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Über dieses Buch

Andrea Walter untersucht Chancen und Herausforderungen für Kommunalverwaltung in lokaler Politikgestaltung mit Vereinen und Verbänden am Beispiel einer Fallkommune. Sie illustriert das Rollenverständnis von Kommunalverwaltung sowie die Bedeutung von Interaktionsregeln und des lokalen Kontextes. Auf dieser Basis entwickelt sie ein Modell administrativer Governance. Ihre Befunde ordnet sie in den Kontext lokaler Governance, kooperativen Verwaltungshandelns und Fragen der Legitimation ein. Die Autorin beleuchtet damit eine bislang wenig beachtete Facette von Kommunalverwaltung, die primär als Zuarbeiterin von Politik gilt. Dabei umfasst ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit auf lokaler Ebene die Interaktion mit (organisierter) Zivilgesellschaft – in Zeiten knapper Kassen und zunehmender Beteiligungsprozesse gilt dies umso mehr.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Lokale Politik funktioniert nicht ohne den Einbezug zivilgesellschaftlicher Organisationen – und zwar auf ganz unterschiedlichen Ebenen: Verbände und Vereine agieren etwa als Leistungserbringer für lokale Dienstleistungen (vor allem im sozialen Bereich) und entlasten damit politische bzw. administrative Akteure bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben (Czada 1994); Organisationsvertreter sind als sachkundige Bürger in den politischen Entscheidungsprozess eingebunden (u.a. in der Ausschussarbeit) oder werden als Experten in Konsultationsverfahren bzw.
Andrea Walter

Chapter 2. Kommunalverwaltung, Zivilgesellschaft und lokale Governance

Dieses Kapitel verortet die Arbeit in ihren politikwissenschaftlichen Kontext – in die lokale Politik- und verwaltungswissenschaftliche Forschung (Kap. 2.1) – und führt in den Forschungsstand ein. So knüpft die Arbeit an die Debatten um kooperative Verwaltung und Legitimation (Kap. 2.2) sowie um lokale Governance unter Einbezug (organisierter) Zivilgesellschaft (Kap. 2.3) an. Im Kontext der ersten Debatte werden Genese, Aufbau und Kompetenzen der Kommunalverwaltung in Deutschland sowie relevante Verwaltungsreformen der vergangenen zwei Jahrzehnte für die lokale Ebene dargestellt.
Andrea Walter

Chapter 3. Entwicklung des Analyserahmens

Die empirische Analyse basiert auf einem induktiven Vorgehen – orientiert an Leitkriterien. Damit ist gemeint, dass der Analyse zwar eine angemessene Offenheit entgegengebracht, jedoch gleichzeitig dem Forschungsstand Rechnung getragen wird. Zentrale Bedeutung kommt hierbei dem Akteurzentrierten Institutionalismus (im Folgenden abgekürzt als AI) nach Mayntz und Scharpf zu (Scharpf 2000).
Andrea Walter

Chapter 4. Forschungsdesign

Dieses Kapitel beschreibt methodisch-reflektiert das praktische Vorgehen zur Gewinnung und Auswertung des Datenmaterials. Der qualitative Forschungsansatz für die Arbeit wird begründet, genauso wie die Auswahl des Untersuchungsgegenstands (Kommune und Politikfelder). Zudem werden die für die Arbeit notwendigen methodischen Zugänge (Dokumentenanalyse, qualitative Interviews und Netzwerkkarten) vorgestellt.
Andrea Walter

Chapter 5. Lokalpolitische Rahmung und Arenen lokaler Governance

Dieses Kapitel identifiziert und beschreibt die konkreten Arenen lokaler Governance in der ausgewählten Kommune und das darin vorzufindende Zusammenwirken zwischen Kommunalverwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Kontext ihrer lokalpolitischen Rahmung. Dazu werden die ausgewählten Politikfelder zunächst mit ihren Spezifika kompakt vorgestellt (Kap. 5.1) und der lokale institutionelle Kontext (Rahmung) wird konkretisiert (Kap. 5.2). Im Anschluss werden die drei identifizierten Arenen lokaler Governance dargestellt (Kap. 5.3).
Andrea Walter

Chapter 6. Governance-Modus zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft

Sind in Kap. 5.3 die Governance-Arenen identifiziert und erläutert worden, steht nun die Analyse der Governance in ihrer Prozess-Dimension im Mittelpunkt. Damit fokussiert das Kapitel auf „die Art und Weise, wie Akteure ihre Handlungen koordinieren“ (Benz 2007: 13 – das Zitat gibt Benz‘ Definition des Begriffs Governance-Modus wieder). Vor dem Hintergrund der Fragestellung dieser Arbeit werden Handlungsmotive, Mechanismen und Merkmale der Interaktion zwischen den Akteuren in den Fokus der Analyse gestellt.
Andrea Walter

Chapter 7. Administrative Governance auf lokaler Ebene: Spezifika und Modellentwicklung

Das vorliegende Kapitel hat eine theoriebildende Funktion. Die empirischen Befunde aus Kapitel 5 und 6 werden bezugnehmend auf die zentrale Fragestellung der Arbeit verdichtet, indem Thesen bzw. Hypothesen gebildet werden, deren Abstraktionsgrad und ihre damit verbundene Erklärungskraft über den Untersuchungsfall hinausgehen. Das Kapitel gliedert sich in drei Teile: Zunächst wird erläutert, mit welchem Ziel Kommunalverwaltung mit zivilgesellschaftlichen Organisationen kooperativ agiert (Kap. 7.1.) und welche Eigenschaften Kommunalverwaltung als Governance-Akteur prägen (Kap. 7.2).
Andrea Walter

Chapter 8. Administrative Governance – Implikationen für die lokale Politikforschung

Im Anschluss an die empirische Untersuchung werden die Befunde im Spiegel des theoretischen Kontextes der Arbeit (vgl. Kap. 2) eingeordnet. Dabei wird der Mehrwert der generierten Erkenntnisse für die lokale Politikforschung herausgestellt. Konkret werden die in Kap. 7 entwickelten verallgemeinerungsfähigen Thesen in den Forschungsstand zur Rolle von Kommunalverwaltung in lokaler Governance und hier in die Debatten um kooperative Verwaltung und Legitimation (Kap. 8.1) sowie lokale Governance unter Einbezug von Zivilgesellschaft (Kap. 8.2) eingeordnet.
Andrea Walter

Chapter 9. Fazit, Ausblick und Handlungsempfehlungen für die Praxis

Das Fazit gliedert sich in drei Teile. Zunächst werden die zentralen Ergebnisse der Arbeit – bezugnehmend auf die Forschungsfragestellung – dargestellt (Kap. 9.1). Der zweite Teil gibt einen Ausblick darauf, welchen Mehrwert die Ergebnisse in forschungs- und lokalpraktischer Perspektive haben – unter Bezugnahme auf den zweiten Teil der Forschungsfragestellung (Kap. 9.2). Daran anschließend werden im dritten Teil des Kapitels konkrete Handlungsempfehlungen für Lokalpolitiker, Verwaltungsakteure und Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Organisationen entwickelt (Kap. 9.3).
Andrea Walter

Backmatter

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