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Über dieses Buch

Felix Krebber geht der Frage nach, wie Unternehmen bei Infrastrukturprojekten in ihrer Projektkommunikation und ihrem gesamten Handeln auf die gesellschaftliche Erwartung von Partizipation reagieren, um gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen. Anhand von fünf Fallstudien zeichnet der Autor die Kommunikationsarbeit der Vorhabenträger detailliert nach. Der Blick ins Innere der Organisationen zeigt die Integration der Kommunikatoren in Planungsprozesse und damit ihren Einflusszugewinn. Aus den Fallstudien wird ein Beteiligungstypenmodell akzeptanzfördernder Projektkommunikation abgeleitet und das Leitbild inputorientierter Organisationskommunikation gezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In den Akzeptanzdebatten unserer Tage verdichten sich wie unter einem Brennglas vielerlei gesellschaftliche Metaprozesse: Gesellschaftliche Modernisierung, Bildungsexpansion, Wirtschaftskritik – um nur einige Schlagworte zu nennen. Wo Akzeptanz in der nach Wohlstand strebenden Nachkriegsgesellschaft außer Frage stand, stand sie spätestens in den 1970er und 1980er Jahren bei bestimmten Gruppen zunehmend in Frage. Heute ist dieses kritische Infragestellen in Deutschland normaler Modus in der aufgeklärten Bürgergesellschaft – mit allen Konsequenzen, die sich für Wirtschaft und Politik daraus ergeben.
Felix Krebber

2. Akzeptanz und Legitimation gesellschaftlicher Akteure

Zusammenfassung
Mit der vorliegenden Arbeit wird der Blick auf Organisationshandeln und Organisationskommunikation in der Gegenwartsgesellschaft gerichtet. Bezugspunkt der Studie sind Infrastrukturprojekte, deren Akzeptanzdefizite zu einem Kristallisationspunkt für die Frage der Akzeptanz von Organisationshandeln geworden ist. In diesem Kapitel wird zunächst – interdisziplinär informiert – ein begrifflicher Rahmen für die Betrachtung zum Phänomen der Akzeptanz geschaffen und die Perspektive auf den Begriff von derjenigen anderer Disziplinen abgegrenzt (Kapitel 2.1.). Daraufhin wird in Kapitel 2.2 die sozialwissenschaftliche Perspektive geschärft und der Akzeptanzbegriff für die Untersuchung fruchtbar gemacht. Auf diesem Fundament wird Akzeptanz mit Legitimation in Verbindung gebracht (Kapitel 2.3). Damit wird der Grund gelegt für die spätere Auseinandersetzung mit Akzeptanz und Legitimation von Organisationshandeln und dem spezifischen Beitrag der Organisationskommunikation hierzu.
Felix Krebber

3. Neue gesellschaftliche Rahmenbedingungen von unternehmerischem Handeln

Zusammenfassung
Im vorigen Kapitel wurde Akzeptanz als gesellschaftliches Phänomen beschrieben. Diese Charakterisierung macht die Analyse gesellschaftlicher Rahmenbedingungen erforderlich, die ein Verständnis für Akzeptanzdiskurse und ihre Ursachen schafft. Beantworten lässt sich die Frage nach Akzeptanzdefiziten in der Gegenwartsgesellschaft jedoch nicht, ohne auf umfassende gesellschaftliche Phänomene und Prozesse einzugehen. Darum werden im Folgenden gesellschaftliche Modernisierungsprozesse (Kapitel 3.1) und ihre Konsequenzen für politische Teilhabe(- bedürfnisse) geschildert (Kapitel 3.2). Wechselwirkungen in einer sich wandelnden Öffentlichkeit (Kapitel 3.3) werden ebenso thematisiert, wie die Konsequenzen der Digitalisierung, die sich für öffentliche Meinungsbildung in der Mediengesellschaft ergeben (Kapitel 3.4). Abschließend wird in Kapitel 3.5 die lokale Dimension von Kommunikationsprozessen bei Infrastrukturprojekten unter dem Gesichtspunkt lokaler Öffentlichkeit und Willensbildung diskutiert.
Felix Krebber

4. Organisationen und Kommunikation

Zusammenfassung
Da Bezugspunkt der Untersuchung Infrastrukturprojekte sind, die von erwerbswirtschaftlichen Unternehmen realisiert werden, werden zunächst Unternehmen als gesellschaftliche Akteure beschrieben und ihre Rolle in der und für die Gesellschaft herausgearbeitet (Kapitel 4.1). Aus theoretischer Perspektive sind in diesem Kontext Ansätze aus Wirtschaftswissenschaften und Organisationssoziologie bedeutsam, die das Verhältnis zwischen Unternehmen und Umwelt beschreiben. Sie werden in Kapitel 4.2 diskutiert, um damit den explizit organisationstheoretischen Bezugsrahmen für die Studie zu setzen.
Felix Krebber

