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Über dieses Buch

Dieses Buch bietet der Finanzdienstleistungsbranche eine umfassende Gesamtschau der deutschen Altersvorsorgesysteme. Vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase und der demografischen Entwicklung unterziehen Dr. Heinz Benölken und Nils Bröhl sie einer kritischen Detailbewertung im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit. Die Autoren analysieren dazu ausführlich relevante Altersvorsorgeszenarien und die Eignung und Vorsorgequalität der in Deutschland üblichen drei Schichten der Altersvorsorge: die Basisversorgung, insbesondere durch die gesetzliche Rentenversicherung, die kapitalgedeckte Zusatzversorgung (Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge) sowie Kapitalanlageprodukte. Auf dieser Basis stellen sie als innovativen Vorschlag ein von ihnen entwickeltes neues Modell unter der Bezeichnung "AV 2030 plus" vor. Eine Betrachtung zur Integration von Alters-, Risiko- und Gesundheitsvorsorge rundet dieses Buch ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundlagen und Szenarien der AV

Frontmatter

Kapitel 1. Zum Einstieg: Kompakte AV-Warenkunde

Wir möchten alle Bürger erreichen, denn AV geht fast jeden an, wobei gut versorgte „Millionarios“ prozentual an der Gesamtbevölkerung kaum ins Gewicht fallen. Wer das AV-Sortiment kennt, kann auch die richtige Motivation aufbauen, um Szenarien, Analysen, Schlussfolgerungen und Vorschläge zu verstehen und sich die Materie zu eigen zu machen. Deshalb schicken wir eine AV-Warenkunde voraus, die helfen soll, dass auch Nicht-Experten ohne Verständnisprobleme einen Überblick bekommen und gern weiterlesen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 2. Szenarien zur AV und Altersarmut

Deutschlands Rentner leben lange, haben viel freie Zeit und jede Menge Geld. „Es geht ihnen besser als allen Generationen vor ihnen“.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 3. Zehn Sünden der AV-Politik

„Wenn wir millionenfache Altersarmut vermeiden wollen, brauchen wir eine auskömmliche Rente auch für Niedrig-Verdiener. Aber wer wenig Lohn hat, wird nur in Deutschland dadurch doppelt gekniffen, dass er auch weniger Rente bekommt.“

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 4. Deutschland ist ein AV-Schlusslicht in der EU

Wer bekommt wie viel/wie wenig Rente im Vergleich zum letzten Einkommen? Die Basis ist die Netto-Ersatzquote (NE), das Verhältnis des Netto-Rentenanspruchs zum Netto-Arbeitsentgelt vor Renteneintritt in 18 EU-Ländern. Zwar haben nur 27 % der EU-Bürger eine private AV, aber das ist nur dann bedenklich, wenn die GRV (wie in Deutschland) nicht für einen auskömmlichen Versorgungsstatus im Rentneralter ausreicht. Bei den folgenden Vergleichen nehmen wir an, dass die jeweils nationale Kaufkraft (innerhalb der der Industrieländer in der EU eine vertretbare Annahme) zu den regionalen AV-Gegebenheiten passt.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 5. AV ist Basis des Wohlbefindens im Alter

EinigeEigenvorsorgeveränderteRentenillusion Rahmenbedingungen haben wir schon angesprochen: die Niedrigzinsphase, die Renditeträume für AV-Produkte platzen lässt; die länger werdenden Schatten des demografischen Wandels; kaum erkennbare langfristige Ansätze der Politik über Wohltaten für Bestandsrentner und den nächsten Wahltag hinaus. Denkt man an Bürger, die nach 2030 in Rente gehen und sich bei eher düsteren GRV-Aussichten im Rahmen seines langen und vielleicht noch längeren Berufslebens eine private AV aufbauen müssen? Welche Gruppe versteht es, großen politischen Druck auszuüben? Beitragszahler oder Rentner? Letztere steigen von 20 Mio. auf bis zu 27 Mio. ab 2030 und artikulieren sich gut organisiert, während Beitragszahler keine Lobby zu haben scheinen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Bedarfsprofile von AV-Zielgruppen

Frontmatter

Kapitel 6. (Hiobs-)Botschaften für einzelne Zielgruppen

Für Menschen können „Botschaften“ gut oder schlecht sein. Letztere nennt man im Volksmund auch „Hiobs-Botschaften“ nach dem biblischen Propheten Hiob zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft des israelischen Volkes. Hiobsbotschaften kann es für AV-Bedürftige geben, wenn die AV nicht für die Existenzsicherung und Beibehaltung eines auskömmlichen Lebensstandards im Alter ausreicht.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 7. Altersarmut als Gefahr für Millionen

