BAM entwickelt Hightech-Keramik für 3D-Druck
- 17.02.2025
- Additive Fertigung
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Keramische Materialien sind für viele Hightech-Anwendungen unverzichtbar, für Hitzeschilde in Gasturbinen etwa. Doch umso kleiner das Bauteil, umso weniger eignet sich Keramik. Ein BAM-Team will das ändern.
Ein transparenter Minitatur-Rover und Landefäre gedruckt aus Keramik mit Details von wenigen Mikrometern.
BAM
Ein wissenschaftliches Nachwuchsteam der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelt transparente keramische Mikrobauteile mittels 3D-Druck. Ziel ist es, Keramikstrukturen für technische, optische und medizinische Anwendungen effizienter und individualisiert herzustellen.
Problem: Die Verarbeitung technischer Keramik ist schwierig. Das Material ist spröde und lässt sich nur mühsam in komplexe Formen bringen. Eine an der BAM entwickelte 3D-Druck-Methode soll hier Abhilfe schaffen. Laut Mitteilung kann sie individuell angepasste Strukturen im Mikro- bis Millimeterformat fertigen.
Transparente Tinten
Eine weitere Schwierigkeit besteht jedoch darin, die Materialmischung an die jeweiligen 3D-Drucker anzupassen. Für hohe Auflösungen sind vor allem transparente Tinten notwendig. Deswegen will die Forschungsgruppe Tinten entwickeln, die trotz Keramik-Teilchen transparent sind – was gelinge, wenn die Partikel nur wenige Nanometer groß seien, so die BAM.
"Mit unserer Forschung wollen wir für den 3D-Druck keramischer Mikrobauteile neue Anwendungsfelder erschließen und diese Technologie in die Industrie bringen. Besonders im Bereich der Medizintechnik und optischer Komponenten wie Lichtleiter bietet unsere Forschung großes Potenzial für Innovationen", so Projektleiterin Johanna Sänger.
Die Forschungsgruppe wird mit 1,9 Mil. Euro über fünf Jahre im Rahmen des NanoMatFutur-Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.