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Über dieses Buch

Die Fahrwerke werden seit einigen Jahren zunehmend durch elektronische Systeme in ihrer Leistungsfähigkeit unterstützt. Deshalb entstand im Haus der Technik die Idee, diese Thematik parallel zur mechanischen Fahrwerkstechnik einmal zusammenfassend zu behandeln. Es soll ein Überblick vermittelt werden, welche Arbeitsgebiete bereits sehr weitgehend bearbeitet worden sind und wo in der Zukunft noch mehr Entwicklungsarbeiten zu leisten sein werden. In der ersten Veranstaltung dieser Art habe ich deshalb versucht, Referenten zu gewinnen, die die verschiedenen Fahrwerkselemente sowohl im Detail als auch im Überblick - wo stehen wir heute - darstellen können. Den Referenten danke ich sehr für ihre Beiträge. Es werden sowohl Einzelaggregate bzw. Systeme, die unmittelbar im Fahrwerk wieder­ zufinden sind, behandelt, wie auch darüber hinausgehende Themen wie z.B. neue Logikansätze, qualitätssichernde Maßnahmen und funktionale Integrationsmöglichkeiten von Fahrwerksystemen. Das scheinen heute zwar noch Randthemen zu sein, nur werden die nächsten Entwicklungsarbeiten sich gerade hier konzentrieren. Die wirtschaftliche Umsetzung der modernen Fahrwerksysteme wird durch differenzierende Logiken, kostensenkende Integrationen und konstruierte Qualität möglich sein. Das konventionelle Einzelsystem allein hat, wie uns die Beispiele derVergangenheit immerwieder schmerzhaft zeigen, auf dem Markt keine großen Chancen. Deshalb möge die Tagung im Haus der Technik und dieses Buch als Gemeinschaftswerk einer größeren Zahl von Fahrzeugentwicklern dazu beitragen, daß wir die gemeinsamen Ziele besser erkennen. Wir können unsere Arbeiten anschließend zum Nutzen unserer Kunden wahrscheinlich sogar zweckmäßiger koordinieren. Für die Gewährung dieses Forums sei dem Haus der Technik und dem Verlag Vieweg bestens gedankt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Aktive Aggregatlagerungen

Zusammenfassung
Das gestiegene Komfortbewußtsein der Käufer von Fahrzeugen zwingt den Konstrukteur zu immer größeren Anstrengungen beim Entwurf der geeigneten Geometrie eines Fahrzeuges. Der gleichzeitig von den Designern geforderte Freiraum zur Gestaltung strömungsgünstiger und attraktiver Karosserien erschwert zusätzlich die Aufgabe ein sicheres und dabei auch komfortables Fahrzeug zu entwerfen.
U. Weltin, G. Feurer

Das komfortorientierte semiaktive Dämpfungssystem

Zusammenfassung
Herkömmliche Fahrwerke von PKW weisen eine Festabstimmung von Federung und Dämpfung auf . Während die Auslegung der Federung durch statische und quasistatische Effekte , wie Einfederung bei Zuladung und stationäre Wank- und Nickwinkel , weitgehend vorgegeben ist , bleibt die Auswahl von Stoßdämpfern als Mittel zur Abstimmung von Fahrwerken. Theoretische und experimentelle Untersuchungen zum Federungsverhalten , /1/ , /2/ , haben gezeigt , daß die gewählte Abstimmung einen Kompromiß zwischen Fahrkomfort und Fahrsicherheit darstellt.
R. Hölscher, Z. Huang

Electronically Controlled Braking Intervention Systems in Europe

P. Martin

Antriebsschlupfregelung — mögliche Lösungen und Entwicklungstendenzen

Zusammenfassung
Seit 1987 hat Bosch mit verschiedenen Autoherstellern Antriebsschlupfregelsysteme (ASR-Systeme) eingeführt. Andere Zulieferer für die Automobilindustrie folgten mit eigenen ASR-Systemen auf dem Markt. Die Vielzahl der möglichen Stelleingriffe zur Regelung des Schlupfes an den Antriebsrädern brachte es mit sich, daß heute viele ASR-Systeme auf dem Markt sind, die auf unterschiedlichen Funktionsprinzipien basieren.
A. Sigl, A. Czinczel

