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Über dieses Buch

Daniela Strüngmann entwickelt ein integratives Legitimitätsmodell, mit dem sie die Akzeptanz öffentlicher Verwaltung bei den Bürgern erklärt. Anhand eines Mehrmethodenansatzes gewinnt sie aus der Empirie eine Typologie von Akzeptanztypen und untersucht Einflussfaktoren wie bspw. Behördenkontakte, Einstellungen im sozialen Umfeld oder Medienberichte sowie ihr Zusammenspiel. Es zeigt sich, dass die Bewertung der Verwaltung nicht auf ihr negatives Image verkürzt werden kann. Überdies wird deutlich, dass die Einstellungen zur Verwaltung auch Wahlentscheidungen und politische Einstellungen beeinflussen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Wenn die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland mit dem politisch‐administrativen System direkt in Kontakt kommen, dann in aller Regel mit seinem administrativen Teil und seltener mit den politischen Institutionen und Akteuren. Die öffentliche Verwaltung tritt den Bürgern besonders auf der lokalen Ebene als Implementationsinstanz des politischen Systems gegenüber – hier wird die Demokratie und Politik für die Bürger erlebbar (Derlien/Löwenhaupt 1997: 418). Die öffentliche Verwaltung ist diejenige staatliche Institution, die Maßnahmen und politische Programme in der Alltagswelt der Bürger umsetzt.
Daniela Strüngmann

Kapitel 2. Stand der Forschung und Forschungslücke

Zusammenfassung
Die Problemstellung dieser Arbeit – die Legitimität bzw. Akzeptanz der öffentlichen Verwaltung bei den Bürgerinnen und Bürgern, ihre Entstehung und in diesem Zusammenhang insbesondere die Einstellungen der Bürger gegenüber der Verwaltung sowie schließlich potentielle Auswirkungen auf die Legitimation des politisch‐administrativen Systems – beschreibt eine bereits in der wissenschaftlichen Diskussion explizit identifizierte Forschungslücke. Insgesamt ist die Forschung im deutschsprachigen Raum zum Einstellungsbild über die öffentliche Verwaltung eher durch Einzelstudien geprägt. Im Vordergrund stehen jeweils eher Einzelaspekte (z.B. das Institutionenvertrauen in die öffentliche Verwaltung oder Fragen der Servicequalität), nicht das große Ganze.
Daniela Strüngmann

Kapitel 3. Bürger‐Verwaltungsbeziehung unter dem Gesichtspunkt legitimer Herrschaft

Zusammenfassung
Wie eingangs dargelegt, ist die Wahrnehmung und Bewertung der öffentlichen Verwaltung durch die Bevölkerung bestenfalls ambivalent. Aus politikund verwaltungswissenschaftlicher Perspektive drängt sich vor dem Hintergrund ambivalenter Einstellungen die Frage auf, ob negative Einstellungen der Bürger gegenüber der Verwaltung auch Konsequenzen für das politischadministrative System haben. Eng damit verknüpft ist die Frage nach der Legitimität der öffentlichen Verwaltung.
Daniela Strüngmann

Kapitel 4. Die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger zur öffentlichen Verwaltung aus theoretischer Perspektive

Zusammenfassung
Als zu erklärende Variable steht die Akzeptanz mitsamt den Einstellungen der Bürger gegenüber der Verwaltung im Mittelpunkt des Forschungsinteresses dieser Arbeit. Häufig wird in politikwissenschaftlichen bzw. allgemein sozialwissenschaftlichen Publikationen zur Einstellung jedoch nicht näher auf das dem Begriff zu Grunde liegende Konzept eingegangen: Einstellung wird dann beispielsweise mit dem Antwortverhalten in standardisierten Fragebögen gleichgesetzt.
Daniela Strüngmann

Kapitel 5. Forschungsdesign

Zusammenfassung
Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit liegt auf der Untersuchung von Akzeptanz öffentlicher Verwaltung bei den Bürgerinnen und Bürgern. An dieses Forschungsinteresse anknüpfend, wurde folgende Hauptforschungsfrage formuliert: Durch welche Faktoren lässt sich die Akzeptanz der öffentlichen Verwaltung bei den Bürgerinnen und Bürgern erklären? Die Beantwortung dieser Frage ist theoretisch eingebettet in das im dritten Kapitel entwickelte, integrative Legitimitätskonzept, welches es empirisch zu überprüfen gilt. Diesem Modell folgend basiert Akzeptanz auf der Ebene des einzelnen Bürgers auf der Erfüllung seiner Erwartungen an die Kriterien Legalität, normative Prinzipien sowie Problemlösungsfähigkeit der Verwaltung.
Daniela Strüngmann

