Vorsorgewille trifft auf Zukunftsängste
- 19.01.2026
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Die Deutschen bleiben Sparweltmeister: Viele beabsichtigen 2026 mehr Geld zurückzulegen. Besonders eifrig sind die 30- bis 39-Jährigen. Trotz ihres Sparwillens bezweifeln vor allem junge Erwachsene ihre finanzielle Absicherung im Alter.
Gerade junge Menschen glauben, dass sich ihre Sparbemühungen im Alter nicht auszahlen.
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Sparen ist der häufigste Vorsatz der Deutschen im neuen Jahr. Mit 52 Prozent dieser laut dem Datenportal Statista noch vor einer gesünderen Ernährung (50 Prozent) und dem Wunsch, mehr Sport treiben zu wollen (48 Prozent). 22 Prozent der für den Lebensversicherer Canada Life Ende 2025 online befragten 2.500 Bundesbürger ab 18 Jahre legen Geld für ein Auto oder eine Reise auf die hohe Kante. Fast ebenso viele haben den Wunsch, sich gegen Krankheiten abzusichern, und 16,2 Prozent zu haben vor, in diesem Jahr ihre Altersvorsorge zu erhöhen.
Finanzielle Sicherheit steht im Vordergrund
Bei einem Drittel der Befragten steht allerdings der Wunsch nach finanzieller Sicherheit (33 Prozent) im Vordergrund. Unter den 18- bis 29-Jährigen ist der Anteil mit 55 Prozent besonders hoch. Insgesamt möchte jeder Fünfte (21 Prozent) steigenden Lebenshaltungskosten vorbeugen. Die Vorbereitung auf den Ruhestand ist für 14 Prozent die wichtigste Motivation. Für gut zehn Prozent sind geringe staatliche Leistungen im Alter treibende Kraft, um mehr zu sparen.
30- bis 39-Jährigen sparen am meisten
Besonders sparfreudig erweist sich die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. Von diesen haben fast 74 Prozent vor, im laufenden Jahr mehr Geld auf die Seiten legen zu wollen. Sie möchten auch mehr auf Steueroptimierung achten (35 Prozent, Durchschnitt: 19 Prozent) und im neuen Jahr mehr Geld an den Börsen investieren (36 Prozent, Durchschnitt: 19 Prozent).
Im mittleren Alter ist der Wunsch nach Vorsorge am größten
Von den Befragten zwischen 30 und 39 Jahren planen zudem 30 Prozent, ihre Altersvorsorge aufzustocken. Bei den 40- bis 49-Jährigen liegt der Anteil mit 29 Prozent knapp darunter. Damit erreichen die Werte fast das Doppelte des Durchschnitts (16 Prozent). Zwischen 40 und 49 liegt der Anteil derer, die eine Altersvorsorge abschließen möchten, mit 15 Prozent außerdem deutlich über dem Durchschnitt (fünf Prozent). "Die Vermutung liegt nahe, dass in diesen Jahren aufgrund von Familie das Bewusstsein für eine ausreichende Vorsorge am stärksten ist", so die Studienautoren.
Junge Menschen zweifeln an finanzieller Sicherheit im Alter
Allerdings belegt eine Umfrage des Versicherungskonzerns Swiss Life unter rund 1.000 Personen von Juli 2025, dass gerade bei der jungen Generation im Alter von 18 bis 29 Jahren die Zuversicht in die eigene Altersvorsorge besonders niedrig ist: Zwar sind generell nur 28 Prozent aller Teilnehmenden überzeugt sind, dass ihre Vorsorge aus staatlichen, beruflichen und privaten Bausteinen sie im Alter finanziell absichert. Bei den jungen Erwachsenen liegt dieser Anteil lediglich bei 21 Prozent. So glaubt rund ein Drittel der 18- bis 29-Jährigen, zu spät mit der Altersvorsorge begonnen zu haben, obwohl diese Gruppe erst ins Berufsleben gestartet ist.
Obwohl junge Erwachsene um die Notwendigkeit privater Vorsorge wissen, überfordert sie jedoch die zahlreichen Möglichkeiten und Regeln: 39 Prozent der Menschen bis 29 Jahren fehlt der Überblick über die Vorsorge- und Anlagemöglichkeiten. 45 Prozent von ihnen wünschen sich deshalb mehr Finanz- und Vorsorgekenntnisse - mehr als jede andere Altersgruppe.