Die Einkommens- und Vermögensverteilung bei älteren Menschen ist sehr ungleich. AltersreichtumAltersarmut und -armut haben unterschiedliche Gründe. Die deutschen Haushalte sparen durchschnittlich rund zehn Prozent ihres Einkommens.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 8. Bedarf von Senioren und ihr Versorgungsniveau

Viele meinenSenioren, im Rentenalter würde man weniger Geld brauchen als als Berufstätiger: Kinder stehen auf eigenen Beinen, Eigentumsbesitzer haben ihre „Hütten“ bezahlt, nur für Mieter könne es finanziell eng werden. Vor diesem Hintergrund glauben viele Wohneigentumsbesitzer, nicht in weitere AV investieren zu müssen, weil die ursprünglich 60 % des aktiven Einkommens gemäß Rentenformel im Alter bei mietfreiem Wohnen reichen würden.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 9. Arbeitnehmer-Vorsorge: Marsch in die Altersarmut?

Hier findenAltersarmut wir Angestellte in gehobenen Vergütungsklassen im Beitrag der GRV-Bemessungsgrenze und darüber. Damit ist bei entsprechender Berufs- und Einzahlungsdauer ein GRV-Anspruch von 1600 bis 2000 EUR gesichert, meist ergänzt über eine vertraglich abgesicherte Zusatzrente, zum Beispiel durch eine bAV. Damit liegt der Gesamtversorgungsanspruch zwischen 2000 und 3000 EUR brutto.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 10. Selbstständigen-Vorsorge: Quo vadis?

SelbstständigeSelbstständiger sind nicht immer selbstständig, das gilt auch für die AV. Hier gibt es unterschiedliche Typen, die von der Erwartung einer guten oder zumindest auskömmlichen AV bis zu armen Kirchenmäusen reichen als Dauer-Sozialhilfeempfänger.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 11. AV von Frauen: (k)ein Sonderfall!?

Auch fürFrauen die AV gilt das Grundrecht, dass vor dem Gesetz alle Pflichtversicherten gleich sind. Wer sich mit der Frage befasst, wieso der GRV-Anspruch von Frauen ein Viertel unter dem von Männern liegt, muss an der relativen Einkommensgerechtigkeit der Geschlechter ansetzen. Insofern scheint es keines besonderen „Frauenkapitels“ zu bedürfen, aber es gibt nicht nur historische Entwicklungen, sondern auch noch aktuelle Benachteiligungen, die einer AV-Chancengleichheit der Geschlechter entgegenstehen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Politikangebot zur (geförderten) AV

Frontmatter

Kapitel 12. Politikangebot an AV-Zielgruppen

Wissen Bürger beim sensiblen Thema AV, woran sie sind, wenn sie statt verantwortungsvoll gestaltender PolitikPolitik eher wahlkampfbezogenen Lobbyismus erkennen? Die Politik bemüht sich zwar seit Gründung der Bundesrepublik, die AV für die Bürger so zu gestalten, dass möglichst alle ihren Ruhestand in wirtschaftlich auskömmlichen Umständen genießen können und von Altersarmut verschont bleiben. Aber auch wenn sich verlässliche Perspektiven über mögliche Zukünfte der GRV nur schwer darstellen lassen, gewinnen Bürger folgenden Eindruck:

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 13. Erste Schicht: GRV und ihre Surrogate

WesentlicherDrei-Schichten-Architekturerste SchichtTrägerUmlageverfahren der GRV ist die Deutsche Rentenversicherung (Zusammenfassung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte und der Landesversicherungsanstalten für gewerbliche Arbeitnehmer). Eine vergleichbare Funktion haben für Selbstständige und Freiberufler berufsständische Versorgungswerke. Für letztere Kreis ist die Rürup- bzw. Basisrente gedacht. Diese Versorgungsträger sichern Versorgungsempfänger und hinterbliebene Ehepartner in der ersten Schicht ab, aber mit nur teilweise vererbbaren Leistungen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 14. Zweite Schicht – Teil 1: bAV

