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11.01.2018 | Additive Fertigung | Nachricht | Onlineartikel

Additive Fertigungsverfahren am IPF Dresden etabliert

Autor:
Nadine Winkelmann

Am Leibniz-Institut für Polymerforschung wurde ein neues Applikationslabor etabliert. Das Labor soll dazu beitragen, auf dem hoch aktuellen Feld der additiven Fertigungsverfahren Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung direkt in industrienahe Projekte zu überführen und zur Anwendung zu bringen.

Verschiedenen 3D-Druck-Technologien und die schnelle Umsetzbarkeit von Bauteil-Geometrien durch Rapid Prototyping versprechen ein großes Potenzial wenn es um Herstellung individuell angepasster Bauteile in kleinen Stückzahlen geht. Potenziellen Anwendern fällt allerdings häufig die Wahl des geeigneten Verfahrens und Materials schwer. Dort wo der 3D-Druck bereits angewendet wird, erfolgt dies eher auf empirischer Basis und viele Fragestellungen, wie zur Bewertung von Bauteilfestigkeiten oder zu Oberflächeneigenschaften, bleiben unbeantwortet, da wenige wissenschaftliche Grundlagenuntersuchungen auf dem Gebiet vorliegen. Diese Lücken soll das neue Applikationslabor am Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) in Dresden schließen. 

Am IPF können unterschiedliche Druckverfahren wie Stereolithographie, FDM oder Inkjet zur Herstellung von 3D-gedruckten Polymerstrukturen mit Druckgrößen ab 10,4 Mikrometer getestet werden. In Bezug auf die eingesetzten Kunststoffe ist anwenderspezifisch sowohl die Entwicklung von Materialbibliotheken als auch die Entwicklung neuer Resins möglich. Ein spezielles Feld ist die Anpassung der 3D-Inkjet-Technologie auf biomedizinische Anwendungen (Hydrogel Scaffolds). 

Es sind verschiedene Formen von Serviceleistungen und Zusammenarbeit möglich, beispielsweise Beratung und Weiterbildung, Unterstützung bei speziellen geometrischen beziehungsweise materialseitigen Fragestellungen, CAD-Entwurf und simulationsbasierte Optimierung und Fertigung sowie Durchführung von anspruchsvollen 3D-Druck-Projekten. Ein wichtiger Kooperationspartner des Applikationslabors ist der Hersteller Lithoz aus Wien. 

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