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25.04.2018 | Altersvorsorge | Nachricht | Onlineartikel

Riester-Rente braucht Neuanstrich

Autor:
Meris Neininger
1:30 Min. Lesedauer

Die aktuelle Ausgestaltung der Riester-Rente schränkt die Verbraucher bei der Auswahl geeigneter Produkte deutlich ein. Wer chancenorientiert anlegen möchte, findet unter den Angeboten keinen geeigneten Tarif, der seine Bedürfnisse abdeckt. Das hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung in einer Untersuchung herausgefunden.

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) empfiehlt in seiner aktuellen Studie, die Bruttobeitragsgarantie auch bei Riester-Produkten zu flexibilisieren, wie es bei der staatlich geförderten Basis-Rente schon immer der Fall ist. Dabei sei jedoch Eile geboten. Verträge, die im aktuellen Marktumfeld abgeschlossen werden, seien in der Regel ein Leben lang an den aktuellen Rechnungszins gebunden – mit allen Vor- und Nachteilen. Nur durch einen – teilweisen –Verzicht auf hohe Garantien könne ein Produktspektrum erreicht werden, das den Bedürfnissen aller Kunden gerecht werden kann. Dies bedeutet keinesfalls, dass Riester-Produkte ein Garantieverbot erhalten sollten. Ganz im Gegenteil: Viele Verbraucher legten großen Wert auf diese Form der Sicherheit.

Deshalb sei es auch zukünftig wichtig, Produkte mit Garantien ausstatten zu dürfen. Nur so könne ein breites Portfolio an Riester-Produkten gewährleistet werden und der Risikoappetit aller Verbraucher gestillt werden. Dem Konsumenten sollte jedoch bewusst sein, dass er bei Riester-Produkten mit hohen Garantien unter Umständen auf viel Rendite verzichtet, und das während seiner gesamten Anspardauer.

Weiteren Rückgang der Riester-Angebote stoppen

Durch kleine Veränderungen der Rahmenbedingungen wie die Flexibilisierung der Garantie und die Reduzierung des Verwaltungsaufwandes werde die Riester-Rente zukunftsfähig bleiben und den Menschen beim Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsoge helfen, heißt es beim IVFP. Nur dadurch könne einem weiteren Rückgang der Riester-Angebote entgegengewirkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Anbieter erhöht werden.

Dabei sollte die geforderte Flexibilisierung nicht nur für das Neugeschäft, sondern auch für den Bestand gelten. Das heißt laut IVFP, ein Bestandskunde sollte auch auf eine Garantie verzichten können, wenn er seine Chancen erhöhen erhöhen möchte. Andernfalls müsste der Verbraucher einen neuen garantiereduzierten Riester-Vertrag abschließen. Die Folge wären unter anderem hohe Kosten zum Beispiel für die Beratung und den Abschluss.

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