DieDrei-Schichten-Architekturzweite SchichtbAVAltersversorgung, betriebliche (bAV) ist mit über 17 Mio. Anspruchsberechtigten nicht nur die älteste, sondern auch heute noch die wichtigste Form der AV in der zweiten Schicht. Historisch ist sie aus den Bemühungen von Großunternehmen hervorgegangen, ihre Mitarbeiter über die staatliche Rente hinaus mit einer eigenen betrieblichen Sozial- bzw. Pensionskasse versorgungsmäßig abzusichern. Das war sozialpolitisch verdienstvoll und machte als erwünschten Nebeneffekt das jeweilige Unternehmen als Arbeitgeber für qualifizierte Mitarbeiter langfristig attraktiv. Die damit zum Unternehmen erzeugte Bindung prägte soziologisch das Zusammengehörigkeitsgefühl zum Beispiel der „Kruppianer“ und „Siemensianer“.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 15. Zweite Schicht – Teil 2: Riester-Rente

„Die großzügigeDrei-Schichten-Architekturzweite Schicht Förderung der Riester-RenteRiesterRente ist primär eine Förderung der Versicherungs- und Fondsgesellschaften: Es geht fast die gesamte Förderung für die Abschlusskosten drauf.“ (Norbert Blüm in „Menschen bei Maischberger“ am 24. November 2009).

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 16. Dritte Schicht: Ungeförderte Private Vorsorge

Diese Schicht umfasstDrei-Schichten-Architekturdritte Schicht alle individuellen Vorsorgeleistungen für Vermögensaufbau und Altersvorsorge, sei es als Ersparnisse bei Banken, Rentenversicherungen, Wertpapiere, Investmentfonds, Immobilieneigentum etc., also alle Kapitalanlagen, aus denen adäquate Erträge als Zinsen, Dividenden, private Rentenansprüche und Mieten fließen können. Auch die Bildung von Produktivvermögen in Arbeitnehmerhand ist hier einzuordnen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 17. Effizienzeinschätzung des Drei-Schichten-Systems

Viele Bürger sparen nicht freiwillig für ihre AV, wenn kein heilsamer Zwang dahintersteht. Der Gesetzgeber verpflichtet nur Arbeitnehmer im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze (2018; 6500 EUR West und 5.800 EUR Ost) zum Zwangssparen in der ersten Schicht. Alle weiteren Entscheidungen für ihre individuelle AV treffen Bürger freiwillig. Mit Förderzulagen und steuerlichen Vergünstigungen in der zweiten Schicht bietet der Gesetzgeber freiwillig wahrzunehmende Anreize, aus der dritten Schicht hält er sich nahezu heraus. Insgesamt sollen die Vorsorgeschichten so aufeinander aufbauen, dass für möglichst alle Versorgungsempfänger ein akzeptables GVN gemäß definierter Ansprüche erreichbar ist.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

AV-Marktplatz: Angebot und Nachfrage

Frontmatter

Kapitel 18. Anbieter auf dem AV-Spielfeld

Wir wollenAnbieter dem Bürger, der primär in anderen Lebensumfeldern zu Hause ist, für seine AV-Entscheidungen einen Überblick über seine potenziellen Marktpartner verschaffen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 19. Anforderungsgerechte Eignungspotenziale

Anbieter haben primär die Produktbrille auf, AV-Nachfrager orientieren sich an ihrem Bedarf, sofern sie dafür die richtigen Informationen haben. Welche Eignungspotenziale brauchen Anbieter, um AV-Nachfrager primär bedarfsgerecht und nicht produktzentriert zu beraten? Vorher stellt sich die „Schubladisierungsfrage“.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 20. Beratung durch Anbieter: im Interesse der Kunden?

AntwortAnbieter von Radio Eriwan könnte lauten: „Im Prinzip ja, wenn der Berater ein Idealist ist.“

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 21. Nachfrager auf dem AV-Marktplatz

Nun beleuchten wir auf dem AV-Marktplatz die Nachfrage der Bürger entsprechend ihrer Sparwilligkeit und Sparfähigkeit, definieren auf dieser Grundlage ein Anforderungsprofil für AV-Berater und runden das mit Prüfkriterien für kompetente AV-Beratung ab.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 22. Vorsorge und deren Hemmfaktoren

Oft vernimmt man die Meinung: „Wenn ich mich gegen dieses und jenes absichere, habe ich kein Geld mehr für die AV. Da ich erst gut 30 Jahre alt bin, hat AV noch Zeit.“

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 23. Klippen beim AV-Aufbau

Der rechtzeitige Aufbau von AV ist ein finanzmathematisches Thema. Entsprechend muss man früh starten, um ein akzeptables finanzielles AV-Niveau bei Renteneintritt zu erreichen. Aber auf dem Weg dahin kann es viele Klippen geben!

