni und zeichnet das Bild eines Systems im Wandel. Erforschen Sie, wie sich das Vertrauen der Italiener auf den verschiedenen Regierungsebenen dramatisch unterscheidet - kommunale und EU-Institutionen stehen ganz oben auf der Liste, während nationale Politiker und Regierungen hinterher hinken. Die Daten zeigen überraschende Korrelationen zwischen Vertrauen und politischem Engagement: Ein höheres Vertrauen in die EU-Institutionen treibt die Wahlbeteiligung in allen Wahlbereichen an, nicht nur bei den Europawahlen, während nationales Vertrauen schwächere und widersprüchlichere Verbindungen zu bürgerschaftlichem Handeln aufweist. Entdecken Sie, wie Alter und Bildung diese Muster formen. Jüngere, gebildetere Bürger zeigen größeres Vertrauen in die EU, aber nicht in einheimische Institutionen. Das Kapitel deckt auch die Politisierung des Vertrauens auf, insbesondere in Fragen wie Einwanderung, Gleichstellung der Geschlechter und Umwelt, wo progressive Einstellungen stärker mit dem Vertrauen der EU übereinstimmen als mit der nationalen oder lokalen Ebene. Schließlich stellt sie vereinfachende Annahmen über den politischen Rückzug in Frage und zeigt, wie Vertrauen - insbesondere auf europäischer Ebene - auch in Zeiten der Polarisierung als mächtiger Motor demokratischer Partizipation wirken kann. Eine Pflichtlektüre für jeden, der die Zukunft der italienischen Demokratie und die sich entwickelnde Rolle des Vertrauens in die Regierungsführung auf mehreren Ebenen verstehen will.
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    8. Spain: Attitudinal, Behavioural, and Representational Trust and Legitimacy in the Spanish Multi-Level Democracy

      • Open Access
      Rosa M. Navarrete
      Dieses Kapitel seziert Spaniens politische Vertrauenskrise durch die Linse seiner Demokratie auf mehreren Ebenen, wo ideologische und territoriale Trennlinien eine fragmentierte Landschaft institutioneller Legitimität geschaffen haben. Sie werden erfahren, wie Spaniens Links-Rechts-Polarisierung und die Debatten über Dezentralisierung - verschärft durch die katalanische Unabhängigkeitskrise von 2017 - zu einem deutlich unterschiedlichen Maß an Vertrauen in regionale, nationale und europäische Institutionen geführt haben. Die Analyse zeigt, dass das Vertrauen nicht einheitlich ist, sondern dramatisch variiert, je nachdem, ob die Bürger auf einer bestimmten Ebene mit der Regierungspartei übereinstimmen: Die rechtsgerichteten Wähler vertrauen den von Konservativen dominierten subnationalen Institutionen, während die linksgerichteten Wähler mehr Vertrauen in die nationale Regierung setzen. Die europäischen Institutionen genießen, obwohl weit entfernt, höheres Vertrauen als die nationalen, was von Spaniens allgemein positiver Sicht der EU angetrieben wird. Das Kapitel deckt auch überraschende Muster im politischen Verhalten auf und zeigt, dass die unkonventionelle Beteiligung - wie Proteste und Streiks - während der turbulenten Zeit nach der Wiederwahl von Pedro Sánchez ihren Höhepunkt erreichte, insbesondere unter jüngeren und rechtsgerichteten Bürgern. Zugleich verdeutlichen die traditionellen Wahlmuster ein Paradoxon: Obwohl das Vertrauen in die Institutionen gering ist, bleibt die Wahlbeteiligung hoch, insbesondere bei Kommunalwahlen, bei denen sich die Bürger ihren Vertretern näher fühlen. Ein zentraler Schwerpunkt ist die Rolle der wahrgenommenen Repräsentation, wobei Frauen von deutlich geringerer Zustimmung berichten, dass der Gesetzgeber ihre Interessen auf allen Regierungsebenen widerspiegelt. Die Schlussfolgerung verknüpft diese Fäden und zeigt, wie Spaniens politische Turbulenzen - trotz Wirtschaftswachstum - das Vertrauen in die Demokratie selbst untergraben haben, wodurch sich die Bürger sowohl abgekoppelt als auch desillusioniert fühlen. Für Fachleute, die sich in Spaniens komplexer politischer Landschaft zurechtfinden, bietet dieses Kapitel entscheidende Einblicke in die Kräfte, die Vertrauen, Legitimität und Repräsentation in einer der polarisiertesten Demokratien Europas formen.
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  2. Mapping Issues of Trust and Legitimacy in a Polarized Europe via Innovative Data Sources