5. Kommunikation bei Infrastrukturprojekten

Zusammenfassung
In den vorigen Kapiteln wurde der Blick auf Unternehmen als Organisationen in einem veränderten gesellschaftspolitischen Umfeld gelenkt. Im Folgenden geht es nun stärker um den Anlass der Untersuchung und das Untersuchungsobjekt: Infrastrukturprojekte und die sie begleitende Kommunikation. Sie waren in den vergangenen Jahren und sind auch heute immer wieder Kristallisationspunkt, Kontrastmittel und Indikator des beschriebenen gesellschaftlichen Wandels, weil sie potenziell konfliktträchtig sind, in Interessen der von ihnen Betroffenen eingreifen und unter starker (medialer) Beobachtung stehen.
Felix Krebber

6. Empirische Untersuchung

Zusammenfassung
Sowohl im theoretischen Teil als auch im Überblick über den aktuellen Forschungsstand wurde deutlich, dass Unternehmen mit einer fundamental gewandelten Umwelt konfrontiert sind, aus der Erwartungen an sie herangetragen werden. Mit der neo-institutionalistischen Organisationstheorie wurde ein Ansatz aufgezeigt, nach dem sich Organisationen ihrem Umfeld gegenüber legitimieren, wenn sie auf Erwartungen aus der Umwelt adäquat reagieren. Bei Infrastrukturprojekten zeigt sich in besonderer Weise der Bedarf der Legitimation im gesellschaftspolitischen Umfeld, gerade wenn sich an ihnen gesellschaftliche Konflikte entzünden. Auch wenn sich inzwischen – besonders vor dem Hintergrund des Netzausbaus – mehrere Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen mit Infrastrukturprojekten (bzw. vergleichbaren Projekten) sowie Technologien und ihrer Akzeptanz befasst haben, befindet sich die Forschung eher am Anfang.
Felix Krebber

7. Befunde der Untersuchung

Zusammenfassung
Im Folgenden werden die untersuchten Fallstudien anhand der Ergebnisse der Experteninterviews sowie der Dokumentenanalyse einzeln beschrieben. Die Schilderungen folgen dabei einem einheitlichen Darstellungsmuster: Zunächst wird das Projekt mit seinen Eigenheiten charakterisiert. Die Konflikte in den jeweiligen Fallstudien werden nachgezeichnet, Stakeholderbeziehungen beschrieben und das öffentliche Meinungsklima dargestellt. Anschließend wird der Blick auf die Projektkommunikation gelenkt: Ihre Bedingtheit durch den öffentlichen Diskurs sowie Maßnahmen der Projektkommunikation, darunter besonders Formen der Stakeholderkommunikation.
Felix Krebber

8. Inputorientierte Organisationskommunikation und gesellschaftliche Akzeptanz

Zusammenfassung
Im Folgenden werden die empirischen Ergebnisse im Spiegel der theoretischen Ausführungen interpretiert. Zunächst werden die Einflüsse und Erwartungen aus einem veränderten gesellschaftspolitischen Umfeld dargestellt (Kapitel 8.1). Daraufhin werden die Reaktionen der Unternehmen hierauf beschrieben (Kapitel 8.2). Hieraus wird ein Typenmodell der Kommunikation bei Infrastrukturprojekten entwickelt (Kapitel 8.2.2) sowie auf Institutionalisierungsprozesse in der Organisation geblickt (Kapitel 8.3), um die Forschungsfrage zu klären, wie Unternehmen bei akzeptanzkritischen Infrastrukturprojekten in ihrer Projektkommunikation und ihrem organisationalen Handeln auf die Erwartungen aus dem gesellschaftspolitischen Umfeld reagieren.
Felix Krebber

9. Fazit, Kritik und Forschungsdesiderata

Zusammenfassung
Abschließend werden die Kernergebnisse der Studie noch einmal zusammengefasst und im Fazit verdichtet. Die kritische Reflexion der Studie gibt Ansatzpunkte für die weitere Forschung. Der Ausblick enthält Perspektiven für Wissenschaft und Praxis in dem sich stark entwickelnden Feld der Kommunikation bei Infrastrukturprojekten.
Felix Krebber

Backmatter

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