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12.03.2019 | Aktie | Nachricht | Onlineartikel

Jüngere nehmen Aktien ins Visier

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Mit 29 Prozent ist der Anteil der Aktieninvestments unter den Deutschen stabil geblieben, sagt eine aktuelle Befragung. Allerdings denken mittlerweile jüngere Menschen deutlich häufiger über Wertpapiere nach als ältere.

Der Anteil der Aktionäre unter den 18- bis 24-Jährigen ist im Vergleich zum Vorjahr von 19 auf 26 Prozent geklettert. Das zeigt eine repräsentative Studie zur Aktienkultur, die zum fünften Mal von der Initiative "Aktion pro Aktie" der Comdirect, Consorsbank und ING veröffentlicht wurde. Das Marktforschungsinstitut Toluna hat dafür im Januar 2019 insgesamt 2.000 Deutsche ab 18 Jahren befragt. Demnach haben 56 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 55 Prozent der 25- bis 34-Jährigen zumindest über ein entsprechendes Investment nachgedacht. Betrachtet man den Bundesdurchschnitt, waren das nur 41 Prozent. 

Unter den Investments belegen die Aktienfonds mit 18 Prozent den ersten Platz. Ihnen folgen die Wertpapiersparpläne mit 13 Prozent, Einzelaktien mit zehn Prozent und ETFs mit sechs Prozent. Interessant: Eine aktuelle Analyse des Finanzportals Investing.com hat im Februar ergeben, dass deutsche Privatanleger bei ihren Investments Papiere heimischer Unternehme bevorzugen. Zu Marken wie Bayer, Siemens oder der Deutschen Bank bestehe demzufolge "ein grundlegendes Vertrauen".

Jüngeren fehlt die Erfahrung

47 Prozent der Befragten haben das Gefühl, nicht das Optimale aus ihrem Vermögen zu machen. Das gilt insbesondere für die jungen Deutschen. 60 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 55 Prozent der 25- bis 34-Jährigen denken, dass sie ihr Vermögen besser anlegen könnten. Aber viele trauen sich ein Aktieninvestment aufgrund mangelnder Erfahrung nicht zu. Das gilt vor allem für die jüngste Befragtengruppe, die Angst hat, ihr Geld zu verlieren (41 Prozent), oder zu den falschen Aktien zu greifen (35 Prozent). Über 35-jährige Anleger stimmen laut Analyse solchen Aussagen deutlich seltener zu.

Dass die Deutschen zu hohe Renditeerwartungen für verschiedene Spar-und Geldanlageformen haben, führen die Studien-Experten auf mangelndes Finanzwissen zurück. So erwarten die Befragten durchschnittlich auf ihrem Girokonto eine Rendite von 0,9 Prozent, auf einem Sparbuch 1,2 Prozent und beim Tagesgeld 1,6 Prozent. Keine dieser Prognosen konnte aber in den vergangenen Jahren erreicht werden. Die Einschätzungen für Aktienfonds und Einzelaktien liegen bei jährlich 3,6 Prozent und bei ETFs bei 2,1 Prozent. Wertpapierbesitzer sind optimistischer und rechnen bei Aktien mit einem Plus von 5,2 Prozent und bei Fonds von 4,7 Prozent.

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