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 24. Anforderungen an AV-Produktanbieter

AV ist ganzheitlich zu beurteilen im Spannungsbogen zwischen individuellen Möglichkeiten und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das kommt schön in der Vorsorgepyramide zum Ausdruck. Ein guter AnbieterAnbieter muss sich in allen drei Vorsorgeschichten als Berater überzeugend bewegen können, damit mündige Kunden ihn ernst nehmen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 25. Bürger auf dem AV-Marktplatz

Nunmehr führen wir Sie auf den „AV-Marktplatz“ und steigen mit Leitfragen zum Marktplatzbummel ein. Dabei wandern wir über den für die meisten Bürger obligatorischen „Erste-Schicht-Markt“. Vor dem Hintergrund der identifizierten GRV-Ansprüche geht es weiter auf die Märkte, auf denen man sich zusätzliche Vorsorgeleistungen gegen klingende Münze einkaufen kann: an die Zweite-Schicht-Verkaufsstände für bAV- und Riester-Produkte.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 26. GRV-Verkaufsstand für Arbeitnehmer

Wer ein Jahr lang das Bruttodurchschnittseinkommen in Deutschland verdient, bekommt einen Entgeltpunkt für eine lebenslange monatliche Rente gutgeschrieben. Voraussetzung ist, dass eine Mindesteinzahldauer in die GRV von fünf Jahren gegeben ist und das individuelle Rentenzutrittsalter erreicht wurde (für alle Jahrgänge ab 1964 ist dies das 67. Lebensjahr). Ein Rentenentgeltpunkt beträgt im Jahr 2017 31,03 EUR (West), dieser ist allerdings variabel und wird aufgrund der Bruttolohnentwicklung durch die Bundesregierung jedes Jahr neu festgelegt.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 27. Erste-Schicht-Verkaufsstand für Selbstständige

Auch als SelbstständigerSelbstständiger sollte man nicht achtlos über den Erste-Schicht-Marktplatz hinweg stürmen, sondern gezielt an folgenden Ständen verweilen:

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 28. Auf dem bAV-Marktplatz

Der Arbeitgeber hat das Recht, den DW für die Arbeitnehmer festzulegen, zum Beispiel im Rahmen bestehender bAVAltersversorgung, betriebliche (bAV)-Einrichtungen für die (betrieblichen oder überbetrieblichen) DW Pensionskasse, -fonds und Unterstützungskasse. Macht er von diesem Recht keinen Gebrauch, etwa mangels bestehender DW-Einrichtungen, kann der Arbeitnehmer sich in der Regel auf eine Pensionskasse oder Direktversicherung berufen. Der Arbeitgeber kann seinen Mitarbeitern die monatlichen bAV-Einzahlungen ganz oder teilweise als Zuschuss geben.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 29. Bei den Riester-Verkaufsständen

Nicht jedes Riester-Produkt kannRiesterRente man überall kaufen. Wer nach der Philosophie „buy domestic“ handelt, kann auch Einschränkungen erleben.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 30. Auf dem Dritte-Schicht-Marktplatz

Basis: Wer kannDrei-Schichten-Architekturdritte Schicht, der kann – oder auch nicht! Nochmals zur Erinnerung: Es ist für die AV fahrlässig, Geld in die dritte Schicht zu investieren, bevor entsprechend der individuellen Verhältnisse die fördergetriebenen Anlagen optimiert wurden. Zur Klarstellung: Wir diskutieren nicht Fragen des zweckmäßigen Vermögensaufbaus und der Vermögenssicherung für Bürger mit entsprechendem Einkommen, sondern bewegen uns auf der Ebene der notwendigen und möglichst gut auskömmlichen Alterssicherung. Dies ist die „Pflicht“, die darüber hinausreichende Vermögensberatung kann eine interessante „Kür“ sein, bei der Anbieter verbraucherschutzkonform mit kreativen Produkten Geld verdienen können.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 31. AV-optimierte Gesamtberatung

Die Ladengassen und Informationsstände auf dem AV-Marktplatz zeigen viele und im Regelfall gute Einzelprodukte, vergleichbar mit Mosaik-Steinen. Diese müssen nach gegebenen Bedarfsformaten der AV-Kunden in einem jeweils individuellen Mosaik zusammengeführt werden. Die Philosophie für dieses Format ist also festzulegen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 32. Marktplatzbummel als Tour im Stände-Dickicht

Fragen zu und Argumente für diese provozierende Kapitalüberschrift:Warum braucht man einen Marktplatz zur Verdeutlichung der GRV? Weil viele Finanzberater, Anlageberater, Vermögensberater nicht die Prüfkriterien als AV-Berater erfüllen sind, da sie die GRV-Spezifika zu wenig kennen und sie dafür nur eingeschränktes Interesse haben?Warum braucht man einen bAV-Marktplatz zur Popularitätsförderung der bAV? Weil bAV auf Großunternehmen mit Tarifbindungen weitgehend beschränkt ist und auf den Mittelstand wenig ausstrahlt!