    1. Frontmatter

    2. Citizens’ Emotions and Trust: Exploring Attitudinal, Participatory, and Representative Trust Through Focus Group Data

      • Open Access
      Ruth Berkowitz, Kristina Weissenbach
      Tauchen Sie ein in eine aufschlussreiche Untersuchung, wie die Bürger in vier europäischen Ländern - der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland und Griechenland - ihre Politiker und politischen Systeme wahrnehmen, und zwar anhand von 16 Fokusgruppendiskussionen mit 93 Teilnehmern. Dieses Kapitel stellt den ActEU Citizens Emotions & Trust Focus Group Dataset vor, eine einzigartige qualitative Ressource, die die emotionalen und wahrnehmbaren Dimensionen des Vertrauens in repräsentative Demokratie erfasst. Durch innovative Methoden wie chinesische Porträts und projektive Reize deckt die Forschung die versteckten Motivationen und Einstellungen der Bürger auf und offenbart eine überwiegend negative Sicht auf Politiker, die von Gefühlen der Distanz, Unehrlichkeit und mangelnder Orientierung am öffentlichen Interesse geprägt ist. Politiker werden oft mit Luxusautos in Verbindung gebracht, die Prestige und Distanz symbolisieren, während das politische System mit langsam fahrenden oder räuberischen Tieren verglichen wird, was Ineffizienz und Ernüchterung widerspiegelt. Das Kapitel untersucht auch, was die Bürger über die Qualitäten eines vertrauenswürdigen Politikers denken und betont Bürgernähe, Ehrlichkeit, Transparenz und starke Kommunikationsfähigkeiten. Jenseits individueller Wahrnehmungen untersucht die Studie das Engagement der Bürger in politischen Prozessen sowohl innerhalb als auch außerhalb formaler Institutionen und ihr Gefühl, repräsentiert zu werden. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung alternativer Beteiligungsformen und die Forderung nach größerer Transparenz bei Entscheidungsprozessen. Dieser Datensatz dient Politikern, politischen Entscheidungsträgern und zivilgesellschaftlichen Organisationen als praktisches Werkzeug, um das Vertrauen in die Demokratie zu verstehen und zu fördern, und bietet eine Grundlage für zukünftige Forschungen zu emotionalen und prozessbezogenen Aspekten des politischen Vertrauens.
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    3. Europe’s Digital Political Discourse: Mapping Narratives with a Multi-Platform, Multilingual Dataset

      • Open Access
      Daniel Gayo-Avello, Alex Hartland, Cristian González García, Laura Morales, Carles Pamies, F. Ramón Villaplana, Daniela Braun, Benjamín López-Pérez, Giulia Sandri
      Dieses Kapitel enthüllt den ActEU Digital Political Discourse Dataset, eine einzigartige, mehrsprachige, plattformübergreifende Ressource, die erfasst, wie politische Narrative in Europas digitalen Ökosystemen zirkulieren. Durch die Analyse von Inhalten aus Twitter, Telegram, Nachrichtenkanälen und institutionellen Webseiten in zehn Ländern und neun Sprachen zeigt der Datensatz, wie Themen wie Klimawandel, Geschlechtergleichstellung und Migration über Plattformen und Akteurstypen hinweg an Bedeutung gewinnen - oder verblassen. Die Analyse konzentriert sich auf die Bedeutung von Themen und zeigt, wie globale Ereignisse wie die COP28 oder der Internationale Frauentag Spitzen im Diskurs auslösen, während nationale Skandale oder Wahlen die länderspezifische Dynamik prägen. So führten etwa Frankreichs Einwanderungsgesetz 2024 und Polens Skandal um "Bargeld gegen Visa" zu deutlichen Verschiebungen migrationsbezogener Hervorhebungen, während der Diskurs über den Klimawandel während der COP28 einheitlich anstieg, aber von Eliten gegenüber gewöhnlichen Nutzern anders formuliert wurde. Das Kapitel beleuchtet auch methodische Innovationen, darunter eine akteursbasierte Sampling-Strategie und einen hybriden Annotationsansatz, der menschliche Expertise mit maschinellem Lernen kombiniert, um komplexe Themen wie populistische Rhetorik und politisches Vertrauen zu kennzeichnen. Darüber hinaus stellt sie sich den Herausforderungen der Datenerfassung in einer sich entwickelnden digitalen Landschaft, in der Plattformbeschränkungen und sprachliche Komplexität Verzerrungen mit sich bringen, denen Forscher Rechnung tragen müssen. Durch die Abbildung dieser Muster bietet der Datensatz ein leistungsfähiges Werkzeug zum Verständnis, wie der digitale politische Diskurs Vertrauen, Polarisierung und Legitimität in ganz Europa formt, und bereitet zugleich die Bühne für zukünftige Forschungen über das Zusammenspiel zwischen globalen Trends und lokalen politischen Kontexten.
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  3. Recommendations for Politics and Society

