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Über dieses Buch

Christian Arnold und Christoph Klee erläutern in diesem Essential, warum es sich bei Produktinnovationen um einen kritischen Erfolgsfaktor handelt: Kundenanforderungen und Technologien wandeln sich immer rascher und das Angebotsprogramm muss entsprechend häufig angepasst werden. Auf eine Begriffserläuterung und einige Anmerkungen zur betriebswirtschaftlichen Erfolgsforschungstradition folgt eine Einführung in bedeutende Konzepte der Akzeptanzforschung. Im Anschluss werden Widerstände diskutiert, die die Akzeptanz einer Produktinnovation unter bestimmten Umständen blockieren können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Rasch wandelnde Kundenanforderungen und immer kürzer werdende Technologielebenszyklen zwingen Anbieter, innovative Produkte immer zügiger zu entwickeln und am Markt zu platzieren. Fehlende Innovationsbereitschaft führt hingegen schnell zu einem Verlust der Wettbewerbsposition und reduziert die Fähigkeit, die Renditeerwartungen der Kapitalgeber nachhaltig zu befriedigen. Es kann daher nicht überraschen, dass immer häufiger und immer mehr Innovationen am Markt erscheinen, deren Entwicklung und Vermarktung allerdings regelmäßig mit erheblichen Ressourcenbelastungen einhergehen. Der Nachfrager ist wiederum mit einer Innovationsflut konfrontiert, mit der er sich schon aufgrund seiner begrenzten Informationsverarbeitungskapazitäten nicht mehr adäquat auseinandersetzen kann. Anbietern ist daher zu raten, die Analyse der nachfragerseitigen Akzeptanz von neuen Produkten und Technologien in allen Phasen des Innovationsprozesses nachhaltig zu verankern.

Christian Arnold, Christoph Klee

2. Produktinnovationen aus betriebswirtschaftlicher Sicht

In der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere in der Sphäre des praktischen Marketings, ist die Akzeptanzforschung ein zwar bedeutender, aber unterrepräsentierter Zweig der Erfolgsforschung, der sich dennoch vor allem im Zusammenhang mit Technologieinnovationen einiger Beliebtheit erfreut. Eine definitorische Auseinandersetzung mit den Begriffen „Innovation“ und „Erfolgsforschung“ ist daher den Erläuterungen zur Akzeptanzforschung voranzustellen.

Christian Arnold, Christoph Klee

3. Akzeptanzforschung

Der Akzeptanzbegriff wird interdisziplinär verwendet und quasi-zyklisch neu ausgestaltet, weswegen Lucke eine wahrhaftige „Verwendungskarriere“ attestiert. Im gesellschaftlichen Kontext bezieht sich Akzeptanz beispielsweise auf die Umsetzung von politischen Entscheidungen, im Organisationsentwicklungskontext ist die Rede von Akzeptanz bei der Einführung neuer Informationssysteme und im unternehmerischen Kontext spricht man von Akzeptanz bei der Einführung neuer Produkte. Kollmann bezeichnet Akzeptanz als „Schlüsselbegriff“ innerhalb der gesellschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Diskussion, dem vor allem für die Erfolgsmessung und -prognose technologischer Innovationen eine bedeutende Rolle zukommen sollte, da „die Einführung von Neuerungen durchaus nicht gleichbedeutend mit deren Akzeptanz durch die Menschen ist, so dass nicht alles, was technisch möglich scheint, auch unmittelbaren absatzorientierten Erfolg verspricht“.

Christian Arnold, Christoph Klee

4. Widerstände

Die Akzeptanz von Produktinnovationen wird unter bestimmten Umständen von Widerständen blockiert, die allerdings nicht zwingend auftreten müssen oder sich im Laufe der Zeit abschwächen können. Beachtlich sind hierbei vor allem Reaktanzeffekte. Bei Vorliegen erlernter Hilflosigkeit entfalten diese Effekte zwar keine oder wenig Wirkung, bestimmte Verhaltensweisen unterbleiben aber dennoch.

Christian Arnold, Christoph Klee

5. Schlussbetrachtung

Produktinnovationen sind insofern ein kritischer Erfolgsfaktor, weil sich Kundenanforderungen und Technologien immer rascher wandeln und das Angebotsprogramm entsprechend häufig angepasst werden muss. Anbieter können neue Produkte allerdings nur dann erfolgreich platzieren, wenn die Nachfrager bereit sind, die Innovation zu verwenden, was dann der Fall ist, wenn sie Kundenprobleme besser lösen können, als bereits verfügbare Produkte. Die Prädiktoren der nachfragerseitigen Produktverwendung sind wiederum Gegenstand der Akzeptanzforschung, die schon deswegen in allen Phasen der Produktentwicklung zu evaluieren sind, da die Fortführung einer nachhaltig negativ bewerteten Produktidee letztendlich eine unnötige Fehlallokation von Ressourcen darstellt. Gleiches gilt für die Identifikation von Widerständen, deren rechtzeitige Offenlegung allerdings ermöglicht, die Produktentwicklung und Vermarktung in geeigneter Weise anzupassen.

Christian Arnold, Christoph Klee

Backmatter

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