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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

6. Aktiv und kreativ

verfasst von: Antje Flade

Erschienen in: Psychologie des Alltagslebens

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Menschen verharren nicht nur in Kontemplation, sondern sie machen etwas mit ihrer Umwelt, sie verändern und nutzen sie. Eine „Vita contemplativa“ würde nicht ausreichen, um die existentiellen, die sozialen und die Ich-Bedürfnisse zu befriedigen. Dazu bedarf es einer „Vita activa“. Dass man trotz eines hohes Einsatzes nicht immer erreicht, was man möchte, verkörpert die mythische Gestalt des Sisyphos, der sich abmühte, den großen Steinbrocken den Berg hinauf zu schaffen, der dann aber immer wieder herunter rollte. Sisyphos ist unermüdlich tätig. Wäre er auch noch kreativ gewesen, hätte er einen Seilzug erfunden oder einen Roboter geschaffen, der ihm die mühselige Arbeit abgenommen hätte. Auch der Einfall einer Rampe wäre nützlich gewesen, auf der sich Steinbrocken leicht in die Höhe rollen lassen.
Fußnoten
2
Ein Beispiel ist das Projekt Atlantropa, das in den 1930er Jahren von dem Architekten und Baumeister Herman Sörgel geplant worden war. Gibraltar und Marokko sollten durch einen über 14 km langen Staudamm miteinander verbunden werden. Man hätte nicht nur Europa mit Energie versorgt, sondern durch Absenkung des Mittelmeers auch neues Land gewonnen. Nicht nur der gesamte Mittelmeerraum war einbezogen, auch der afrikanische Kontinent. Es war eine gigantische technisch-architektonische Utopie (Voigt, 1998).
 
3
Aus dem Kalender „Jokes and More“, Kalenderblatt vom 23.2.2021.
 
Metadaten
Titel
Aktiv und kreativ
verfasst von
Antje Flade
Copyright-Jahr
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-36595-0_6