    1. Frontmatter

    2. From Evidence to Influence: Making Policy Recommendations Matter in Democratic Societies

      • Open Access
      Hugh Evans, Eva Ribera, Barbara Vanotti
      In einer Zeit, in der demokratisches Vertrauen und evidenzbasierte Entscheidungsfindung auf dem Prüfstand stehen, untersucht dieses Kapitel, wie unabhängige Forscher politische Ergebnisse wirksam beeinflussen können, ohne die Integrität zu gefährden. Zunächst wird die sich entwickelnde Landschaft der politischen Partizipation untersucht, von traditionellen Abstimmungen bis hin zu digitalen und unkonventionellen Formen, und die wachsende Nachfrage nach inklusiver Politikgestaltung wird hervorgehoben. Der Text betont die Notwendigkeit, dass Forschung methodisch rigoros, sozial resonant und auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sein muss, während sie sich gleichzeitig durch die Komplexität politischer Prozesse und den Druck politischer Zeitlinien bewegt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Kommunikationsstrategien, die das Rauschen einer polarisierten digitalen Sphäre durchschneiden, in der populistische Rhetorik und künstlich erzeugte Fehlinformationen gedeihen. Das Kapitel bietet praktische Einblicke in die Nutzung von Plattformen wie LinkedIn, Newslettern und politischen Briefen zur Vertiefung von Forschungsergebnissen sowie in die Bedeutung intersektionaler und inklusiver Kommunikation zur Förderung eines breiteren gesellschaftlichen Engagements. Es geht auch auf die praktischen Zielkonflikte von Wirkungsstrategien ein, von der Abwägung direkter und indirekter Einflüsse bis hin zur Erfolgsmessung durch quantitative und qualitative Messgrößen. Durch die Integration langfristiger Beziehungen und adaptiver Überwachung können Forscher ihren Einfluss aufrechterhalten und zu sinnvollen politischen Veränderungen beitragen. Die Schlussfolgerung unterstreicht die Verantwortung unabhängiger Forscher, sicherzustellen, dass die politische Entscheidungsfindung auf Fakten beruht, und bietet einen Fahrplan, um Beweise in umsetzbaren, demokratischen Fortschritt zu verwandeln.
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    3. ActEU Youth Democracy Labs and Toolbox

      • Open Access
      Alexander Hoppe, Sammy Julian Siegel
      Tauchen Sie ein in die ActEU Youth Democracy Labs, wo 338 Studenten aus 10 europäischen Ländern in 17 interaktiven Workshops zusammenarbeiteten, um Demokratie neu zu definieren. Die Labors waren nicht nur Diskussionen - sie waren Ko-Produktionsknotenpunkte, an denen junge Teilnehmer politische Empfehlungen und Bildungsinstrumente gestalteten, indem sie Vertrauen, Repräsentation und Partizipation direkt in Angriff nahmen. Entdecken Sie, wie sich die Studenten eine reaktionsfreudigere EU vorgestellt haben, von Bürgerbefragungen bis hin zu politischer Bildung im Gamifizierungsmodus, und erkunden Sie die Werkzeugkiste, die ActEU entwickelt hat, um diese Ideen in die Realität umzusetzen. Vollgepackt mit direkten Zitaten, strukturiertem Feedback und umsetzbaren Einsichten zeigt dieses Kapitel, was passiert, wenn die Jugend die Führung bei der Gestaltung der Zukunft der europäischen Demokratie übernimmt. Unabhängig davon, ob man Politik oder Lehrplan gestaltet, stellen die Ergebnisse Annahmen über den Rückzug junger Menschen in Frage und bieten einen Entwurf für eine inklusive, partizipatorische Regierungsführung.
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Titel
Activating European Citizens’ Trust in Times of Crisis and Polarization
Herausgegeben von
Daniela Braun
Alex Hartland
Michael Kaeding
Zoe Lefkofridi
Kristina Weissenbach
Copyright-Jahr
2026
Electronic ISBN
978-3-032-19119-9
Print ISBN
978-3-032-19118-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-032-19119-9

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