Heinz Benölken, Nils Bröhl

AV-Modell „AV 2030 plus“

Frontmatter

Kapitel 33. Leistungsstarke AV: Beispiele aus anderen Ländern

Dabei kann man mit der Henne anfangen, die viele Eier legen kann, indem man abstrakt Anforderungen an ein Gesamtsystem und seine einzelnen Schichten formuliert. Oder man kann mit als „gelungen“ betrachtete Eier bebrüten, wenn man sie findet. Als gelungene Eier betrachten wir AV-Modelle in anderen europäischen Ländern, die auf akzeptablem Niveau die Ziele „Vermeidung von Altersarmut“, „Existenzsicherung für jedermann“ und „Lebensstandardsicherung für alle Berufstätigen“ verbinden.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 34. Anforderungen an ein Modell „AV 2030 plus“

Derzeitige Konzepte für die GRV konzentrieren sich auf Leitlinien für die Beitragshöhe (zum Beispiel maximal 22 %) und Rentenniveau (zum Beispiel mindestens 48 %) und reichen unter Berücksichtigung der Umsetzung der Rente mit 67 maximal bis etwa 2030. Das bewegt sich auf der Linie der seit etwa 2005 dominierenden operativen Anpassungen des GRV- und AV-Systems ohne ganzheitlichen Modellbezug für eine zukunftsfähige AV, von AV-Fachleuten in Wissenschaft und Praxis auch als tagespolitisch orientierte Flickschustereien eingestuft. Als letztes ganzheitliches AV-Konzept sieht man das AEG 2005, das Lösungen für alle drei Schichten mit dem Anspruch einer ganzheitlichen Integration anbot, wenn auch im Nachhinein betrachtet nicht ohne punktuelle Schwachstellen (vgl. hierzu Teil C).

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Alters-, Risiko-, Gesundheitsvorsorge im Verbund

Frontmatter

Kapitel 35. Schnittstellenmodell „Ganzheitliche Vorsorge“

Nicht nur AV braucht Risiko- und Gesundheitsvorsorge als Begleiter. Das gilt auch umgekehrt: Man bleibt man nur gesund, wenn man keine Angst vor Altersarmut hat. Wer Pech hat mit Lebensrisiken und diese finanziell tragen muss, kann sich häufig keine auskömmliche AV mehr leisten oder fängt nicht rechtzeitig damit an, sie aufzubauen.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 36. Integration von AV und Risikovorsorge

Was zählt zu den wesentlichen Lebensrisiken? Wie kann man sie im Zusammenhang mit AV ausbalancieren? Welche Anforderungen ergeben sich daraus für Berater?

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 37. Integration von AV und Gesundheits-Vorsorge

Durch bessere Gesundheitsvorsorge können Bürger viel Geld sparen, das sie für eine höhere Dotierung ihrer AV einsetzen können. Das kann Sorgen, in Altersarmut zu geraten, abbauen und damit einen weiteren Beitrag zur Gesundheitserhaltung leisten. Wie ist das Szenario? Was kann man tun? Wie kann man es umsetzen?

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Perspektiven nachhaltiger Vorsorgesicherung

Frontmatter

Kapitel 38. Anregungen für die politische Gestaltung

NunmehrPolitik ist Rückkehr zur Realität des derzeitigen Systems erforderlich, denn AV 2030 plus ist leider noch nicht umgesetzt.

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 39. Anregungen für AV-wissbegierige Bürger

Nie war das geflügelte Wort „Wissen ist Macht“ so aktuell wie heute, und auch beim Thema AV ist die Macht des Wissens ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Wollen sich Anleger von jedem vermeintlichen Experten ein Produkt aufschwatzen lassen oder möchten sie auch selbst den Durchblick behalten?

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 40. Anhang

Trotz unseres Bestrebens, ein allgemein verständliches Werk abzuliefern, mag es vorkommen, dass hier und da Begriffe unklar bleiben oder der Leser Abkürzungen nicht gleich einordnen kann. Abhilfe kann das folgende Glossar bieten. Hier finden Sie nicht nur alle verwendeten Abkürzungen, sondern auch die Erklärung für einige wichtige Begriffe.

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