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15.05.2020 | Additive Fertigung | Nachricht | Onlineartikel

Additive Fertigung wird Teil der automatisierten Produktion

Autor:
Thomas Siebel
1:30 Min. Lesedauer

Eine im Projekt Polyline entwickelte Selektive-Lasersinter-Anlage soll sich nahtlos in die konventionelle, automatisierte Fertigung von Automobilbauteilen einbinden lassen.

Eos, BMW und 13 weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie wollen die Voraussetzungen schaffen, um additive Fertigungsverfahren in konventionelle Fertigungslinien zu integrieren. Mit einem neu entwickelten Produktionssystem, das die additive Fertigung beispielsweise mit Zerspan- oder Gießprozessen verknüpfbar macht, sollen Einzel- oder Serienbauteile für die Automobilindustrie automatisiert hergestellt werden.

In dem auf drei Jahre angelegten Polyline-Projekt wollen sich die Partner vor allem der Entwicklung von prozesskettenübergreifender Standards widmen, die wesentlich für die Linienintegration und eine stärkere Automatisierung der additiven Fertigung sind. Bislang sind insbesondere Handling- und Transportprozesse in der additiven Fertigung  kaum automatisiert. Zudem sind die einzelnen Schritte entlang der Prozesskette noch nicht durchgehend vernetzt, wodurch sie sich schwerlich in die Produktionssteuerung einbinden lassen.

Bund fördert mit 10,7 Millionen Euro

Im Rahmen des Projekts sollen nun Kennwerte und Qualitätskriterien – zum Beispiel Kennzeichnung, Historie und Messwerte – vom CAD-Modell bis zum fertigen Bauteil erfasst und dokumentiert werden. Weiterhin werden die einzelnen Teilprozesse wie Prozessvorbereitung, Selektiver-Lasersinter(SLS)-Prozess, Abkühlen und Auspacken sowie Reinigung und Nachbearbeitung automatisiert und anschließend in die geplante Fertigungslinie eingebracht. Alle Prozesse der SLS-Fertigungskette werden dann vollumfänglich verknüpft.

Das Projekt wird mit 10,7 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Projektpartner sind neben Eos und BMW die Unternehmen Grenzebach Maschinenbau, 3Yourmind, Additive Marketing, DyeMansion, Bernd Olschner, Optris, Krumm-tec sowie die Universitäten und Forschungseinrichtungen Universität Paderborn, Fraunhofer IGCV, Fraunhofer IML, TU Dortmund, Universität Augsburg und die Universität Duisburg Essen.

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