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Über dieses Buch

Ein Buch, das Mut macht, das Alleinsein, zumindest „auf Zeit“, zu wagen. Es zeigt, wie Rückzug und Ruhe, als Reifephasen genutzt, das innere Wachstum des Menschen befördern. Von 2 Autoren geschrieben, zeigen die Texte, wie vielschichtig das Thema ist. Jeder Dritte ist allein – diese Tatsache ist Ausgangspunkt von Betrachtungen und Erkenntnissen, die von der Psychologie, aber auch Literatur Anregungen erhalten. Und das von der Lebenserfahrung des inzwischen verstorbenen Autors Ulrich Beer – wie von dem frischen Blick des jungen Autors Malte Güth profitiert. So ist das Buch anregende Lektüre und Ratgeber des Alleinseins, das Einsichten in moderne psychologische und fachübergreifende Forschung einschließt, kompakt und verständlich geschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Irgendwann ist es jeder

Zusammenfassung
Einsamkeit ist ein integraler Bestandteil des menschlichen Erlebens. Von vielen wird sie als Last und als ein Gefängnis empfunden, das den Menschen hinter unsichtbaren Gittern hält. Doch Einsamkeit birgt ein vielfältiges Potenzial. Allein die Umstände, die zur Einsamkeit führen, sind komplexer als traditionelle, negative Sichtweisen uns glauben machen. Sie kann sozialen Missständen, fremder Gewalt über uns, aber auch dem Wunsch nach Rückzug, Erholung und Besinnung geschuldet sein. In diesem einführenden Kapitel wird besprochen, welche Bedeutung die Einsamkeit in unserer Gesellschaft hat und warum es lohnenswert ist, sich mit der Einsamkeit zu befassen. Dabei soll deutlich werden, dass Einsamkeit ein Phänomen ist, das einen erheblichen Teil der Bevölkerung betrifft und eine Chance bietet, als Mensch zu wachsen. Anhand klassischer Theorien der Psychologie, wird gezeigt, wie stille Reflexion zu diesem Wachstum verhelfen kann. Zuletzt soll dieses Kapitel zum Umdenken anregen. Einsamkeit betrifft nicht nur jeden, sie bietet sich jedem. Wir fühlen sie aus einem Grund, denn Einsamkeit ist sinnhaft. Sie ist ein natürliches Bedürfnis mit derselben Berechtigung wie das Bedürfnis nach Gesellschaft.
Ulrich Beer, Malte R. Güth

Kapitel 2. Der weite Weg der Einsamkeit

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden verschiedene Gründe, Formen und Konsequenzen der Einsamkeit vorgestellt. Der Weg vom Rückzug bis zur Rückkehr in die Gesellschaft wird nachvollzogen. Neben dem Alleinsein, das vom Gefühl der Einsamkeit abgegrenzt werden muss, sind die Gedanken und Emotionen zu berücksichtigen, die wir ins Exil mitnehmen. Was sich in der Abgeschiedenheit offenbart, hängt von langfristig erworbener Emotionalität und dem Umgang mit dem Leben außerhalb ab. Die Rückkehr ins Leben in Gesellschaft kann schwer fallen und ist oft nur vorübergehend. Ein wichtiger Teil des Kapitels sind die Auswirkungen, die dauerhafte Isolation und Einsamkeit auf uns haben können. In der Einsamkeit können wir uns von unserem Selbst entfremden, sodass wir abhängig von ihr werden. Umgekehrt kann die Einsamkeit das Selbst zum Wachstum anregen. Sie kann als Spiegel unseres Selbst erlebt, geliebt oder gefürchtet werden. Jedoch, gerade in der Spiegelung, dem Auflösen unterdrückter Gedanken und Rückgewinn der Kontrolle liegt auch der Segen der Einsamkeit. Anhand der Ursprünge und Verläufe von Rückzug werden Überlegungen präsentiert, wie Einsamkeit zu so unterschiedlichen Erlebnissen führt und wie Sucht und Entfremdung vermieden werden können.
Ulrich Beer, Malte R. Güth

Kapitel 3. Zuwendung und Verfehlung des Ich

Zusammenfassung
Sich dem Selbst zu widmen ist eines der Schlüsselerlebnisse, die die erholsame Einsamkeit ermöglicht. Der Schritt braucht Mut. Ihn aber nicht zu wagen, bedeutet Vernachlässigung und Verleugnung des Ich. Dieses Kapitel zeigt auf, wie es zum Verrat kommt und wie wir ihn rückgängig machen können. So soll nachvollziehbar werden, wie Einsamkeit als Chance zur Stärkung des Selbst genutzt werden kann. Die dafür notwendigen Wege nach Innen werden in diesem Kapitel offengelegt. Für eine vollständige Integration des Ich müssen Bedürfnisse und Gedanken erforscht, zugelassen und wertgeschätzt werden. Sich ständig in Bewegung, auf der Flucht vor der Einsamkeit zu befinden, ist bedauerlich. Die Flucht verwehrt uns Zugriff auf Ehrlichkeit, die in uns liegt.
Ulrich Beer, Malte R. Güth

Kapitel 4. Klausur und Kloster auf Zeit

Zusammenfassung
Um weitere Potenziale der Einsamkeit aufzuzeigen, beschreibt dieses Kapitel Einsamkeit als Fülle der Möglichkeiten. Sie ist kein Gefängnis und nicht absolut. Sie ist eine Ressource und zeitweiliger Rückzug von all dem, was die Gedanken blockiert. So befremdend der Gedanke scheinen mag, so soll dieses Kapitel zeigen, wie die Versenkung in Einsamkeit im Alltag gelingen kann. Zuletzt wird das Verhältnis von Rückzug, Wahn, Erkenntnis und Schöpfung wird diskutiert. Wie berühmte Künstler der Geschichte von ihrem Exil profitierten, beweist, dass wir Gestaltungskraft gewinnen können.
Ulrich Beer, Malte R. Güth

Kapitel 5. Mut zum Alleinsein

Zusammenfassung
Die Einsamkeit bietet eine neue Erlebniswelt, je nachdem wer sie antritt. Der Entschluss, die Einsamkeit zu suchen, kann schwerfallen und erfordert Mut. In diesem letzten Kapitel sollen die Herausforderungen gezeigt und dann der Mut gegeben werden, sie zu meistern. Einsamkeit ist es wert, aufgesucht und ausgekostet zu werden.
Ulrich Beer, Malte R. Güth
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