Allradantrieb — ein Beitrag zur aktiven Sicherheit

Zusammenfassung
Jeder Hersteller war in den letzten Jahren gezwungen, mindestens ein Fahrzeug mit Allradantrieb in sein Programm aufzunehmen. Dies bewirkte, daß die Allradtechnik plötzlich im Mittelpunkt des technischen Interesses stand und vor allem die Spitzenfahrzeuge damit ausgerüstet wurden! Dem entsprechend war auch die Werbung teilweise übertrieben und Millionen von DM, $, FFr. wurden ausgegeben, um allen klar zu machen, daß vier angetriebene Räder mehr bewirken als nur zwei.
H. Leinfellner

Fuzzy Logic für geregelte Fahrzeugfederungssysteme

Zusammenfassung
Zur Untersuchung neuartiger Fahrzeugfederungssysteme ist es erforderlich, die Kräfte zwischen Aufbau und Rädern eines Fahrzeugs in weiten Grenzen variabel zu gestalten. Mit dem Einsatz von Hydraulikzylindern können diese Kräfte unabhängig von bauartbedingten Einschränkungen konventioneller Feder-Dämpfer-Systeme realisiert werden. Ein leistungsfähiges Mikroprozessorsystem, das Zustandsgrößen des Fahrzeugs verarbeitet, regelt Servoventile, die ihrerseits die Hydraulikzylinder mit entsprechenden Ölströmen beaufschlagen.
H. Beduhn

ECAS — Elektronisch geregelte Luftfederung für Nutzfahrzeuge

Zusammenfassung
Über den Stand der Entwicklung bei elektronische geregel­ten Luftfederungen für Nutzfahrzeuge wird berichtet, im einzelnen schwere Lkw, Omnibusse, leichte Lkw und Trans­porter. Zur Übertragung dieser Technik auf Pkw-Anwendungen wurden spezielle Komponenten entwickelt.
K. Schönfeld, H. Geiger, D. Gradert

Von der Niveauregulierung zur Aktiven Federung: Erkennbare Entwicklungstendenzen

Zusammenfassung
Im voranstehenden Beitrag ist verdeutlicht worden, mit welchen Mitteln und mit welcher Qualität heute Niveauregulierungssysteme in der Praxis eingesetzt werden. Die dabei betrachtete elektronisch geregelte Luftfederung für Nutzfahrzeuge kann in ganz ähnlicher Weise natürlich auch bei Personenwagen eingesetzt werden. In der Praxis tun sich diese Systeme bei ihrer Realisierung meist schwer, weil sie, gemessen an ihrer Leistungsfähigkeit, vermeintlich viel zu teuer sind. Die Forscher gehen dann lieber gleich einen Schritt weiter und entwickeln eine “richtige” zukunftsträchtige Federung, die dann als “aktive Federung” bezeichnet wird.
H. Wallentowitz, D. Konik

Nissan Hydraulic Active Suspension

Zusammenfassung
Active suspensions have become a central focus of passenger car chassis development today because they hold out the potential for achieving dramatic improvements in performance over conventional passive control systems. The latter have mainly controlled vehicle motions by switching the spring and damper rates according to the condition of the vehicle.
N. Fukushima, K. Fukuyama

Die geplante Zuverlässigkeit — Strategien bei der Konzeption aktiver Fahrwerkselemente

Zusammenfassung
Eine Vielzahl von elektronischen Baugruppen begegnet uns heute im modernen Automobil . In jüngster Zeit halten Elektroniken zur Steuerung und Regelung des Fahrwerks Einzug. Sie sind Teil eines Systemverbundes der Komponenten verschiedener Zulieferanten einschließt . Nur durch saubere Konzeption und frühe Zusammenarbeit aller Beteiligten können diese Baugruppen überzeugen und eine positive Bewertung durch den Endkunden erfahren.
Mit den Strategieen und Besonderheiten einer in diesem Sinne betriebenen Entwicklung beschäftigt sich der vorliegende Aufsatz.
H.-J. Schröder, D. K. Busch

Brems- und Stoßdämpfer-Verbundregelsystem (B & SC) unter Einbeziehung von System-Diagnose und Wartungs-Instruktor (DWI)

Zusammenfassung
Wechselwirkung zwischen Bremskraftverteilung, Kraftschlußbeanspruchung und Variation der Radaufstandskraft; Meß— und Simulationsergebnisse; Konzeption eines B & SC; Einführung eines interaktiven Zustandsbeobachters; Notwendigkeit eines computergestützten DWI—Systems; pros and cons.
H.-Ch. Klein
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