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25.07.2019 | Additive Fertigung | Im Fokus | Onlineartikel

Produktion mittels 3D-Druck wird Standard

Autor:
Dieter Beste
2 Min. Lesedauer

Die Technologien der Additiven Fertigung entfalten in den Unternehmen ihr disruptives Potenzial. Laut einer aktuellen Studie wird der 3D-Druck nicht als Bedrohung bestehender, sondern als Chance für neue Geschäftsmodelle gesehen.

Die Verfahren des Additive Manufacturing (AM) sind in Deutschland als Hilfsmittel bei der Produktentwicklung im Alltag angekommen. Nach einer Mitte Juli von VDI und RWTH Aachen publizierten Studie mit dem Titel "Das Potenzial der additiven Fertigung: Digitale Technologien im Unternehmenskontext" setzen rund 72 Prozent der 560 Umfrageteilnehmer AM für die Fertigung von Prototypen und Pilotserien ein. Weitere 16 Prozent prognostizieren eine Anwendung innerhalb von zwei Jahren. Über ein Drittel der Befragten arbeitet bei AM-Projekten mit externen Dienstleistern zusammen. Die Hälfte kann sich vorstellen, externe Unterstützung in den nächsten zwei Jahren zu beauftragen. Bereits knapp 13 Prozent der Befragten nutzen AM in ihrem Unternehmen für die Produktion kompletter Endprodukte. Weitere 17 Prozent können sich vorstellen, dass das innerhalb der nächsten zwei Jahre der Fall sein wird. Ein Drittel gibt zudem an, dass bereits additiv gefertigte Komponenten in ihren Produkten enthalten sind, und ein weiteres Drittel nimmt an, dass das in absehbarer Zeit der Fall sein wird.

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Die Umfrage zeigt außerdem, dass die Befragten additive Fertigungsverfahren nicht nur für die Produktion von Prototypen, Produktteilen oder vollständigen Produkten nutzen, sondern sie auch für die Herstellung von Fertigungswerkzeugen und Montagetools verwenden. Ein Drittel der Befragten gibt an, dies bereits implementiert zu haben. Insgesamt kann sich über die Hälfte der Befragten die Nutzung von AM dafür konkret vorstellen. Den Nutzen von AM für das Ersatzteilmanagement haben über 20 Prozent der Teilnehmer schon in die Praxis umgesetzt. Weitere 24 Prozent sehen hier in den nächsten zwei Jahren Potenziale.

Nach Danneels ändern disruptive Technologien "the bases of competition by changing the performance metrics along which firms compete". Disruptive Technologien unterscheiden sich folglich von evolutionären in ihrer Leistungsfähigkeit, die in einigen in bestehenden Kernmärkten geschätzten Leistungsdimensionen geringer ist als die von Vorgängertechnologien. Aufgrund ihres technologischen Potenzials und ihres neuartigen Leistungsversprechens verändern sie den Wettbewerb und können bestehende Marktverhältnisse nachhaltig zerstören." Angela Janke, Nicolas Burkhardt: "Disruptive Technologien im Mittelstand", Seite 15.

Die additive Fertigung wird von den Ingenieuren in den Unternehmen als eine potenziell disruptive Technologie wahrgenommen: Die 560 befragten Mitglieder des VDI sehen in AM keine Bedrohung für bestehende Geschäftsmodelle und halten es auch für wenig wahrscheinlich, dass diese gar angepasst werden müssen. Es werden eher neue Möglichkeiten für Geschäftsmodelle gesehen.

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