Kapitel 6. Akzeptanz der öffentlichen Verwaltung: empirische Ergebnisse zur abhängigen Variable

Zusammenfassung
Nach der ersten Durchsicht der Interviews zeigte sich folgende Erkenntnis: In den Daten der hier durchgeführten Untersuchung lässt sich das eingangs festgestellte Paradoxon unterschiedlicher Bewertungsebenen der öffentlichen Verwaltung durchaus bestätigen. Einerseits wird die öffentliche Verwaltung in der absoluten Mehrheit der Interviews mit typischen Negativstereotypen zu ihren Strukturmerkmalen und ihrem Personal assoziiert. Andererseits sind die persönlichen Erfahrungen der befragten Bürgerinnen und Bürger mit der öffentlichen Verwaltung dagegen deutlich heterogener in der Bewertungsrichtung.
Daniela Strüngmann

Kapitel 7. Informationsquellen und weitere Faktoren in ihrem Einfluss auf die Akzeptanz der Verwaltung: empirische Ergebnisse zu den unabhängigen Variablen

Zusammenfassung
Nachdem im vorangegangenen Kapitel die abhängige Variable analysiert wurde, muss zur Beantwortung der Forschungsfrage nun eine umfassende Analyse der unabhängigen, erklärenden Variablen von Akzeptanz erfolgen. Die Analyse orientiert sich dabei an der zweiten Teilfrage, wie die Einflussfaktoren (Informationsquellen und weitere Faktoren) auf die Akzeptanz der öffentlichen Verwaltung wirken. Das Kapitel 7 stellt die Ergebnisse und Wirkungsweisen der einzelnen Faktoren zunächst isoliert für jeden Faktor dar.
Daniela Strüngmann

Kapitel 8. Das Zusammenspiel der Informationsquellen und der weiteren Einflussfaktoren auf die Akzeptanz

Zusammenfassung
Wie entsteht Akzeptanz gegenüber der öffentlichen Verwaltung bzw. unter welchen Voraussetzungen kommt es zu eingeschränkter oder fehlender Akzeptanz? Das vorherige Kapitel hat die einzelnen Einflussfaktoren jeweils isoliert betrachtet und die Ergebnisse der Inhaltsanalyse dargestellt. Eine isolierte Betrachtungsweise ist jedoch nicht hinreichend, um zu erklären, wie Akzeptanz insgesamt entsteht. Vielmehr basiert sie auf multiplen und komplexen Prozessen des Zusammenspiels der verschiedenen Faktoren.
Daniela Strüngmann

Kapitel 9. Integratives Legitimitätskonzept der öffentlichen Verwaltung in der Empirie

Zusammenfassung
Mit der Forschungsfrage dieser Arbeit wird nach den Faktoren gefragt, die Akzeptanz öffentlicher Verwaltung erklären. Um diese Frage umfassend beantworten zu können, wird in dieser Arbeit die Akzeptanz öffentlicher Verwaltung aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Während in den vorangegangenen Kapiteln vornehmlich der Prozess der Meinungsbildung und die entsprechenden Informationsquellen im Vordergrund standen, stehen im Mittelpunkt der Darstellung dieses Kapitels die inhaltlichen Dimensionen von Akzeptanz in der Empirie.
Daniela Strüngmann

Kapitel 10. Auswirkungen der Akzeptanz auf das politischadministrative System

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurde die Akzeptanz der öffentlichen Verwaltung als abhängige, d.h. als zu erklärende Variable analysiert und die Forschungsfrage beantwortet, durch welche Faktoren sich die Akzeptanz der öffentlichen Verwaltung erklären lässt. In diesem letzten Kapitel vor der Schlussdiskussion wird schließlich noch einmal der Bogen zurück zur Einleitung geschlagen, in der nach den potentiellen Auswirkungen der Akzeptanz bzw. Nicht‐Akzeptanz der Verwaltung für das gesamte politisch‐administrative System gefragt wird.
Daniela Strüngmann

Kapitel 11. Zusammenfassung und Fazit

Zusammenfassung
Das Image der öffentlichen Verwaltung ist allgemein negativ und die bürokratiekritische Perspektive und Negativstereotype sind weithin bekannt – so der Ausgangspunkt dieser Arbeit. Dies hat die Frage aufgeworfen, welche Bedeutung es für die Legitimität der öffentlichen Verwaltung und die Stabilität des Staates hat, wenn die Einstellung der Bevölkerung zur Implementationsinstanz des politischen Systems und seinen Bediensteten offenbar negativ ist. Die Frage gewinnt an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass für die Persistenz des politischen Systems ein ausreichendes Maß an Anerkennung bzw. politischer Unterstützung als wesentlich erachtet wird (exemplarisch Easton 1965).
Daniela Strüngmann

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