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02.03.2016 | Aktienfonds | Im Fokus | Onlineartikel

Deutsche stecken im Renditeloch

Autor:
Eva-Susanne Krah

Niedrigzinsen und magere Renditen müssten Sparer in andere Anlageformen als Sparbücher locken. Doch viele gehen weiter auf Nummer sicher, statt ihr Geld beispielsweise in Aktien anzulegen.

Dem "Deutschland-Atlas Anlageverhalten" der Comdirect Bank zufolge hält zwar jeder sechste deutsche Aktien für eine sinnvolle Geldanlage, ist selbst aber kein Aktionär. Die Aktionärsquote beträgt hierzulande nur neun Prozent. In 13 der 50 größten deutschen Städte nutzt mindestens jeder fünfte Bürger Aktien nicht als Geldanlage. „Viele Deutsche warten offenbar noch auf den richtigen Moment oder Impuls für ihren ersten Aktienkauf“, begründet Daniel Schneider, Leiter Investing bei Comdirect in Frankfurt am Main, die Zurückhaltung der Sparer. In Deutschlands Finanzmetropole Nummer eins haben drei von zehn Bürgern trotz ihres großen Finanzwissens keine Aktien.

Eine Anlegerstudie der Gothaer Asset Management AG (GoAM) bei mehr als 1.000 Bundesbürgern belegt, dass klassische Anlageformen wie Sparbücher, Bausparverträge oder Lebensversicherungen trotz teils magerster Zinsen weiter hoch im Kurs stehen. Mehr als jeder zweite befragte Bundesbürger will nach wie vor eine sichere Geldanlage. Im Vorjahr waren es mit 43 Prozent noch deutlich weniger. Flexibilität wünschen sich heute noch 31 Prozent, eine hohe Rendite ist nur für acht Prozent wichtig. 28 Prozent der Befragten nennen immerhin Aktien und Fonds als renditestärkere Anlageformen. Immobilienanlagen wurden von 22 Prozent als renditeträchtig angegeben. Dementsprechend investiert jeder Fünfte in Fonds, die direkten Aktieninvestments haben von 15 auf 18 Prozent leicht zugelegt. 15 Prozent der Befragten legen derzeit jedoch gar kein Geld an und 88 Prozent halten an ihrem bestehenden Portfolio fest.

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Der Wert einer bestimmten Geldanlagemöglichkeit ergibt sich aus dem Vergleich zu anderen Geldanlagemöglichkeiten. Die absoluten Werte müssen dabei hinsichtlich der Zeit und des Risikos vergleichbar gemacht werden. Hierfür wird ein Vergleichszinssatz,

Finanzvermögen höher als vor der Krise

Viele Sparer haben sich seit der Finanzkrise aber ein Finanzpolster angelegt. Das Finanzvermögen der privaten Haushalte in der Eurozone hat die Finanz- und Eurokrise mittlerweile hinter sich gelassen und ist gut 3,5 Prozent höher als noch im Jahr 2007. Das zeigt eine Erhebung der ING-Diba zum Anlageverhalten der Deutschen, die zur Brüsseler “Think Forward“-Konferenz erstellt wurde. Privathaushalte in Deutschland sind demzufolge inzwischen um 40 Prozent vermögender geworden, in Österreich verfügen Verbraucher über 25 Prozent höhere Vermögenswerte. Der Vergleich innerhalb der Eurozone aus der ING-Diba-Studie zeigt, dass die unterste Einkommensklasse nur einen Anstieg von acht Prozent ihres Vermögens sah, während die obersten fünf Prozent einen Vermögenszuwachs von fast 50 Prozent verbuchen konnten. Private Haushalte in Deutschland erzielten hingegen einen Vermögenszuwachs, der für die untersten 20 Prozent der Einkommen bei 37 Prozent, für die obersten fünf Prozent bei 71 Prozent lag. 

Sinnvolle Anlagestrategien nutzen

Welche Anlagestrategien erfolgversprechend sind, um Vermögen sinnvoll zu mehren und was es dabei zu beachten gibt, beleuchten die Springer-Autoren Philipp K. M. Lindmayer und Hans-Ulrich-Dietz in ihrem Buch "Geldanlage und Steuer 2016". Sie stellen Anlageformen für eine langfristige Vermögensplanung und entsprechende Renditeziele vor, setzen sich aber auch mit kurz- und mittelfristigen Anlagemöglichkeiten auseinander. Dabei lassen sie 

  • Chancen und Risiken,
  • Rentabilitätsfaktoren sowie
  • steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten

​​nicht außer Acht. Überdies warnen sie vor zu hohen Renditeversprechen, denen Anleger aufsitzen könnten. Bankfachklasse-Autor Wolfgang Grundmann zeigt angehenden Bankberatern in Beispielen auf, wie Aufträge in unterschiedlichen Anlageklassen abgewickelt und die Beratung durchgeführt werden sollte.

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